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So, 19. Mai 2019, 23:12 Uhr

Wirecard

WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060

Wirecard: Zahlungsdienstleister kommt nicht aus der Schusslinie - Aktienanalyse


14.03.19 23:31
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Wirecard-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Nikolas Kessler, Redakteur des Anlegermagazins "Der Aktionär", nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Anbieters von Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) unter die Lupe.

Das Aschheimer Unternehmen komme nicht aus der Schusslinie. Während die Anleger gespannt auf den Abschlussbericht der Compliance-Untersuchung bei der Tochter in Singapur warten würden, würden die dortigen Behörden nun offenbar das Indien-Geschäft von Wirecard ins Visier nehmen. Konkret gehe es um eine Übernahme aus dem Jahr 2015.

Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichte, werde von den Behörden in Singapur gegen Wirecard-Mitarbeiter und mehrere Gesellschaften des Konzerns wegen möglicher strafbarer Handlungen ermittelt, darunter Geldwäsche und Dokumentenfälschung. Neben Gesellschaften in Hongkong, Malaysia, Indonesien und auf den Philippinen werde auch das indische Unternehmen Hermes I Tickets explizit genannt. Die Gesellschaft habe den Hauptteil der 2015 von Wirecard gekauften Firmengruppe Great Indian (GI) Retail Group gebildet.

Es sei nicht das erste Mal, dass die Übernahme auf dem Subkontinent für Schlagzeilen sorge. Bereits kurz nach Bekanntgaben des Deals sei Kritik an der Höhe des Kaufpreises laut geworden - rund 230 Mio. Euro plus bis zu 110 Mio. Euro bei Erreichen bestimmter Zielvorgaben habe sich Wirecard den Zukauf kosten lassen. Damit sei es die bislang größte Übernahme des deutschen Unternehmens gewesen.

Im Januar 2018 habe der Finanz-Journalist Roddy Boyd mit der von ihm gegründeten Southern Investigative Reporting Foundation (SIRF) Ungereimtheiten bei der Übernahme in Indien thematisiert. So sei das Unternehmen bei einem gescheiterten Übernahmeversuch im Jahr zuvor nur mit 46 Mio. Euro bewertet worden. Zudem habe er den Verdacht geäußert, dass ein Großteil des Kaufpreises im Zuge der Transaktion bei einem Mittelsmann - einem Fonds mit Sitz auf Mauritius - versickert sein könnte. Seinerzeit sei der SIRF-Report als weitere Short-Attacke gegen das DAX-Unternehmen verbucht worden.

Die Inhalte bezüglich der indischen Transaktion "sind nicht neu und wurden bereits mehrfach auch durch externe Prüfungen widerlegt", habe Wirecard den Artikel gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX kommentiert. "Auch soweit die jetzige Untersuchung in Singapur Transaktionen in Indien betrifft, können wir noch einmal bestätigen, dass die interne Untersuchung alle Vorwürfe entkräftet hat."

Dennoch habe die Wirecard-Aktie ihren Tagesverlust im nachbörslichen Handel ausgeweitet - schlechte Vorzeichen für den morgigen Handelsstart. Investierte Trader, die auf eine Erholung der Aktie spekulieren würden, sollten daher den Stoppkurs der Comeback-Wette bei 99 Euro im Auge behalten, so Nikolas Kessler, Redakteur des Anlegermagazins "Der Aktionär", in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 14.03.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Wirecard-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
115,10 EUR -3,03% (14.03.2019, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
110,85 EUR -8,62% (14.03.2019, 22:25)

ISIN Wirecard-Aktie:
DE0007472060

WKN Wirecard-Aktie:
747206

Ticker-Symbol Wirecard-Aktie Deutschland:
WDI

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Wirecard-Aktie:
WRCDF

Kurzprofil Wirecard AG:

Die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) ist einer der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Outsourcing- und White-Label-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Wirecard unterstützt Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen aus allen Vertriebskanälen anzunehmen. Über eine globale Multi-Channel-Plattform stehen internationale Zahlungsakzeptanzen und -verfahren mit ergänzenden Lösungen zur Betrugsprävention zur Auswahl.

Für die Herausgabe eigener Zahlungsinstrumente in Form von Karten oder mobilen Zahlungslösungen stellt die Wirecard Gruppe Unternehmen die komplette Infrastruktur inklusive der notwendigen Lizenzen für Karten- und Kontoprodukte bereit.

Die Wirecard AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (DAX, TecDAX). (14.03.2019/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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