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Fr, 14. August 2020, 2:14 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Gerät die 12.000er-Marke wieder ins Visier?


19.06.20 07:55
Helaba

FrankfurtFrankfurt (www.aktiencheck.de) - Für den DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) ging es gestern um 0,81 Prozent auf 12.271,53 Punkte nach unten, so die Analysten der Helaba.

Angesichts einer Vielzahl von potenziellen Belastungsfaktoren könnte fast von einer beeindruckenden Performance gesprochen werden. Das Hauptthema auf dem Börsenparkett sei schnell gefunden gewesen - Wirecard (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF). Für die Papiere des Unternehmens sei es phasenweise um mehr als 70 Prozent nach unten gegangen. Zuvor habe der Zahlungsdienstleister mitgeteilt, wegen milliardenschwerer Unklarheiten in der Bilanz seinen Jahresabschluss erneut nicht vorlegen zu können. Laut Medienberichten solle es sich um 1,9 Milliarden Euro Guthaben handeln.

Auch die Angst vor einer zweiten Corona-Welle habe das Sentiment belastet und könnte dies auch in der Zukunft tun. In den USA, Indien, Brasilien würden die Infektionszahlen noch immer deutlich steigen. In China aber auch hierzulande seien neue Infektionsfälle aufgetreten.

In den USA sei die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe langsamer zurückgegangen als erwartet. In Deutschland würden aktuell so viele Firmen das Instrument der Kurzarbeit in Anspruch nehmen wie niemals zuvor. Mehr als sieben Millionen Arbeitnehmer seien betroffen. Zum Vergleich: 2009, während der Finanzkrise, seien es rund 1,5 Millionen gewesen.

An der Grenze zwischen Indien und China sei ein seit Jahrzehnten anhaltender Konflikt wieder aufgeflammt, in dessen Folge bei einem Schusswechsel 20 indische Soldaten gestorben seien. Als Reaktion darauf hätten Demonstranten einen Wirtschaftsboykott Chinas gefordert. Auch zwischen Nord- und Südkorea hätten die Spannungen zuletzt zugenommen.

Heute werde der DAX kaum verändert den Handel starten. An den Terminbörsen sei heute dreifacher Verfall. Entsprechend könnte es zu der einen oder anderen Kursverwerfung kommen. Im Nachgang werde es spannend zu sehen sein, ob das Bild von diesem verzerrt worden sei, zumal das Verhältnis von Gewinner zu Verlierer (276/569) erneut relativ negativ ausgefallen sei.

Charttechnik

Das Tageshoch habe der DAX gestern bei 12.483 markiert und damit vier Punkte unterhalb eines Fibonacci-Levels. Es falle auf, dass der Index zuletzt mehrfach vor wichtigen Widerständen, insbesondere an der Median Line von Andrews` Pitchfork, kehrt gemacht habe. Dies, Schwächeanzeichen bei verschiedenen Indikatoren, das gestern ausgebildete "Long legged Doji" und vor allem das nachlassende Momentum würden die Vermutung nahe legen, dass in Kürze die Lower Median Line der bereits genannten Pitchfork (12.013) einem Test unterzogen werden könnte. Komme es dazu, würde auch die 200-Tage-Linie (12.147) unterschritten. Bemerkenswert im Zusammenhang mit dem vielbeachteten Durchschnitt sei, dass dieser nicht mehr ansteige. Weitere Supports seien bei 11.991 und 11.930 Punkten zu finden. (19.06.2020/ac/a/m)




 
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