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Do, 13. August 2020, 19:18 Uhr

Bondmärkte verbessert


12.07.01 10:08
Helaba

Argentinien und Türkei – die beiden Schwellenländer beschäftigen zur Zeit maßgeblich die Akteure an den internationalen Bondmärkten, so die Analysten von Helaba.

Hinzu gekommen sei, zumindest bis zur Eröffnung in New York, die Schwäche der Aktienmärkte, die eine Fluchtbewegung in sichere Staatsanleihen ausgelöst habe. Im Zuge dieser Bewegung habe der Bund- Future mehrere Widerstände überwinden und bis zu einem Tageshoch von 107,00 vordringen können. Dort hätten jedoch bei hohen Umsätzen kräftige Gewinnmitnahmen eingesetzt. Was geblieben sei, sei ein Tagesgewinn von 19 Stellen (106,71), Bobl- (105,80) und Schatz-Kontrakt (102,96) hätten 10 bzw. 4 Ticks zugelegt. Die Korrektur des Euro, der die Marke von 86 US-Cents nicht habe halten können, habe sich ebenfalls belastend ausgewirkt.

Auch heute müssten wir uns an der Datenfront mit eher magerer Kost begnügen. Interessant könnten die vorläufigen Verbraucherpreise aus Frankreich für Juni sein, die mit einer Jahresrate von 2.1% ein Nachlassen des Preisauftriebes signalisieren sollten. Aus Amerika stünden die Erstanträge (393K) sowie die Importpreise (-0.1%) ins Haus.

Nachdem der Bund- Future an dem wichtigen Widerstand von 107,00 gescheitert sei, müsse auch weiterhin mit einer Fortsetzung der Konsolidierung zwischen 106,12 und 107,04 gerechnet werden. Die kurzfristigen Indikatoren bauten derzeit ihr überkauftes Szenario ab und ließen einen Test der Unterstützungen bei 106,36, möglicherweise 106,12 erwarten. Auch im Tageschart machten sich Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Zudem signalisiere der "Shooting Star Candel" ein Ende der kurzfristigen Korrekturbewegung. Nur eine schnelle Rückkehr zu den gestrigen Höchstkursen mit einem Schlusskurs über der Marke von 107,04 könne das Bild wieder aufhellen.