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Do, 13. August 2020, 19:46 Uhr

Euro stabilisiert


10.07.01 11:35
Helaba

Euro/US-Dollar eröffnete heute morgen bei 0,8510, nachdem in einem ruhigen Handel über Nacht Höchstkurse bei 0,8518 markiert wurden, so die Analysten von Helaba.

Schlechte Zahlen der deutschen Industrieproduktion für Juni hätten gestern den Euro auf 0,8445 gedrückt. Trotz eines Anstiegs um 0,9% auf Monatsbasis habe die Industrieproduktion den stärksten Rückgang seit der Rezession 1993 um 2,6% auf Quartalsbasis verzeichnet. Der Euro habe sich im späteren Handelsverlauf jedoch wieder stabilisieren können und die 0,8520 Marke im asiatischen Handel getestet.

Angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage in Japan erwäge Finanzminister Shiokawa nicht die Aufstellung eines zusätzlichen Budgets, sondern steuerliche Begünstigungen, um den schwachen Aktienmarkt zu stützen. Premierminister Koizumi solle sich ebenfalls besorgt über die neuerlichen Verluste am Nikkei geäußert haben.

Die Wirtschaftzahlen belegten deutlich, dass sich die japanische Wirtschaft weiterhin in einer sehr schlechten Verfassung befinde und das Risiko einer deflationären Spirale bei negativen Wachstumsraten akut werden könnte.

Der Yen sollte dementsprechend besonders gegenüber dem US-Dollar unter Druck bleiben.

Seit drei Wochen hätten die USA netto Kapitalabflüsse gesehen. Im gleichen Zeitraum habe Europa Kapitalzuflüsse verzeichnen können. Diese Entwicklung zeige, dass Kapitalumschichtungen langsam stattfänden, die dem Euro Unterstützung geben könnten.

Heute stünden keine marktrelevanten Daten zur Veröffentlichung an.

Die Charts bewegten sich auf neutralem Gebiet. Der Euro finde Unterstützung bei 0,8450, 0,8430 und 0,8380. Widerstände ließen sich bei 0,8520, 0,8550 und 0,8580 lokalisieren.