Suchen
Login
Anzeige:
So, 15. September 2019, 18:34 Uhr

AGBA Acquisition Limited

WKN: / ISIN: 0

Gold (Tageschart): Das Freitagsphänomen - Chartanalyse


23.08.19 10:25
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Auf der Edelmetallseite hatten wir mehrfach auf die Anomalie des "Friday Gold Rush" hingewiesen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Zum Wochenabschluss neige der Goldpreis zur Stärke, wobei die Freitagsperformance die Wertentwicklung jedes anderen Wochentages deutlich in den Schatten stelle. Auf Basis der Daten dieses Jahrtausends ergebe sich bei einem ausschließlichen Freitagsgoldinvestment ein Ertrag von 5,47% p.a. bei einer Volatilität von 8,37% pro Jahr. Der Charme dieser Strategie ergebe sich nicht zuletzt aus der Trefferquote von 54,7%, d. h. in der Mehrzahl der 951 Fälle steige der Goldpreis zum Wochenabschluss tatsächlich. Damit erreiche die Strategie zwar nicht ganz die Buy-and-hold-Rendite der letzten 20 Jahre von 8,15%. Dafür erfahre die Schwankungsbreite von 17,66% allerdings mehr als eine Halbierung. Als Erklärungsansatz für diese saisonale Anomalie könne der Risikoappetit von Investoren herangezogen werden. Im Vorfeld des Wochenendes würden risikotragende Assets - wie beispielsweise Aktien - tendenziell verkauft und stattdessen möglicherweise der "sichere Hafen" des gelben Edelmetalls angesteuert.

Im zweiten Schritt möchten die Analysten untersuchen, ob sich das "Freitagsphänomen" beim Goldpreis weiter verbessern lasse. Im Rahmen der Intermarketanalyse werde oft unterstellt, dass das Edelmetall von sinkenden Zinsen sowie einem schwächeren US-Dollar profitiere. Vor diesem Hintergrund werde das Longinvestment nur dann getätigt, wenn - gemessen an der Kursentwicklung von Montag bis Donnerstag - entweder die US-Zinsen oder der Greenback im Vergleich zu Euro gefallen sei. In beiden Fällen komme es fast zu einer Halbierung der Trades (495 bzw. 490), während die Trefferquote um rund 1%-Punkt zulegen könne. Neben der Volatilität nehme allerdings auch die Performance ab, die jeweils bei rund 4% p.a. liege. Bessere Risikoparamater würden also durch schwächere Performancekennziffern "erkauft". In Anlehnung an die Intermarketanalyse habe aber auch eine Strategie Charme, die immer freitags auf den Goldpreis setze, wenn im vorherigen Wochenverlauf einer der beiden rückenwindgebenden Faktoren vorliege. Sprich, es werde nicht isoliert auf die Zins- oder die USD-Entwicklung abgestellt, sondern das Goldinvestment werde getätigt, wenn die Zinsen oder die US-Valuta gefallen seien. Letzteres stelle eine dominante Strategie dar.

Seit dem Jahr 2000 führe die "entweder-oder-Strategie" zu 719 Trades, d. h. im Vergleich zu der isolierten Betrachtung der beiden Faktoren "Zins + Währung" ergebe sich wieder eine deutlich höhere Tradingfrequenz. Diese liege allerdings noch um 232 Trade unter der Ausgangsstrategie des "Friday Gold Rush". Gleichzeitig steige die Trefferquote auf gut 56% - ein Resultat, welches die Sinnhaftigkeit der angewandten Filter unterstreiche. Für Anleger seien allerdings regelmäßig die Performanceparameter die Entscheidenden: Bei konsequenter Umsetzung der Strategie seit Beginn des Jahrtausends lasse sich eine Rendite p. a. von 5,56% bei einer Volatilität von 7,51% erzielen. In der Summe führe der vorgestellte Filter zu einer Verbesserung der Wertentwicklung bzw. der Trefferquote, während auf der Risikoseite eine Reduzierung der Handelsfrequenz sowie eine geringe Volatilität festzustellen sei. In Abhängigkeit, ob die US-Zinsen oder der US-Dollar gefallen seien, würden die Ergebnisse also durch die Bank einen Fortschritt im Vergleich zur ursprünglichen Handelsstrategie, jeden Freitag auf die Goldpreisentwicklung zu setzen, darstellen.
(23.08.2019/ac/a/m)



 
13.09.19 , Nord LB
US-Einzelhandelsumsätze: Der Verbraucher ist der L [...]
Hannover (www.aktiencheck.de) - Die heutigen Angaben zu den US-Einzelhandelsumsätzen haben die Analysten der Nord ...
13.09.19 , aktiencheck.de
EU-Kommission: Mehr Sicherheit beim Online-Bankin [...]
Brüssel (www.aktiencheck.de) - Ab morgen (Samstag) gelten neue EU-Vorschriften, die es für die europäischen ...
13.09.19 , aktiencheck.de
Ziele der Bundesregierung: Bis 2030 die Treibhausg [...]
Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Als Industrienation verursacht Deutschland pro Kopf gerechnet mehr als das Doppelte ...