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Mo, 21. September 2020, 18:09 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX bleibt schwer berechenbar


26.06.20 08:00
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) startete gestern mit moderaten Kursverlusten, tauchte kurzzeitig unter die 12.000er Marke ab, um letztendlich mit einem Plus in Höhe von 0,69 Prozent bei 12.177 Zählern aus dem Handel zu gehen, so Christian Schmidt, MBA bei der Helaba.

Die Top-Themen seien schnell gefunden gewesen. Allen voran sei natürlich die Insolvenzankündigung von Wirecard (ISIN DE0007472060/ WKN 747206) zu nennen. Dem Unternehmen sei wegen Überschuldung und drohender Zahlungsunfähigkeit keine andere Wahl geblieben. Möglicherweise werde der gesamte Konzern in den Abgrund stürzen, habe es geheißen. Die Aktie sei in einem für einen DAX-Wert historischen Umfang um teilweise mehr als 80 Prozent auf einen Tiefstkurs von 2,50 Euro eingebrochen. Am 17. Juni hätten die Papiere noch über 100 Euro notiert.

Auch der außerordentlichen Hauptversammlung der Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) sei sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt worden. Dem staatlichen Rettungspaket hätten die Aktionäre mit einer überwältigenden Mehrheit von 98,04 Prozent zugestimmt.

Nach den Rekordsteigerungen von Corona-Neuinfektionen in den USA am Mittwoch habe das Thema auch am Donnerstag weiterhin die Märkte belastet. Nicht zuletzt auch deshalb, weil verschiedene Branchen noch immer mit deutlichen Einschränkungen zu kämpfen hätten. Zum Beispiel Disney (ISIN US2546871060/ WKN 855686). So bleibe Disney World auf unbestimmte Zeit geschlossen. Auch der US-Arbeitsmarkt habe weiter zu kämpfen, wie die höher als erwartet ausgefallenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigen würden.

Der DAX werde heute mit Kursgewinnen in den Handel starten. Dennoch sei davon auszugehen, dass der Kampf um die 200-Tagelinie noch nicht final beendet worden sei. Im Tagesverlauf gelte es, die zur Veröffentlichung anstehenden US-Daten zu beachten.

Die Optimisten würden sagen, zum Glück sei der DAX nur kurzfristig unter die 200-Tagelinie abgerutscht, um letztendlich über dem Durchschnitt aus dem Handel zu gehen. Der Pessimist behaupte hingegen, dass eine derart wichtige Unterstützung meistens nicht im ersten Anlauf durchbrochen werde - der zweite Anlauf dafür mit deutlich höherem Momentum vollzogen werde. Getreu dem Motto "der Markt hat immer Recht" gelte es, die kommenden Tage abzuwarten, um mit höheren Eintrittswahrscheinlichkeiten agieren zu können. Gestern habe sich zudem gezeigt, dass auch der 21er Moving Adaptive (11.968) und die Richtung Süden gerichtete 144-Tagelinie (11.953) zu beachten gelten würden. Mit dem heute zu erwartenden Aufwärtsschub zu Beginn des Handels würden die Widerstände bei 12.356 Punkten, 12.379 Punkten und 12.487 Punkten in den Fokus rücken. (26.06.2020/ac/a/m)





 
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