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Fr, 14. August 2020, 2:34 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Rücksetzer mit Vorwarnung - unter 12.000


12.06.20 09:50
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Mit Blick auf den deutschen Aktienmarkt drängt sich der Eindruck auf, als würde sich nun die Diskrepanz zwischen den realwirtschaftlichen Daten und der enormen Performance des DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) verringern, berichten die Analysten der Helaba.

Der Anfang dazu habe mit den Kursverlusten am Dienstag, begleitet von einer gleichzeitig zunehmenden Risikoaversion, stattgefunden. Mit dem weiteren Rutsch am Mittwoch sei eine aus charttechnischer Sicht wichtige Wendeformation komplettiert worden, die einen deutlichen Warnhinweis auf weiter drohende Kursverluste geliefert habe, welche am Donnerstag prompt und in einem deutlichen Umfang gefolgt seien. In letzter Zeit habe sich der Eindruck aufgedrängt, als wären die Marktteilnehmer der Meinung, dass es sich bei der Börse um eine Einbahnstraße gehandelt habe. Der FED-Chef Jerome Powell habe am Vorabend von einem "langen und unsicheren Weg" gesprochen, der vor der US-Wirtschaft liegen würde. Auch scheine sich die im Zuge der Corona-Lockerungen aufgekommene Euphorie zu verflüchtigen. Dazu hätten nicht zuletzt die in den USA wieder steigenden Ansteckungsraten beigetragen.

Der DAX sei mit einem Abschlag in Höhe von 4,47 Prozent bei 11.970,29 Zählern aus dem Handel gegangen. Der VDAX (ISIN: DE000A0DMX99, WKN: A0DMX9) sei von 32,59 auf 38,59 angesprungen. Damit sei die bei der 35er-Marke verlaufende Range-Begrenzung durchbrochen und ein Long-Signal generiert worden. Alle DAX-Werte hätten eingebüßt, am deutlichsten die Papiere der Lufthansa (ISIN: DE0008232125, WKN: 823212, Ticker-Symbol: LHA, Nasdaq OTC-Symbol: DLAKF) (-9,09%). Bei der Airline sollten 22.000 Stellen auf der Kippe stehen, zudem drohe der Konkurrenzkampf mit den Low-Cost-Anbietern dem Konzern zuzusetzen.

Der gestern mit hoher Dynamik vollzogene Rücksetzer weise auf Risiken hin, wenngleich anzumerken sei, dass sich dieser zuletzt aus technischer Sicht mit zunehmend auftretenden Warnsignalen abgezeichnet habe. Beispielsweise könnten eine Wendeformation, deutlich negative Divergenzen bei verschiedenen Oszillatoren, die Komplettierung einer harmonischen Bewegung und nicht zuletzt das Nichterreichen der oberen Begrenzung des linearen Regressionskanals angeführt werden. Das erste Kursziel in Form der mittleren Regression (12.145) sei gestern erreicht und gleich durchbrochen worden.

Bemerkenswert sei zudem, dass ein idealtypisches "Island" gebildet worden sei, da es sich bei der Kurslücke von gestern um ein sogenanntes "breakaway gap" handle. Zudem sei mit dem Rutsch unter die 45-Grad Gann-Linie (12.786), das Fibonacci-Level (12.487), die Median Linie von Andrews' Pitchfork (12.180), die 144-Tagelinie (12.035) und eine Strukturprojektion (12.024) ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt worden. Zudem habe gestern ein Preis- und Zeitzyklus geendet. Damit gelte es den Blick weiter nach unten zu richten. Die nächsten Zielmarken seien bei 11.822, 11.678 und 11.603 zu finden, bevor die 11.025er-Marke relevant würde. (12.06.2020/ac/a/m)




 
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