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Do, 2. Juli 2020, 17:34 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Maximales Korrekturlevel erreicht


28.05.20 08:45
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Für den DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) scheint es kein Halten mehr zu geben, da die Optimisten weiterhin den Takt bestimmen, berichten die Analysten der Helaba.

Auch seien weitere wichtige Chartmarken, zumindest temporär, übersprungen worden. Letztendlich habe ein Kursplus in Höhe von 1,33 Prozent auf 11.657,69 Zähler verbucht werden können. Ein wesentlicher Anteil der heutigen Performance des deutschen Leitindex sei auf die deutlichen Gewinne der drei Autobauer Daimler (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, Nasdaq OTC-Symbol: DDAIF), BMW (ISIN: DE0005190003, WKN: 519000, Ticker-Symbol: BMW, NASDAQ OTC-Symbol: BAMXF) und Volkswagen (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) zurückzuführen gewesen. Diese hätten allein 108 Punkte zum DAX-Anstieg beigetragen. Lange Zeit seien auch die Anteilsscheine der Lufthansa (ISIN: DE0008232125, WKN: 823212, Ticker-Symbol: LHA, Nasdaq OTC-Symbol: DLAKF) unter den größten Gewinnern zu finden gewesen. Zwischenzeitlich sei es für die Airline-Papiere um mehr als neun Prozent aufwärts gegangen, bevor die Nachricht, dass der Aufsichtsrat die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets über neun Milliarden vertagt habe, die Gewinne wieder eliminiert habe.

Für Rückenwind am Gesamtmarkt hätten die Pläne der EU-Kommission für einen Wiederaufbaufonds mit einem Volumen von 750 Mrd. Euro gesorgt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu überwinden. Insgesamt dränge sich der Eindruck auf, als würden derzeit sämtliche Risiken vom Markt ausgeblendet. Seien es die Spannungen zwischen den USA und China, die Hongkong-Krise, eine mögliche zweite Corona-Welle oder die Möglichkeit, dass sich die Dinge nicht so entwickeln würden, wie angenommen - siehe Lufthansa.

Sinnvoll erscheine es zudem, nicht nur auf den DAX zu schauen. Gestern habe der MDAX 1,16 Prozent verloren, während es für den TecDAX (ISIN: DE0007203275, WKN: 720327) um über zwei Prozent abwärts gegangen sei. Offensichtlich würden in der zweiten Reihe bereits Einsätze vom Tisch genommen und Kursgewinne gesichert. Das US-Beige Book habe gezeigt, dass die wirtschaftliche Aktivität in allen Distrikten zurückgegangen sei - in den meisten deutlich. Der DAX werde heute mit Kursgewinnen in den Handel starten.

Wie nach dem Verlauf der letzten Tage zu erwarten gewesen sei, habe der DAX weitere Hürden hinter sich gelassen. Teilweise lediglich intraday wie beispielsweise die 144-Wochen-Regression (11.661), das 61,8%-Retracement (11.678) oder den 200-Tage-EMA (11.725), andere wie die 100-Tagelinie (11.589) auf Schlusskursbasis. Zuletzt sei an dieser Stelle betont worden, dass es die Widerstände in sich hätten, was sich bewahrheitet habe. Nicht allein deshalb versprechen die kommenden Tage aus charttechnischer Sicht spannend zu werden, so die Analysten der Helaba. Mit dem Überwinden der 11.600er-Marke sei ein harmonisches Muster komplettiert, und mit dem 61,8-Retracement das maximale Korrekturlevel erreicht worden. Insofern werde sich zeigen müssen, ob es sich um mehr als "nur" eine Korrektur innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends gehandelt habe. Supports würden sich bei 11.604, 11.540, 11.478, 11.430 und 11.371 Zählern finden. Widerstände würden sich bei 11.815, 11.920, 11.980, 12.015 Punkten definieren lassen. Die 200-Tagelinie verlaufe bei 12.105. (28.05.2020/ac/a/m)




 
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