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Fr, 16. April 2021, 20:11 Uhr

Royal Dutch

WKN: 907505 / ISIN: NL0000009470

Royal Dutch übergewichten


07.06.05 12:03
Bankhaus Reuschel

Die Analysten vom Bankhaus Reuschel raten weiterhin dazu, die Royal Dutch-Aktie überzugewichten.

Zu Beginn des Jahres 2004 sei der Ölkonzern wegen einer hohen Korrektur seiner Ölreserven stark unter Druck geraten und habe einiges Anlegervertrauen verloren. Ein neues Management habe dazu beigetragen, dieses wieder zurückzugewinnen.

Der Konzern habe angekündigt, in den Jahren 2006 bis 2008 seine Reserven-Ersatzquote (RRR) wieder auf 100% steigern zu wollen (bisher: 75%). Dazu wolle die Gesellschaft ca. 40 Mrd. USD v.a. in Exploration und Forschung investieren.

Royal Dutch/Shell (RDS) habe im ersten Quartal 2005 einen Umsatz von 72,2 Mrd. USD (nach 57,3) erzielt. Das operative Ergebnis nach Wiederbeschaffungskosten sei um 28% auf 5,55 Mrd. USD gesteigert worden. Die Prognosen des Marktes von 4,8 bis 5,0 Mrd. USD seien damit klar geschlagen worden. Die anhaltend hohen Rohstoffpreise (Durchschnittspreis der Ölsorte Brent in Q1 bei 47,7 USD nach 32,1 USD je Barrel im entsprechenden Vorjahreszeitraum) und der vergleichsweise lange Winter hätten zu diesem Rekordanstieg geführt. Der Nettogewinn sei gg. VJ um 42% auf 6,67 Mrd. USD geklettert.

Wegen der Stillegung einiger unrentabler Förderanlagen und technisch bedingter Ausfälle sei die Produktion jedoch leicht um 5,3% auf 3,85 Mio. Barrel pro Tag zurückgegangen. Die Reserven-Ersatzquote (RRR) habe in Q1 bei etwa 75% gelegen, solle sich aber im laufenden Jahr auf über 80% steigern lassen.

Die Analysten würden für 2005/06e Gewinne je Aktie von 4,39 bzw. 3,98 Euro prognostizieren. Dies impliziere eine Markterwartung, dass der Ölpreis im Jahr 2005 seinen Höchststand erreiche und sich mittelfristig in Richtung 40 USD zurückbewegen werde. Für RDS - wie auch für andere Ölproduzenten - werde demnach eine spürbare Wachstumsverlangsamung in 2006 eintreten. Bei einem Umsatzrückgang von 5% erwarte man Gewinneinbußen von ca. 10% - dies alles jedoch auf einem historisch hohen Niveau. Zusätzlich biete die RDS-Aktie eine Dividendenrendite von knapp 4%.

Angesichts der relativen Unterbewertung der Royal Dutch-Aktie (KGV 2006e von 12,2) im Vergleich zur europäischen Ölbranche (14,5) raten die Analysten vom Bankhaus Reuschel weiterhin zur Übergewichtung des Titels. Nach Überwindung des alten Kurshochs bei 49,3 Euro erwarte man darüber hinaus eine Outperformance der neuen RDS-Aktie (A-Tranche), die durch Indexumschichtungen institutioneller Anleger hervorgerufen werde.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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