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Do, 13. August 2020, 19:32 Uhr

Euro weiter abwärts


06.07.01 14:09
Helaba

Euro/US-Dollar eröffnete heute Morgen bei 0,8365, nachdem Tiefstkurse in Asien bei 0,8349 markiert wurden, so die Analysten der Helaba.

Die erwartete sukzessive Abwärtsbewegung des Euro setze sich fort. Trotz eines dank der Abwicklung von Großaufträgen im Mai deutlich um 4,4 % gestiegenen Auftragseinganges bei dem deutschen verarbeitenden Gewerbe habe der Euro weiter an Boden verloren. Das Ausbleiben einer Zinssenkung durch die EZB habe als Katalysator des erneuten Abschwunges des Euros gewirkt. So verständlich die Haltung der EZB hinsichtlich ihres Auftrags zur Wahrung der Preisstabilität auch sein möge, finde sie jedoch nicht Anklang in den Devisenmärkten. Das Maß der Dinge sei und bleibe derzeit die amerikanische Zentralbankpolitik, deren Aufgabenfeld auch Konjunktursteuerung einschließe. Darüber hinaus habe der US-Dollar Unterstützung durch die veröffentlichten „NAPM Non-Manufacturing“ Daten per Juni gefunden. Der Index sei nachhaltig von 46,6 im Mai auf 52,1 im Juni gestiegen. Dieser Wert impliziere nicht länger Kontraktion im Servicesektor, sondern erneut Wachstum.

Heute stünden die US-Arbeitsmarktdaten im Mittelpunkt des Interesses. Man gehe von einem Anstieg auf 4,6% nach zuletzt 4,4% aus. Die durchschnittlichen Stundenlöhne sollten sich unverändert im Monatsvergleich um 0,3% erhöhen. „Nonfarm Payrolls“ erwarte man mit –50.000 nach zuletzt –19.000. Das Bild am US-Arbeitsmarkt sollte sich hinsichtlich des angekündigten Stellenabbaus vieler US-Unternehmen weiter verschlechtern. Angemerkt sei hier, dass Arbeitsmarktdaten Spätindikatoren seien und dementsprechend weniger Aussagekraft über die zukünftige Entwicklung der Volkswirtschaft beinhalteten. Gleichwohl impliziere die Entwicklung an den Arbeitsmärkten, dass die zunehmende Arbeitslosigkeit negative Impulse für den in der USA so wichtigen Konsum (circa 65% des BIP) setze.