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Mi, 30. September 2020, 11:54 Uhr

Wirecard

WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060

Wirecard: Weiterer Aufreger - Aktienanalyse


07.08.20 20:46
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Wirecard-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Nikolas Kessler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Anbieters von Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) unter die Lupe.

Im Bilanzskandal bei Wirecard gebe es kurz vor dem Wochenende einen weiteren Aufreger: Laut Medienberichten könnten noch bis Juni 2020 - also kurz vor dem Kollaps des Zahlungsabwicklers - Hunderte Millionen Euro abgeflossen sein. Die Dummen wären einmal mehr die Gläubiger und Aktionäre des Zahlungsabwicklers.

Die deutschen Ermittler in der Causa Wirecard würden vermuten, dass der Konzern unmittelbar vor der Pleite noch Hunderte Millionen Euro an zwielichtige Partner transferiert habe. Zu diesem Zeitpunkt sei Wirecard längst öffentlich mit den Bilanzvorwürfen konfrontiert gewesen.

Wie die "Financial Times" am Freitag unter Berufung auf Insider und interne Dokumente des Zahlungsabwicklers berichte, seien die Gelder womöglich in Form von unbesicherten Krediten an vermeintliche Partnerunternehmen in Dubai, Singapur und auf den Philippinen abgeflossen. Dabei handle es sich teilweise auch um Unternehmen früherer Wirecard-Mitarbeiter sowie Firmen, die zwischenzeitlich ebenfalls pleitegegangen seien.

Im März 2020 - also wenige Monate vor der Insolvenz von Wirecard - habe der Zahlungsabwickler insgesamt 870 Millionen Euro an Geschäftspartner in Asien verliehen, wobei sich die Mittelabflüsse aus dem Mutterkonzern im ersten Halbjahr 2020 noch einmal beschleunigt hätten. Damals sei bereits die eigens in Auftrag gegebene Bilanz-Sonderprüfung durch KMPG gelaufen.

Die fraglichen Transaktionen seien nun Gegenstand der Ermittlungen gegen Ex-Vorstandschef Markus Braun und drei weitere Manager, die derzeit in Untersuchungshaft sitzen würden. Ihnen werde unter anderem "gewerbsmäßiger Bandenbetrug" zur Last gelegt.

Als Wirecard Insolvenz angemeldet habe, habe das Unternehmen angegeben, dass die Konten leer seien. Laut der "Süddeutschen Zeitung" stehe der Verdacht im Raum, dass die Hausbanken von Wirecard systematisch geplündert worden seien - darunter auch die Commerzbank. Das Institut sei Teil eines Banken-Konsortiums gewesen, das dem DAX-Konzern vor zwei Jahren insgesamt 1,8 Milliarden Euro geliehen habe - und müsse deshalb nun wahrscheinlich bis zu 200 Millionen Euro abschreiben. (Analyse vom 07.08.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Wirecard-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
1,80 EUR -3,16% (07.08.2020, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
1,7702 EUR -1,66% (07.08.2020, 20:41)

ISIN Wirecard-Aktie:
DE0007472060

WKN Wirecard-Aktie:
747206

Ticker-Symbol Wirecard-Aktie Deutschland:
WDI

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Wirecard-Aktie:
WRCDF

Kurzprofil Wirecard AG:

Die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) ist einer der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Outsourcing- und White-Label-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Wirecard unterstützt Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen aus allen Vertriebskanälen anzunehmen. Über eine globale Multi-Channel-Plattform stehen internationale Zahlungsakzeptanzen und -verfahren mit ergänzenden Lösungen zur Betrugsprävention zur Auswahl.

Für die Herausgabe eigener Zahlungsinstrumente in Form von Karten oder mobilen Zahlungslösungen stellt die Wirecard Gruppe Unternehmen die komplette Infrastruktur inklusive der notwendigen Lizenzen für Karten- und Kontoprodukte bereit. Die Wirecard AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (DAX, TecDAX). (07.08.2020/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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