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Fr, 14. August 2020, 1:28 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Ölmarkt-Erholung hilft


23.04.20 10:00
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nach dem größten Kursverlust seit fünf Wochen am Vortag erholte sich der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) gestern wieder etwas, berichten die Analysten der Helaba.

Schlussendlich sei der Index mit einem Plus in Höhe von 1,61 Prozent bei 10.415,03 Zählern aus dem Handel gegangen. Kurzfristig sei etwas Optimismus an den Aktienmarkt zurückgekehrt. Dies sei der Hoffnung geschuldet gewesen, dass in vielen Ländern der Corona-Hochpunkt überschritten zu sein scheine und sich damit die wirtschaftliche Situation etwas entspannen könnte. Auch habe ein weiteres US-Konjunkturpaket im Volumen von 480 Milliarden Dollar, das der Senat verabschiedet habe, für Rückenwind gesorgt.

Zudem habe sich die Erholung an den Ölmärkten positiv bemerkbar gemacht. Der EURO STOXX Oil & Gas-Index sei gestern um 4,59 Prozent geklettert und habe damit die Gewinnerliste angeführt. Trotz der temporären Aufhellung bleibe die Lage rund um den Rohstoff schwierig. Die weitere Entwicklung am Ölmarkt sei nicht zuletzt für die Aktienmärkte von Bedeutung, zumal auch viele Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen würden. Auch sollte nicht vergessen werden, dass die Öl- und Gasindustrie ein großer Arbeitgeber sei. Laut Daten von Statista (Stand 2018) habe PetroChina (ISIN: CNE1000003W8, WKN: A0M4YQ, Ticker-Symbol: PC6, Hong Kong-Symbol: 0857.HK) als größtes Unternehmen 476.000 Beschäftigte, Gazprom (ISIN: US3682872078, WKN: 903276, Ticker-Symbol: GAZ, Nasdaq OTC-Symbol: OGZPY) 466.000 und Sinopec (ISIN: CNE1000004C8, WKN: A0M4Y5) 423.000. Zum Vergleich: Bei Total (ISIN: FR0000120271, WKN: 850727, Ticker Symbol: TOTB, EN Paris: FP, Nasdaq OTC-Symbol: TTFNF) seien es 104.000, Royal Dutch Shell (ISIN: GB00B03MLX29, WKN: A0D94M, Ticker-Symbol: R6C, London: RDSA, Nasdaq OTC-Symbol: RYDAF) habe 82.000 und BP 73.000 Mitarbeiter.

Insgesamt bleibe die Gemengelage herausfordernd: Heute würden die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsstaaten neuerlich über zusätzliche Hilfen für Länder beraten, welche von der Krise besonders betroffen seien. Gestern habe EZB-Chefin Christine Lagarde betont, dass die Notenbank aus rechtlichen Gründen Staatsanleihen nicht unmittelbar von den Regierungen erwerben könne. Auch die Berichtssaison ziehe weiter die Aufmerksamkeit auf sich. In den USA würden heute Zahlen unter anderem von Hershey Foods (ISIN: US4278661081, WKN: 851297) (im Konsensus werde mit einem EPS in Höhe von 1,70 USD gerechnet, während die Flüsterschätzungen von 1,55 USD ausgehen würden), 1St Source (ISIN: US3369011032, WKN: 919913) (0,78), Intel (1,27) und Mattel (ISIN: US5770811025, WKN: 851704, Ticker-SymboL. MTT, NASDAQ Ticker-Symbol: MAT) (-0,38) präsentiert.

Gestern habe der Kaleidoscope-Indikator bei der Chartbesprechung des DAX im Blickpunkt gestanden, da sich ein Cross des Indikators mit der Trigger-Linie, von oben nach unten, abgezeichnet habe. Da dieser vollzogen worden sei, werde es in den kommenden Tagen spannend zu sehen sein, ob - wie in der Vergangenheit häufig passiert - erneut ein zuverlässiges Richtungswechsel-Signal angezeigt werde. Heute stehe auch der Cluster bei 10.371/10.380 im Fokus, da diesem zuletzt ein großer Stellenwert habe zugeschrieben werden können. Gelinge es dem DAX, sich darüber zu etablieren, wäre die Marke von 10.585 Punkten das erste Kursziel. Sollte der Index jedoch erneut abrutschen, würden sich bei 10.279/10.255/10.252 Zählern weitere, markante Unterstützungen finden. Darunter würden sich Supports bei 10.171, 10.090, 9.988 und 9.893 definieren lassen. Die Risiken auf der Unterseite seien trendkonform insgesamt höher zu gewichten. (23.04.2020/ac/a/m)





 
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