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Do, 13. August 2020, 10:40 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX sehr schwankungsanfällig


21.04.20 08:25
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Zum Wochenauftakt präsentierte sich der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) sehr schwankungsanfällig, berichten die Analysten der Helaba.

Nach einem zwischenzeitlichen Tagestief bei 10.444 sei der Index letztendlich mit einem Plus in Höhe von 0,47 Prozent bei 10.675,90 Zählern aus dem Markt gegangen. Bemerkenswert sei gewesen, dass der historische Einbruch des Ölpreises (es gebe keinen Platz mehr, dass überschüssige Öl zu lagern), zunächst eine untergeordnete Rolle gespielt habe. Nach dem Kassa-Schluss seien jedoch die Verluste beim Future ausgebaut worden, entsprechend negativ falle der heutige Handelsstart aus.

Gestern hätten sich anhand der Neuinfektionszahlen neuerlich Hoffnungen breitgemacht, dass die Corona-Krise eingedämmt werden könnte. Diese seien in vielen Ländern, inklusive den USA, rückläufig. Dennoch habe die Risikoaversion am Markt wieder zugenommen, der VDAX habe sein Tageshoch bei 47,40 markiert. Damit werde ein Ausbruch aus der laufenden Seitwärtsphase nach oben wieder wahrscheinlicher. Ohnehin sei die mittel- und langfristige Tendenz aufwärtsgerichtet. Angesichts des aktuellen Nachrichtenumfelds stelle dies keine Überraschung dar. Beispielsweise habe der niederländische Medizintechnikkonzern Philips (ISIN: NL0000009538, WKN: 940602, Ticker-Symbol: PHI1, EN Amsterdam: PHIA, Nasdaq OTC-Symbol: PHGFF) zum Jahresauftakt wegen Corona einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Auch die Jahresziele hätten revidiert werden müssen.

Laut dem VDMA würden die deutschen Maschinenbauer die Virus-Krise immer deutlicher in Form starker Auftragseinbußen zu spüren bekommen. "Insgesamt melden 45 Prozent der Unternehmen merkliche, 32 Prozent der Befragten sogar gravierende Auftragseinbußen oder Stornierungen", so Reuters. Weiterhin stünden auch die Quartalsberichte im Fokus.

Zuletzt sei hier die Überlegung angestellt worden, dass das kurzfristig noch vorhandene Aufwärtspotenzial durch die Annäherung an das bei 11.025 Zählern verlaufende 50-Prozent-Retracement ausgeschöpft sein könnte. Darüber hinaus habe sich, zumindest in Teilen, die Komplettierung eines Strukturmusters abgezeichnet, dessen relevante Marken bei 10.615/10.681 zu finden seien. Auch der auf Wochenbasis gebildete "Hanging Man" verheiße wenig Positives, ebenso wie die gestern intraday vollzogene Annäherung an den Support-Cluster bei 10.371/10.380 Punkten. Sollte der Cluster heute nachhaltig nach unten durchbrochen werden, müsste mit einer deutlichen Zunahme der Bewegungsdynamik gerechnet werden. In diesem Fall würden die Unterstützungen bei 10.252, 10.097, 10.035, 9.869, 9.513, 9.168 und 8.989 wieder in den Fokus geraten.

Dass der Markt Schwächen in der Breite aufweise, zeige der Blick auf den Gesamtmarkt. Gestern sei das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern zwar positiv ausgefallen, allerdings habe bei den nachgebenden Werten ein deutlich höheres Volumen beobachtet werden können. (21.04.2020/ac/a/m)




 
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