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Mo, 28. September 2020, 21:22 Uhr

Euro unverändert


28.06.01 10:06
Helaba

Im Vorfeld der FOMC-Entscheidung bewegte sich der Euro in einer engen Bandbreite, so die Analysten der Helaba.

Kaum Auswirkungen hätten Äußerungen von Wim Duisenberg, der dem Euro nochmals Aufwertungspotential bescheinigte und auch den Rückgang der hohen Inflationsraten unter die Toleranzschwelle von 2% in Aussicht gestellt habe. Außerdem sehe er keine Rezessionsgefahren in Deutschland. Duisenberg habe ebenfalls auf die Schwierigkeiten verwiesen, innerhalb des 18-köpfigen EZB-Rates einen Zinskonsens zu erzielen und habe damit der Handlungsfähigkeit der EZB kein sehr gutes Zeugnis ausgestellt.

Trotzdem wolle sich die EZB bemühen, ihre Entscheidungen so vorhersehbar und unüberraschend wie möglich zu machen. Erwartungsgemäß habe gestern die Fed die Fed Funds Rate um 25 Basispunkte auf nun 3,75% und den Diskontsatz auf 3,25% gesenkt. Begründet worden sei der Zinsschritt mit den Konjunktursorgen durch schwachen Konsum, Belastungen durch die Unternehmensgewinne und sinkende Investitionen sowie nachlassendes Wachstum aus dem Ausland.

Mit dem Fed-Statement sehe man seine Einschätzung bestätigt, dass per Jahresende 2001 die US-Leitzinsen bei 2,75% liegen dürften. Der Yen habe gestern nach der Veröffentlichung der japanischen Einzelhandelsumsätze, die im Mai um 3,2% gegenüber dem Vorjahr abgenommen hätten, insbesondere schwächer gegenüber dem US-Dollar tendiert. Zudem sei heute morgen der Rückgang der Mai-Industrieproduktion mit 1,2% gegenüber dem Vormonat deutlich kräftiger ausgefallen als erwartet. Die japanische Notenbank habe ihre Geldpolitik nicht geändert.