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Fr, 16. April 2021, 20:10 Uhr

GB0007547838

WKN: 865142 / ISIN: GB0007547838

Royal Bank of Scotland übergewichten


07.06.05 11:40
Bankhaus Reuschel

Die Analysten vom Bankhaus Reuschel stufen die Royal Bank of Scotland-Aktie (ISIN GB0007547838 / WKN 865142) mit "übergewichten" ein.

Im Vergleich zu den meisten nationalen Wettbewerbern sei die Royal Bank of Scotland (RBS) ein wesentlich breiter aufgestellter Finanzdienstleister. Daher seien auch die Risiken auf dem von vielen Anlegern mittlerweile kritisch gesehenen UK-Bankenmarkt (u.a. wegen der Immobilienblase) deutlich geringer.

Zwar sei das Wachstum auf dem Finanzdienstleistungsmarkt in Großbritannien eingeschränkt, jedoch ergäben sich für die RBS im Ausland dagegen weiterhin gute Gewinnperspektiven. Vor allem auf dem ertragstarken US-Retailbank-Markt sehe die Bank noch gute Wachstumschancen. Seit der Übernahme der US-Tochter Citizens im Jahr 1988 hätten die Briten dort ihren Marktanteil sukzessive ausgebaut. In 2004 habe die RBS mit der allerdings sehr teuren Akquisition des US-Konsumfinanzierers Charter One (für 10,5 Mrd. USD) nochmals einen großen Expansionsschritt vorgenommen. Gemeinsam mit Citizens sei man zur Nr. 8 auf dem US-Markt aufgestiegen.

Die RBS habe in 2004 eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung aufweisen können. Die Gesamterlöse hätten um 18% auf 22,8 Mrd. GBP (+18%) gesteigert werden können. Der Vorsteuergewinn - bereinigt um Goodwill und Restrukturierungsaufwendungen - habe sich auf 8,1 Mrd. GBP (+15%) belaufen und damit die Markterwartungen übertroffen. Das Konzernergebnis habe mit ca. 4,3 Mrd. GBP ebenfalls ein Plus von 15% erreicht. Der Gewinn je Aktie sei wegen der höheren Aktienzahl (Kapitalerhöhung für Charter One) "nur“ um ca. 10% auf 172,5 GBp gestiegen.

Insgesamt würden die Analysten auch für die nächsten Jahre optimistisch bleiben. Die hervorragende Marktposition, das relativ risikoarme Geschäft sowie die vermutlich weiter verbesserte Kosteneffizienz versprächen kontinuierliche Ertragsverbesserungen, auch wenn die Wachstumsraten abnehmen würden. Die Wertpapierexperten würden Gewinne je Aktie von 186 GBp in 2005 (+8%) und 202 GBp in 2006 (+9%) erwarten. Das ergebe ein aktuelles KGV 2006e von 8,1, womit der Titel gegenüber seinen Peers unterbewertet sei (geschätztes Branchen KGV ca. 10).

Die Analysten würden die aktuelle Unterbewertung für nicht gerechtfertigt halten. Zum Einen habe die RBS nun eine Konsolidierungspause nach der Charter One-Übernahme angekündigt. Zum Anderen habe sie übernommene Institute bislang relativ schnell und problemlos integrieren können. Attraktiv sei das Papier auch im Hinblick auf die Dividendenrendite (geschätzte Dividenden-Rendite in 2006 ca. 4,7%).

Die Analysten vom Bankhaus Reuschel empfehlen die RBS-Aktie daher zum Kauf für den längerfristig orientierten Anleger (Kursziel 1.800 GBp bzw. 18 GBP).

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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