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Do, 13. August 2020, 10:23 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Euphorie Kontraindikation?


04.06.20 09:10
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Angesichts der weiterhin vorhandenen Aufwärtsdynamik - markante Widerstände wie die 200-Tagelinie werden durchbrochen als wären sie nicht existent - steht die Frage im Raum, wohin der laufende Impuls noch führen wird, berichten die Analysten der Helaba.

Zumal der Eindruck erweckt werde, dass die Markteuphorie angesichts der weiterhin vorhandenen Risikofaktoren recht ausgeprägt sei. Übertreibungen würden häufig auch als Kontraindikation verstanden. Zweifelsohne hätten sich verschiedene Kennziffern zuletzt verbessert, allerdings sei es keineswegs so, dass die Corona-Krise und die daraus resultierenden Folgen abgehakt werden könnten. Viele Hoffnungen würden auf den rund um den Globus angedachten Konjunkturpaketen beruhen. Aber auch diese würden nicht zwangsläufig alle Probleme lösen. Zu bedenken sei, dass bereits viele Jobs durch Pleiten weggefallen seien und nicht zwangsläufig wiederkämen.

In Deutschland befänden sich derzeit über sieben Millionen Menschen in Kurzarbeit. Auch verschiedene Unternehmensnachrichten scheinen nicht so recht zu den Kurssprüngen zu passen, so die Analysten der Helaba. Einmal mehr diene die Lufthansa (ISIN: DE0008232125, WKN: 823212, Ticker-Symbol: LHA, Nasdaq OTC-Symbol: DLAKF) als gutes Beispiel. Gestern habe sich das Papier in der Spitzengruppe (+7,73 Prozent) befunden, obwohl die Airline einen Fehlbetrag für das erste Quartal in Höhe von 2,1 Milliarden Euro bekannt gegeben habe. Im zweiten Quartal werde ein nochmals höherer Verlust erwartet. "Tiefgreifende Restrukturierungen" seien angekündigt worden. Um das Ausmaß zu illustrieren sei erwähnt, dass vor der Corona-Krise 763 Jets im Einsatz gewesen seien. Das Management rechne damit, dass im kommenden Jahr noch 300 und im Jahr 2022 noch 200 Maschinen nicht im Einsatz seien.

Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) vollziehe aktuell eine Rallye, die in dieser Form nicht zu erwarten gewesen sei. Zuletzt sei eine ganze Reihe von Widerständen durchbrochen worden. Zu nennen seien die Upper Median Line (12.264), die lineare Regression (12.299), die auf das Tief bei 8.255 Zählern zurückgehe, und ein Fractal Point (12.440). Damit würden die nächsten Zielmarken bei 12.572, 12.620 und der Pivot (12.660) in den Fokus rücken. Trotz des Kurssprungs verharre der VDAX (ISIN: DE000A0DMX99, WKN: A0DMX9) nahezu unverändert im Bereich der 32er-Marke. Dies sei ebenfalls nichts, was in dieser Form zu erwarten gewesen wäre. Auch falle auf, dass die Handelsumsätze zwar über dem 21-Tagedurchschnitt gelegen hätten, der Anstieg gemessen an der Kursentwicklung des Index aber enttäuscht habe. Insofern stehe einmal mehr die Frage im Raum, wie nachhaltig die Bewegung tatsächlich sei. Die zuletzt durchbrochenen Widerstände würden nun als Unterstützung wirken. (04.06.2020/ac/a/m)



 
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