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Mo, 21. September 2020, 18:49 Uhr

Desaster oder Delle: Wie wirkt die Corona-Krise auf die Cashflows der Unternehmen?


24.06.20 15:35
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die aktuelle Wirtschaftskrise wirft ein Schlaglicht auf die Innenfinanzierungskraft der Unternehmen, so die Analysten der Helaba.

Eine zentrale Größe hierfür stelle der Free Cashflow dar. Er zeige die Fähigkeit des Unternehmens, nach der Deckung des operativen Liquiditätsbedarfszinstragende Verbindlichkeiten abzubauen.

Grobe Anhaltspunkte zur Abschätzung dieser Größe könne unter Beachtung der vielfach ausgeprägten saisonalen Besonderheiten eine einfache Hochrechnung des im ersten Quartal erzielten Mittelzuflusses auf das Gesamtjahr 2020 bieten. Zusätzlich haben die Analysten der Helaba auf Sonderfaktoren zurückzuführende Abweichungen des bereinigten Free Cashflows vom Dreijahresmittel berücksichtigt. Im Jahresverlauf sei dabei ein Wechsel vom Krisenmodus zwischen März und Juni in den Normalmodus ab Juli unterstellt.

Die Modellergebnisse der Analysten für die im DAX, MDAX und SDAX gelisteten Non-Financials würden darauf hindeuten, dass die Unternehmen außerhalb des Finanz- und Immobiliensektors im laufenden Jahr insgesamt weiterhin klar positive Netto-Mittelrückflüsse erzielen dürften. Sie würden lediglich von gut 4% auf etwa 3% vom Umsatz abnehmen. Sehr viele Gesellschaften würden somit in der Lage bleiben, ihre Schulden in angemessener Weise zurückzuführen. Konzerne, für die das nicht gelte, würden in erster Linie aus Grundstoffsegmenten, dem Verarbeitenden und dem Konsumgütergewerbe kommen. (24.06.2020/ac/a/m)