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Di, 20. Oktober 2020, 7:47 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Aktien: Deutsche Bank nach Geldwäsche-Vorwürfen um 8,76% eingebrochen


22.09.20 09:35
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Der Wochenstart bei DAX & Co. (DAX -4,37%, MDAX -3,68%, TecDAX -3,93%) ging kräftig daneben, so die Analysten der Nord LB.

Die Angst der Anleger vor weiteren Corona-Beschränkungen aufgrund der erhöhten Infektionszahlen in mehreren europäischen Ländern habe die Kurse purzeln lassen.

Die Aktie der Deutschen Bank sei nach Geldwäsche-Vorwürfen um 8,76% eingebrochen. Ein Recherche-Netzwerk habe zuvor von massiven Verfehlungen von Banken im Kampf gegen Geldwäsche berichtet und u.a. auch das deutsche Institut belastet. Ansonsten hätten vor allem Luftfahrtwerte (MTU -7,97%, Lufthansa -9,46%) gelitten. United Internet (-23,73%) und 1&1 Drillisch (-27,78%) seien wegen Gewinnrevisionen unter die Räder gekommen.

Die Indices an der Wall Street (Dow Jones -1,84%, S&P-500 -1,16%, Nasdaq-Comp. (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) -0,13%) hätten unter der Furcht vor stärkeren Einschränkungen wegen steigender Corona-Neuinfektionszahlen gelitten. Im Tagesverlauf habe allerdings eine Erholung bei den Tech-Werten dafür gesorgt, dass die Indices sich deutlich von den Tagestiefstständen hätten lösen können.

Großbanken hätten wegen Geldwäsche-Berichten schwach tendiert: J.P. Morgan (-3,09%), Bank of America (-2,94%).

In Japan habe feiertagsbedingt erneut kein Handel stattgefunden.

Preiserhöhungen ab Juli 2020 für die Nutzung der Telefónica-Netzkapazitäten würden den Internet- und Mobilfunk-Anbieter United Internet und seine Tochter 1&1 Drillisch zwingen, die Prognose für 2020 zu kappen. United erwarte nun ein EBITDA in diesem Jahr von etwa 1,180 (bisher: 1,266) Mrd. EUR, 1&1 gehe von etwa 600 (bisher: 683,5) Mio. EUR aus. Telefónica Deutschland habe sich im Zuge des E-Plus-Erwerbs 2014 verpflichtet, 30% der Netzkapazität an einen Wettbewerber abzugeben. Die Vertragskonditionen könnten zweimal pro Jahr überprüft werden. Telefónica Deutschland und United Internet (plus 1&1 Drillisch) lägen diesbezüglich schon länger im Clinch.

Der GRENKE-Firmengründer, Wolfgang Grenke, lege sein Aufsichtsratsmandat nach den Anschuldigungen des britischen Investors Fraser Perring vorerst nieder. GRENKE lasse das Mandat mit sofortiger Wirkung ruhen, bis die Vorwürfe hinsichtlich etwaiger Interessenkonflikte vollständig ausgeräumt seien, habe es geheißen. Zudem beauftrage das Unternehmen eine unabhängige Prüfung der Franchise-Übernahmen und prüfe eine mögliche Integration des Franchise-Systems in den Konzern.

Die Lufthansa (ISIN DE0008232125 / WKN 823212) müsse wegen der sich deutlich langsamer als erwarteten Erholung des Flugverkehrs in der Corona-Pandemie noch stärker schrumpfen als geplant. So solle die Flotte von Lufthansa und den anderen Konzernairlines um 150 Maschinen und damit um 50 mehr als bislang vorgesehen reduziert werden. Einhergehend mit der Verkleinerung der Flotte plane Vorstandschef Spohr auch einen erhöhten Stellenabbau.

In unsicheren Zeiten würden Anleger andere Währungen als den Euro bevorzugen, der daher deutlich unter 1,18 USD abgesackt sei.

Die deutlich nachgebenden Aktienmärkte hätten auch die Ölpreise sinken lassen. Gold sei nicht der sichere Hafen gewesen, den man hätte erwarten können. Auch das gelbe Metall sei deutlich abgerutscht. (22.09.2020/ac/a/m)





 
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