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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX Abwärtstrend


23.03.01 00:00
Deutsche Bank

Analyse Marktbericht
23.03.2001
DAX Abwärtstrend
Deutsche Bank

Am gestrigen Handelstag kannte der DAX nur eine Richtung, den Weg nach unten, so die Experten der Deutschen Bank.

Mit einem Minus von 234 Indexpunkten (minus 4,16 Prozent) habe der deutsche Aktienindex die gestrige Börsensitzung beendet und damit erstmals seit dem 28. Oktober 1999 wieder unter der 5.400er Marke geschlossen.

Der DAX befinde sich aus charttechnischer Sicht weiterhin innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends, der besonders in den letzten Tagen dramatisch an abwärts ausgerichteter Bewegungsdynamik gewonnen habe. Dieser Sachverhalt werde eindrucksvoll über einen steil nach oben ziehenden ADX Indikator veranschaulicht. Doch ein Blick auf den Tages- bzw. Wochenchart reiche völlig aus, um sich von dieser Aussage zu überzeugen. Der Wochenchart zeige einen Kursverlauf des DAX, der bereits in der Vorwoche den bis dahin gültigen, übergeordneten Abwärtstrendkanal nach unten hin verlassen habe und dann nahezu kerzengerade in die Tiefe gerutscht sei. Nach unten hin würden sich aus dem bisherigen Kursverlauf des DAX keine weiteren sinnvollen Unterstützungen mehr herleiten lassen.

Dieser Sachverhalt werde mit eine Ursache dafür sein, dass dem Kursrutsch derzeit so gut wie keine Nachfrageüberhänge entgegenstehen würden. Da die Analysten die gleichen technischen Sachverhalte auch in den übrigen Indizes Europas und der USA vorzulegen hätten, sei der daraus resultierende Effekt nahezu identisch.

Markttechnisch werde der aktuelle Absturz im DAX bestätigt. Der aktuell überverkaufte Zustand des Marktes, der über die Oszillatoren angezeigt werde, sei jedoch typisch für Märkte mit einer solch hohen Bewegungsdynamik und sollte somit nicht unbedingt als Beurteilungskriterium herangezogen würden.

Nach Feststellung der technisch extrem negativen, allgemeinen Gesamtverfassung des deutschen Aktienmarktes, stelle sich nun natürlich die Frage nach möglichen Wendepunkten bzw. einem grundsätzlichen Ende der aktuell laufenden Abschwächung. Unter strategischen Gesichtspunkten könnten die Experten auf der Grundlage der hier angewandten Systematik leider keine Zielmarken definieren, an denen sie zumindest eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit für ein mögliches Ende der Abwärtstendenz definieren könnten. Zum einen liege das an fehlenden, analytisch relevanten Unterstützungen, zum anderen hätten sie keine (mittelfristig gültigen) Indizien vorliegen, die eine Bodenbildung bzw. Richtungsänderung erwarten lassen könnten. Das einzige, mögliche Hilfsargument wäre die Tatsache, dass sich der Kursverlauf des DAX´ aktuell in Regionen befinde, in denen es im Jahr 1999 über einen langen Zeitraum hinweg zu Handelsaktivitäten gekommen sei und somit zumindest psychologisch „interessante“ Kursniveaus vorliegen würden, die „frisches“ Geld anziehen könnten.

Es sollte niemanden verwundern, aber die Analysten der Deutschen Bank würden auch weiterhin an ihren, seit Monaten kontinuierlich wiederholten Aussage festhalten, dass es im DAX unter strategischen Gesichtspunkten noch immer keinen Grund gebe, mittelfristig ausgerichtete Kauf Positionen einzugehen. Umgekehrt heiße dass natürlich auch, es gebe derzeit keinen Grund, eventuell bestehende strategische Short Positionen zu schließen.





 
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