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Do, 2. Juli 2020, 17:27 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Wird die Luft dünner?


29.05.20 09:35
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Auch am Donnerstag setzte der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) scheinbar unbeirrt seine Aufwärtsbewegung fort, berichten die Analysten der Helaba.

Am Ende sei ein Plus in Höhe von 1,06 Prozent auf 11.781,13 Zähler zu verbuchen gewesen. Insgesamt würden sich die Kursgewinne seit dem Corona-Tiefststand am 19. März mittlerweile auf rund 42 Prozent summieren. Damit werde deutlich, dass auf dem erreichten Kursniveau bereits sehr viel positive Erwartung eingepreist worden sei und das Potenzial für mögliche Rücksetzer größer werde, wenn sich an den zugrunde gelegten Zukunftsszenarien maßgeblich etwas ändern sollte. Einerseits scheinen viele Investoren notgedrungen auf den fahrenden Zug aufspringen zu müssen, da die Dynamik hinter der laufenden Aufwärtsbewegung unterschätzt wurde, so die Analysten der Helaba. Andererseits nehme gleichzeitig die Nervosität unter den Marktteilnehmern zu, wie ein Blick auf den VDAX (ISIN: DE000A0DMX99, WKN: A0DMX9) als Angstbarometer verrate. Dieser verharre in der Nähe der 32er-Marke, so dass aus technischer Sicht die Ausbildung einer sogenannten Untertasse - diese gelte als Umkehrformation - nicht ausgeschlossen werden könne. Die weiterhin vorhandenen Risiken könnten dazu beitragen.

Die Spannungen zwischen den USA und China würden tendenziell zunehmen, US-Präsident Trump habe erneut davon gesprochen, dass China für den Ausbruch der Corona-Pandemie verantwortlich sei. Zuletzt habe sich auch immer wieder die Angst vor einer zweiten Corona-Welle breitgemacht. Jüngsten Pressemeldungen zufolge könnte diese berechtigt sein, da in China 108 Millionen Menschen in der Provinz Jilin von einem neuerlichen Lockdown betroffen sein sollten. Die Hongkong-Krise habe sich auf die Entwicklung des Ölpreises ausgewirkt, am Aktienmarkt zuletzt aber noch keine Rolle gespielt. Dies scheine sich heute Morgen etwas zu ändern. Der DAX werde mit Kursverlusten in den Handel starten.

Der DAX habe sich zuletzt weiter aufwärts bewegt, wenngleich einige Faktoren Anlass geben würden, die Nachhaltigkeit des laufenden Impulses kritisch zu hinterfragen. Zunächst falle auf, dass es sich bei zwei der letzten drei Tageskerzen um Dojis gehandelt habe. Diese würden in der Regel herrschende Unsicherheiten ans Licht bringen. Auch werde angesichts des kleinen Kerzenkörpers das fehlende Momentum deutlich. Andere Indikatoren wie der CMO würden diese These unterstützen. Aktuell bewege sich CMO seitwärts auf einem Niveau, das bereits im April bei Kursen um 10.700 erreicht worden sei. Bemerkenswert sei zudem die vorliegende, negative Divergenz. Häufig komme es mit Blick auf das nahende Monatsende durch das sogenannte "Window Dressing" zu Sonderbewegungen. Entsprechend werde es zu Beginn des kommenden Monats spannend zu sehen sein, wie viel der letzte Kursanstieg Wert gewesen sei und ob der deutsche Leitindex in der Lage sein werde, das erreichte Kurslevel zu verteidigen. (29.05.2020/ac/a/m)



 
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