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Fr, 14. August 2020, 3:04 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Luft wird dünner


18.06.20 07:45
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Gestern gelang es dem DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) mit einem moderaten Kursplus in Höhe von 0,54 Prozent bei 12.382,44 Zählern aus dem Handel zu gehen, so die Analysten der Helaba.

Erneut hättten sich Hoffnungen gehalten, dass sich die Wirtschaft schneller als bisher angenommen erholen könnte. Auch hätten die Marktteilnehmer darauf gesetzt, dass die Regierungen weitere Konjunkturpakete ins Leben rufen würden. Die Aussage von FED-Chef Powell, er halte dies für notwendig, habe dazu beigetragen. Allerdings wäre es auch denkbar, die Gemengelage weniger optimistisch zu beurteilen.

Beispielsweise sei der Autoabsatz im Mai in Europa um 52 Prozent eingebrochen. Wie aus Branchenkreisen zu hören sei, würden sich bereits jetzt sehr viele Autohändler in einer existenzbedrohenden Situation befinden. Die sicherlich gut gemeinten Absichten der Bundesregierung, speziell Elektroautos zu fördern, könnte zudem das Ziel verfehlen, da die Industrie wohl nicht über ausreichende Kapazitäten verfüge, um die dadurch steigende Nachfrage zu decken. Angesichts der Herausforderungen in der Branche überrasche es nicht, dass Aktien der Autohersteller gestern zu den größeren Verlierern gezählt hätten.

Auch das Thema Corona könnte wieder eine größere Rolle spielen. In Schweden sei die Zahl der Corona-Toten über 5.000 geklettert, mehr als 54.000 Infektionen seien nachgewiesen. In den USA würden die Todeszahlen mittlerweile die der im ersten Weltkrieg Gefallenen übertreffen. In Indien und Brasilien würden die Infektionszahlen weiter ansteigen, auch China kämpfe gegen neue Fälle. Ein aus Europa stammender Lachs solle nach Aussagen aus Peking für die neuen Virusfälle verantwortlich sein.

Am Freitag sei großer Verfalltermin an den Terminbörsen. Die Mehrzahl der offenen Positionen bewege sich um den 12.000er-Strike. Insofern könne nicht ausgeschlossen werden, dass bis zum Settlement am Freitag von Akteuren versucht werden könnte, den DAX in diese Richtung zu drücken.

Charttechnik

Positiv aus charttechnischer Sicht sei, dass sich der DAX weiterhin über eine Reihe wichtiger Marken wie beispielsweise die 200-Tage-Linie (12.147) etablieren könne. Andererseits sei der Index wiederholt an der Marke von nun 12.523 Zählern und einem Fibonacci-Level (12.487) gescheitert. Zudem falle auf, dass das Hoch vom Dienstag nicht mehr habe übertroffen werden können. Bemerkenswert sei außerdem, dass verschiedene Indikatoren das letzte Zwischenhoch nicht bestätigen würden und zum Teil sehr deutliche, negative Divergenzen aufweisen würden. Der Richtung Süden tendierende CMO (Chande Momentum Oscillator) passe ebenfalls nicht ins Bild. Damit steige das Risiko, dass es kurzfristig zu einem Rücksetzer komme, dessen erste Kursziele bei 12.147 und 11.930 Zählern zu definieren seien. Für diese These spreche auch, dass gestern das Volumen bei den Verliereraktien (bezogen auf den deutschen Gesamtmarkt) höher ausgefallen sei als bei den Gewinnern. Weitere Unterstützungen seien bei 12.286 und 12.194 zu finden. (18.06.2020/ac/a/m)





 
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