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Di, 27. Oktober 2020, 22:04 Uhr

Volkswagen Vz

WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039

Volkswagen: Nach ordentlichen Juli-Verkäufen sind die Auslieferungszahlen im August wieder schwächer - Aktienanalyse


18.09.20 15:11
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von Analyst Frank Schwope von der Nord LB:

Frank Schwope, Analyst der Nord LB, bestätigt in einer aktuellen Aktienanalyse sein Anlagevotum für die Vorzugsaktie des Autobauers Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF).

Der Autobauer habe heute Auslieferungszahlen für den August sowie für die ersten acht Monate 2020 veröffentlicht.

Alle Märkte hätten prozentual zweistellige Verluste bei den Auslieferungszahlen in den ersten acht Monaten 2020 verzeichnet. Bis auf die Marke Porsche, die sich mit -6,0% recht stark gehalten habe, hätten auch alle Marken klar zweistellige Rückgänge bei den Auslieferungen erlitten. Der August (-6,6% auf 792.200) habe sich in den meisten Regionen recht schwach gezeigt. Während in China erneut ein Plus (3,5%) zu 353.200 Auslieferungen geführt habe, seien in Westeuropa (-16,6% auf 212.100), Nordamerika (-18,7% auf 71.400) und Südamerika (-15,5% auf 48.400) deutlich rückläufige Verkaufszahlen zu verzeichnen gewesen. Bei den Marken habe im August nur Porsche (+7,9%) zulegen können, während die Kernmarke Volkswagen Pkw um 6,5% rückläufige Auslieferungszahlen habe hinnehmen müssen (Audi -2,4%, Skoda -6,8%, SEAT -24,5%).

Nachdem sich der Juli mit einem Rückgang von lediglich 0,2% bei den Auslieferungen recht stabil gezeigt habe, überrasche der schwächere August. Jedoch mache China Hoffnung. Im Reich der Mitte habe der VW-Konzern den 5. ordentlichen Monat in Folge seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und vorübergehenden drastischen Einbrüchen der Auslieferungszahlen (Juli: +4,8%, Juni: -3,9%, Mai: +5,7%, April: +1,0%, März: -35,5%, Februar: -74,0%, Januar: -11,3%) verzeichnet. Wenig überraschend sei zwar auch Volkswagen infolge der Corona-Pandemie im 2. Quartal und im 1. Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht. Allerdings sollte der Autobauer im Gesamtjahr 2020 noch deutlich schwarze Zahlen schreiben. Margen bzw. Gewinngrößen auf dem Niveau des Jahres 2019 seien nach Meinung des Analysten allerdings frühestens wieder 2022 zu erreichen.

Schwope erwarte, dass Auto-Produktion und -Absatz im Jahr 2020 gegenüber dem Jahr 2019 global und branchenweit um 15% -25% einbrechen werde. Für den Volkswagen-Konzern rechne Schwope im laufenden Jahr lediglich mit Auslieferungszahlen zwischen 9,0 Mio. und 9,5 Mio. (2019: 11,0 Mio.) Fahrzeugen, so dass der Konzern vorübergehend auf das Niveau des Jahres 2012 zurückfallen würde. 2021 sollten die Wolfsburger jedoch wieder mehr als 10 Mio. Autos verkaufen können. Jüngste Gerüchte um einen Verkauf von Bugatti oder einen Einstieg bei Sixt würden von der Unsicherheit im Markt bzw. - sollten sie sich bewahrheiten - von der Unsicherheit bei Volkswagen zeugen. Vor einigen Wochen habe es noch Gerüchte um einen Wieder-Einstieg bei der ehemaligen 100%-Volkswagen-Tochter Europcar gegeben.

Beim Flottengeschäft bzw. den Mobilitätsdienstleistungen fahre VW seit Jahren einen Schlingerkurs: Verkauf von Europcar, Einstieg bei Leaseplan, Verkauf von Leaseplan, Einstieg bei Greenwheels, Aufbau von Quicar, Aufbau von WeShare, Aufbau von Moia. Der Schlingerkurs sei Ausdruck von Unsicherheit über die Zukunft, so dass vieles probiert und vieles wieder aufgegeben werde. Wünschenswert wäre hier trotzdem eine stringentere Linie mit klarer Marke. Bugatti allerdings brauche der Konzern keinesfalls.

Frank Schwope, Analyst der Nord LB, bestätigt in einer aktuellen Aktienanalyse seine Halteempfehlung für die Volkswagen-Vorzugsaktie. Das Kursziel werde von EUR 135 auf EUR 140 erhöht. (Analyse vom 18.09.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Offenlegung möglicher Interessenkonflikte bei der NORD/LB nach § 85 Abs. 1 WpHG i.V.m. Art. 20 der MAR sowie Artikel 5 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958 der Kommission vom 9. März 2016 bei der "Volkswagen AG": Keine vorhanden.

Börsenplätze Volkswagen-Vorzugsaktie:

Tradegate-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
143,58 EUR -2,95% (18.09.2020, 14:55)

Xetra-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
143,60 EUR -2,74% (18.09.2020, 14:41)

ISIN Volkswagen-Vorzugsaktie:
DE0007664039

WKN Volkswagen-Vorzugsaktie:
766403

Ticker-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VOW3

Eurex Optionskürzel Volkswagen-Aktienoption:
VO3

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VLKPF

Kurzprofil Volkswagen AG:

Der Volkswagen Konzern (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) mit Sitz in Wolfsburg ist einer der führenden Automobilhersteller weltweit und der größte Autobauer Europas.

Unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen steigerten sich im Jahr 2019 die Auslieferungen von Konzernfahrzeugen auf 10,97 Millionen (2018: 10,8 Millionen). Der Pkw-Weltmarktanteil stieg auf 12,9 Prozent an (2018: 12.2 Prozent). Der Umsatz des Konzerns belief sich im Jahr 2019 auf 252,6 Milliarden Euro (2018: 236 Milliarden Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 14,0 Milliarden Euro (2018: 12,2 Milliarden Euro).

Zwölf Marken aus sieben europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen Pkw, Audi, SEAT, ŠKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN. Jede Marke hat ihren eigenständigen Charakter und operiert selbstständig im Markt. Dabei erstreckt sich das Angebot von Motorrädern über Kleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse.

Der Bereich Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen, Lkw und Bussen der Marken Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN, zudem das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen und Dienstleistungen. Die Zusammenarbeit der Nutzfahrzeugmarken MAN und Scania wird in der TRATON GROUP koordiniert. Das Angebot im Bereich Nutzfahrzeuge beginnt bei Pickups und reicht bis zu schweren Lkw und Bussen. Im Bereich Power Engineering wird das Geschäft mit Großdieselmotoren, Turbomaschinen, Spezialgetrieben, Komponenten der Antriebstechnik und Prüfsystemen zusammengefasst.

Darüber hinaus bietet der Volkswagen Konzern ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen an. Dazu zählen die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft sowie das Flottenmanagement.

Der Konzern betreibt in 20 Ländern Europas und in elf Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas 124 Fertigungsstätten. 671.205 Beschäftigte produzieren rund um den Globus Fahrzeuge, sind mitfahrzeugbezogenen Dienstleistungen befasst oder arbeiten in weiteren Geschäftsfeldern. Seine Fahrzeuge bietet der Volkswagen Konzern in 153 Ländern an. (18.09.2020/ac/a/d)





 
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