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Do, 13. August 2020, 9:59 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Volatilität könnte hoch bleiben - Sehr spannendes Chartbild


15.06.20 08:03
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nach einem turbulenten Feiertag beruhigten sich die internationalen Aktienindices zum Schluss der letzten Woche wieder, so die Analysten der Helaba.

Die Risk-Off-Stimmung, die nach den eher zurückhaltenden Kommentaren der FED zur wirtschaftlichen Entwicklung verstärkt worden sei, habe den Aktienmarkt an einem wunden Punkt getroffen. Während wirtschaftliche Indikatoren teilweise nur schwache Erholungen nach den Tiefschlägen im März und April aufweisen würden, hätten sich die Aktiennotierungen bereits wieder auf Niveaus erholt, die vor der Corona-Krise gesehen worden seien. Dieser eingepreiste konjunkturelle Optimismus stehe somit auf dem Prüfstand, und ein gewisses Rückschlagpotenzial sei vorhanden. Vor allem in den USA werde es noch eine geraume Zeit dauern, bis die Realwirtschaft das Vorkrisenniveau erreicht habe. Die monatlichen, mitunter beeindruckenden Zuwachsraten sollten über diesen Fakt nicht hinwegtäuschen. So hätten beispielsweise die Pkw-Verkaufszahlen in den USA im Mai um 40 Prozent im Monatsvergleich zugelegt. Mit rund 12 Millionen Stück sei der Wert aber immer noch sehr weit von den gewohnten Niveaus entfernt. Von einer Normalisierung der Lage könne bislang also nicht gesprochen werden.

Nachdem der V-DAX am Freitag auf 42,39 geklettert sei, sei der Ausbruch aus der Range nochmals bestätigt worden. Damit könnte die Volatilität in nächster Zeit hoch bleiben. Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) werde heute mit Kursverlusten in den Handel starten, nachdem sich an den asiatischen Märkten die Angst vor einer zweiten Corona-Welle breitgemacht habe.

Charttechnik

Das Chartbild des DAX stelle sich aktuell sehr spannend dar. Zunächst sei mit einem deutlichen Rücksetzer und der gleichzeitigen Ausbildung eines "Islands" ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt worden, zumal diese Entwicklung auch mit dem Ende eines Preis- und Zeitzyklus zusammengefallen sei. Auch am Freitag habe sich der deutsche Leitindex angeschlagen präsentiert. Dies komme einerseits durch den längsten Docht an einer Tageskerze seit dem 23. März, und andererseits durch das Scheitern an einer bei 12.110 Zählern verlaufenden Strukturprojektion und an der 200-Tage-Linie (12.139) zum Ausdruck. Erneut habe auch ein negatives Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern (379/465) bezogen auf den Gesamtmarkt beobachtet werden können. Da auch die Median Line von Andrews` Pitchfork (12.265) nicht mehr erreicht worden sei, sei ein weiterer Rücksetzer in Richtung von zunächst 11.678/11.674/11.668 sehr wahrscheinlich. Dort sei der 21er Moving Adaptive, ein Retracement, die Lower Median Line und die 144-Wochen-Regression zu finden. Widerstand gehe von den Marken bei 11.783 (200-Tage-EMA), 11.820, 11.890, 11.974 und 12.035 aus. (15.06.2020/ac/a/m)





 
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