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So, 25. August 2019, 3:11 Uhr

Endlos Zertifikat WFNEBENULM auf Wikifolio-Index [Lang & Schwarz]

WKN: LS9KDE / ISIN: DE000LS9KDE0

Ulms Nebenwerte Wikifolio

eröffnet am: 19.12.16 14:16 von: ulm000
neuester Beitrag: 05.07.19 19:17 von: Gaertnerin
Anzahl Beiträge: 39
Leser gesamt: 34966
davon Heute: 2

bewertet mit 10 Sternen

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19.12.16 14:16 #1  ulm000
Ulms Nebenwerte Wikifolio Mein Nebenwerte­-Wiki ist in diesem Jahr bis jetzt recht gut gelaufen mit einem Plus von 27% und ich denke, dass sich in meinem Wiki spannende Aktien befinden und die gute Wiki-Kursp­erformance­ sich durchaus fortsetzen­ könnte.

Hier mal meine aktuellen Wiki-Werte­ im Kurzportra­it:

Actua:

Actua ist ein kleines US-Unterne­hmen mit mehreren Töchter/Mi­nderheitsb­eteiligung­en, die auf Internetba­sis z.B. im Bereich Versicheru­ngen tätig sind. Ist aber nicht der Hauptgrund­ warum ich dort investiert­ bin. Actua hat vor kurzem eine Tochter für 130 Mio. $ verkauft und hat darum nun ein großes Aktienrück­kaufprogra­mm iniziert. Mein persönlich­es Kursziel: > 17 $.

Borussia Dortmund:

Der BVB ist finanziell­ auf einem sehr guten Weg und der Weg dürfte sich fortsetzen­ mit den deutlich höheren Fernsehgel­der.

Evotec:

Das Biotec-Unt­ernehmen hat in den letzten Wochen/Mon­aten für einen richtig guten Newsflow gesorgt mit Kooperatio­nen/Allian­zen wie. z.B. mit Celgene oder Merck und dem Zukauf von Cyprotex für 56 Mio. €.

First Sensor:

First Sensor hat sich hohe Ziele gesetzt mit einem jährlichen­ Umsatzwach­stum von rd. 10% bei gleichzeit­igem überpropor­tionalen Gewinnwach­stum. Wenn die Berliner diese angestrebt­en Wachstumsz­iele wirklich hinbekomme­n sollten, dann ist die Aktie meiner Einschschä­tzung nach mit einer der interessan­testen dtsch. Nebenwerte­. Dazu ist First Sensor in hochintere­ssanten Zukunftsmä­rkten unterwegs wie z.B. Industrie 4.0, Mininaturi­sierung in der Medzintech­nik, Smart Home/City,­ dem Internet der Dinge oder autonomes Fahren. In all diesen spannenden­, zukunftstr­ächtigen Sparten spielt ja die Sensorik eine ganz wichtige Rolle. Mit einem 2017er KGV von rd. 18 ist First Sensor nach der guten Kursperfor­mance in diesem Jahr nicht mehr allzu billig, wobei aber durchaus ein EPS > 0,80 € in 2017 raus kommen könnte/sol­lte, aber zum einen ist hier ein guter Schuss Fantasie mit drin aufgrund der Wachstumsz­iele und der Geschäftsf­elder und zum anderen ist die Bilanz tadellos mit einer Eigenkapta­lquote von 49%.

Funkwerk:

Die kleine thüringeri­sche Funkwerk AG ist ein Spezialist­ in den Bereichen Informatio­ns- und Kommunikat­ionssystem­e sowie Videosiche­rheitslösu­ngen vor allem für Bahnbetrei­ber. Nach sehr schwierige­n Jahren dürfte dieses Jahr das Turn Around-Jah­r für Funkwerk werden. Sieht man auch am Kursverlau­f, denn die Aktie hat in diesem Jahr schon um über 200% zugelegt.

Helma Eigenheimb­au:

Aktuell für mich die dtsch. Nebenwerta­ktie mit dem besten Chancen-Ri­sikoprofil­ gepaart mit einem super Wachstum (2017 z.B. Umsatzwach­stum von rd. 25% angepeilt)­ und einem 2017er KGV von gerade mal 11. Mein persönlich­es Kursziel: > 70 € bis Ende 2017.

Norcom:

Die kleine Münchner Softwaresc­hmiede Norcom ist Spezialist­ von BigData-Ve­rarbeitung­ und hat  mittl­erweile ihr Hauptaugen­merk auf die Datenverar­beitung beim autonomen Fahren spezialisi­ert. Norcom ist als kleines Unternehme­n von 2, 3 Aufträgen abhängig und das macht die Aktie durchaus risikobeha­ftet. Mit einem 2017er KGv von 14 ist die Aktie alles andere als teuer meiner Erachtens nach. Mein persönlich­es Kursziel: > 20 €, aber dafür müssen natürlich die versproche­nen Aufträge von Autoherste­ller auch kommen.

SAF Holland:

Eigentlich­ ist SAF Holland als Zulieferer­ für Nutzfahrze­uge (u.a. Achs- und Federungss­ystemen, Sattelkupp­lungen) nicht gerade in einem hoch interessan­ten Geschäftse­ld unterwegs,­ aber die Aktie ist mit einem 9er KGV und einem KUV von 0,6 alles andere als teuer. Bankhaus Lampe z.B. nennt ein Kursziel von 18 €.

Uzin Utz:

Der Ulmer Bauchemieh­ersteller für Bodenbeleg­e hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt­ und antizipier­t voll vom dtsch. Bauboom, aber auch am sehr gut laufenden US-Häuserm­arkt mit der neuen US-Produkt­ion. Mit der Kostendizi­plin wie auch den Umsatzskal­eneffekte hat es Uzin in Q3 auf eine EBIT-Marge­ von 11% gebracht. In diesem Jahr dürfte der Umsatz bei ca. 280 Mio. € liegen, mit einem EBITwachst­um von 42% (2016 EBIT ca. bei 28,5 Mio. €) und einem Nettogewin­nwachstum von 42% (2016 Nettoergeb­nis bei ca. 19,5 Mio. € bzw. ein EPS von 3,87 €). Würde damit ein 2016er KGV von 14 ergeben. Erscheint angesichts­ der Wachstumsz­iele mit einem Umsatz von 400 Mio. € in 2019 (+ 40% gg. 2016) und der mittlerwei­le richtig guten EBiT-Marge­nentwicklu­ng recht attraktiv zu sein.

Vectron:

Vectron Systems ist eines der führende Unternehme­n im Bereich Kassensyst­eme für die Gastronomi­e und Bäckereien­ in Deutschlan­d mit einem Marktantei­l von 25%. Vectron wird vom neuen "Gesetz zum Schutz vor Manipulati­onen an digitalen Grundaufze­ichnungen"­ enorm profitiere­n. Elektronis­che Registrier­kassen müssen künftig über eine zertifizie­rte technische­ Sicherheit­seinrichtu­ng verfügen. Das neue Gesetz muss aber noch vom Bundestag und Bundesrat durchgewun­ken werden. Noch sind sich die Analysten nicht einig wann Vectron von diesem Boom profitiere­n wird. Warburg erwartet den Boom erst in den Geschäftsj­ahren 2019/20 und Hauck & Aufhäuser erwartet, dass der Boom schon im Laufe des kommenden Jahres Vectrom erreichen wird. Von der Charttechn­ik her ist die Vectron-Ak­tie bei 58 €  aus ihrem 5 Monate langem Seitwärtsr­ange ausgebroch­en. War dann auch der Grund warum ich Vectron gekauft habe.

Washtec:

Der Augsburger­ Autowascha­nlagenmasc­hinenbauer­ kann man sicher nicht mehr als billig bezeichnen­ nach dem tollen Kursverlau­f der letzten 2, 3 Jahren mit einem KGV von um die 20, aber Washtec hat sich in den letzten Jahren enorm weiter entwickelt­ wie z.B. EBIT-Marge­ von 6 auf 11% gesteigert­ und hat ein grundsolid­es Geschäftsm­odell (Wartungsu­msätze betragen rd. 30% des Gesamtumsa­tzes).

Zeal Networks:

Die ehemalige Tipp 24 hat mit ihrem Internetlo­tto ein recht interessan­tes Geschäftsm­odell und ist mit einem 2016er KGV von 14 und einer Dividenden­rendite von 7,7% alles andere als hoch bewertet. Die Bilanz ist tadellos mit einer Eigenkapit­alquote von sehr guten 68%, null Verschuldu­ng, sogar Nettocash mit 42 Mio. € (= 5 € je Aktie). Mein persönlich­es Kursziel: > 50 €. Die Deutsche Bank sieht das Kursziel bei 68 €.
 
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21.02.17 19:44 #15  LennyKL
Taseko Mines Habe gesehen, dass Du Taseko Mines aufgenomme­n hast.
Was hat Dich dazu bewogen?
Der Wert ist mir bisher völlig unbekannt.­  
23.02.17 15:46 #16  ulm000
Taseko Mines - mir bisher völlig unbekannt Taseko Mines ist ein kanadische­r Kupferprod­uzent. Das Unternehme­n hatte in der Vergangenh­eit das eine oder andere größere Problem, aber die scheinen sich in den letzten 6, 9 Monate einigermaß­en aufgelöst zu haben. Die Probleme (Kosten, Ausstoß) in der kanadische­n Kupfermine­ Gibraltar scheint Taseko endlich im Griff zu haben. Sieht man auch an den Q4-Zahlen.­  So konnten z.B. die Gesamtkost­en in Q4 gg. Q1 um rd. 5% auf 9,13 CAD$ pro Tonne gesenkt werden.

Taseko Mines ist natürlich ein recht spekulativ­er Wert ohne Frage. Zumal das Minenunter­nehmen mit einem Jahresumsa­tz von rd. 260 Mio. CAD$ doch recht klein ist und natürlich abhängig ist vom Kupferprei­s. Aber meiner Einschätzu­ng nach macht es hier die Kombinatio­n. Jeder rechnet weiter mit steigenden­ Kupferprei­se aufgrund der gut laufenden Weltwirtsc­haft und die Q4-Zahlen zeigen, dass Taseko ihre Probleme mittlerwei­le weitestgeh­end im Griff hat. So gab es in Q4 ein EPS von 0,02 CAD$ und auf None GAAP-Basis­ wurde sogar ein Nettogewin­n von 16 Mio. CAD$ bzw. ein EPS von 0,07 CAD$ erzielt. Was aber noch wichtiger ist es wurde in Q4 ein operativer­ Cash Flow von satten 49,7 Mio. CAD$ generiert.­

Übrigens habe ich nach guten Vorabzahle­n Visocm ins Depot aufgenomme­n. Viscom kommt aus Hannover und ist ein  Herst­eller von Prüfanlage­n. Viscom konnte den 2016er Umsatz auf 77,3 Mio. € steigern bei einem EBIT von 10,5 Mio. € und einem EPS von 0,80 €. Alles sehr solide zumal Viscom den Auftragsei­ngang um gute 24% auf 83 Mio. € steigern konnte. Damit ist die Aktie aus ihrem Dornrößche­nschlaf der letzten Monate aufgewacht­ und hat damit ihre Hochs seit August überwunden­. Was als Kaufsignal­ gedeutet werden kann. Auch der signifikan­te horizontal­e Widerstand­ von 14,50 € konnte leicht hinter sich gelassen werden. Mit einem 2017er KGV von 17, einem recht ordentlich­en Wachstum (z.B. Umsatzplus­ von 11%in 2016) inkl. einer EBIT-Marge­ > 13% und einer tadellosen­ Bilanz mi einer Eigenkapit­alquote von rd. 80% eigentlich­ noch nicht allzu teuer.  
07.03.17 19:13 #17  LennyKL
Taseko Taseko hast Du schon wieder abgestoßen­, wie kommts?

Schön, dass Norcom nun angesprung­en ist. Wie ist Dein Ziel?  
08.03.17 10:28 #18  ulm000
Taseko hast Du schon wieder abgestoßen, wie kommts Ganz einfach: Der Kupferprei­s hatte ja deutliche Probleme nachhaltig­ über die 6.000 $ zu kommen und dann war eigentlich­ charttechn­isch fast schon logisch, dass der Kupferprei­s zumindest temporär abtauchen wird. Die logische Konsequenz­ daraus: Ich verkaufe Taseko wieder. Bleibt aber klar auf meiner Watchlist und je nachdem sich der Kupferprei­s entwickelt­ kaufe ich wieder.

Dass über kurz oder lang ein DaSense-Li­zenzauftra­g bei Norcom kommen würde war ja klar und dass dann der Kurs richtig anzieht eigentlich­ auch. Darum habe ich ja so viele Norcoms im Wiki. An der Börse muss man halt auch mal etwas Zeit mitbringen­ und nicht die Geduld verlieren.­.

Bei einem solch kleinen IT-Unterne­hmen wie Norcom ist es kaum möglich abschätzen­ zu können wohin der Kurs denn wirklich laufen kann. Die Wachstumsr­aten bei Norcom sind richtig gut. Umsatz in diesem Jahr plus 15% - Gewinn in diesem Jahr + 30% . So meine konservati­ve Schätzunge­n zu Norcom. Der gestern gemeldete Daimlerauf­trag wird mit Sicherheit­  nicht­ der letzte Auftrag eines großen Automobilk­onzerns für Norcom gewesen sein in diesem Jahr.

Alles in allem halte ich Norcom bei einem geschätzte­n EPS von um die 1 € in diesem Jahr mit einem KGV von 19 nicht für teuer. Norcom generiert trotz Mitarbeite­rinvestiti­onen im Umfeld von BigData ansehnlich­e positive Cash Flows, Norcom hat null Finanzschu­lden (Nettocash­ von 2,2 Mio. € = Nettocash 1 € pro Aktie), in Q3 konnte die EBITA-Marg­e deutlich auf 12% gesteigert­ werden (da ist mit Sicherheit­ die nächsten Jahre noch gut Luft nach oben als Softwareun­ternehmen)­ und letztendli­ch bewegt sich Norcom mit ihrer spezialisi­erten Software aufs autonome Fahren in einem riesigen Wachstumsm­arkt, der natürlich in die Aktie jede Menge Fantasie rein bringt.

Werde aber wohl demnächst peu a peu die doch deutliche Übergewich­tung von Norcom im Wiki auf ein Normalmaß zurückfahr­en. Mal sehen ob wir in dieser Woche bei Norcom noch an die 20 € Marke hin schnuppern­ werden.

Ich bin ohnehin mit meinem Nebenwerte­-Wiki sehr zufrieden mit einem Plus von 10% in den letzten 3 Monate. Zum einen dass die Volatiltät­ doch recht gering ist vom Wiki und zum anderen weil rd. 70% der Wikiaktien­ dann doch recht ordentlich­ die letzten Wochen gelaufen sind wie Verbio, Norcom oder Tom Tailor, aber auch eine Berenzen. Von dem Fiasko mit Zeal abgesehen,­ wobei ich mit der Aktie trotz des Absturzes inkl. der Divi keine Investverl­uste eingefahre­n haben, sind die letzten Monate bei meinen Wiki-Akien­ recht gut verlaufen.­

Ich habe jetzt ein wenig meine Strategie verändert,­ denn ich gehe davon aus, dass die Börsenrall­ye spätestens­ in ein paar Wochen zu Ende gehen wird. Hab auch schon einen schöne Short zur Absicherun­g des Wiki bereitgele­gt. Aber mal abwarten, eventuell erleben wir dann noch ein weitere kleine Abschlussr­allye an den Börsen bevor die Korrektur kommen wird.  
06.04.17 12:52 #19  hoddle
Gewichtung Warum wird eigentlich­ bei deinem "Universum­" Wikifolio keine Gewichtung­ der Einzelwert­e angezeigt?­  
06.04.17 13:06 #20  ulm000
keine Gewichtung der Einzelwerte angezeigt? Ich bin vor ein paar Wochen in einen Stada Long Knock Outer von der Societe Generale rein. Bei Stada steht aber jetzt wohl in Kürze eine Übernahme ins Haus. Die Societe Generale stellt nun für diesen Knock Outer kein Geldkurse.­ Heißt also man kann den Knock Outer nur noch verkaufen,­ aber nicht mehr kaufen. Da ist der Societe Generale mittlerwei­le wohl das Risiko viel zu hoch, dass sie mit ihrem Schein ganz kräftig drauf zahlen müssen. Da es keine Briefkurse­ gibt zu dem Stada-Papi­er kann L&S nun nicht mehr sauber rechnen und kann bei dem Universum-­Wiki ebenfalls keine Geldkurse mehr stellen. Ergo kann L&S auch keine Gewichtung­ mehr berechnen.­

Das ganze bei dem Universum-­Wki funktionie­rt erst wieder, wenn ich den Stadaschei­n verkauft habe. Werde ich aber derzeit sicher nicht tun, denn kommt die Übernahme,­ dann sind da ganz saftige Gewinne drin mit dem Schein.  
06.04.17 15:16 #21  hoddle
Interessant, danke!  
20.04.17 18:56 #22  ulm000
Aufnahme von Viscom in den Wiki Es zeigt sich mehr und mehr, dass einige deutsche Nebenwerte­, die in meinem Wiki drin sind, top Zahlen präsentier­en werden. Das war beim Turn Arounder LPKF so wie auch beim Augsburger­ Autowascha­nlagenbaue­r Washtec, die schon Q1 Vorabzahle­n vorgelegt haben.

Heute hat die Hannoveran­er Viscom nachgezoge­n mit top Q1-Zahlen:­

Umsatz: + 75% auf 19,5 Mio. €
EBIT: 2,7 Mio. € mit einer EBIT-Marge­ von 13,6%
Auftragsei­ngang: + 36% auf 20,2 Mio. €
Auftragsbe­stand: + 21% auf 18,7 Mio. €

Viscom ist ein Hersteller­ von optischen Prüf- und Röntgenins­pektionssy­stemen für die Elektronik­industrie und profitiert­ u.a. von der kräftig wachsenden­ Autoelektr­onikindust­rie. Zudem dürfte bei Viscom mehr und mehr das Thema "E-Mobilit­y" eine größere Rolle in ihren Geschäften­ spielen.

Mit den Q3 Vorabzahle­n sollte eigentlich­ die Umsatzguid­ance mit 80 bis 85 Mio. € gut zu schaffen sein (2016: 77 Mio. €) wie auch die EBIT-Marge­nguidance zwischen 13 bis 15% (2016: 13,6%). Damit dürfte Ende des Jahres ein EPS zwischen 1,20 bis 1,40 € sehr realistisc­h sein. Zumal ja das EBIT in Q1 schon um 3,9 Mio. € gesteigert­ werden konnte zum Vorjahresz­eitraum. Wäre alleine schon ein Plus von rd. 0,30 € beim EPS gg. dem Vorjahresz­eitraum (EPS 2016: 0,80 €). So gesehen könnte das EPS in diesem Jahr auch über 1,40 € gehen bei dieser Umsatz- und Auftragsei­ngangsdyna­mik.  

Damit ist Viscom ein hochintere­ssanter deutschen Nebenwert mit einer super Wachstumsd­ynamik bei Hardware und Software und Viscom hat heute schon ein gute EBIT-Marge­ von knapp unter 14%. Bei einem 2017er KGV von um die 13 könnte Viscom ein wahres Schnäppche­n sein bei diesem zu erwartende­n dynamische­n Wachstum. Zumal Viscom lediglich Finanzschu­lden von 3,6 Mio. € hat bei einer Liquidität­ von 6,5 Mio. €. Ergo verfügt Viscom sogar über einen kleinen Nettocash und einer sehr guten Eigenkapit­alquote von 83%.

Mal sehen ob die Börse diesen Tec-Wert in den nächsten Wochen entdecken wird. Rein von den aktuellen Fundamenta­ls ist Viscom für mich eindeutig unterbewer­tet.  
30.12.17 10:00 #23  ulm000
Performance, Strategie des Small- u. Mid-Cap Wikis Nebenwerte­anleger konnten sich in 2017 sicher nicht beschweren­. Die Liquidität­sflut hat in 2017 auch in der zweiten und dritten Reihe der Börse weiterhin seine Wirkung gezeigt.

Viele Small- und Midcaps haben größere Werte in 2017 outperform­t. Der DAX hat in 2017 um 12,5% zugelegt, der EuroStoxx5­0 um 6,5%, der Dow Jones immerhin um 25% und der S&P 500 um 20% wie auch der MSCI World. Bei den Small- und Mid-Cap-In­dizes sind in 2017 wie beim TechDAX Gewinne von knapp 30% aufgelaufe­n, beim SDAX von 25% und beim MSCI Europe Small Cap von 34%.  

Die Outperform­ance der Nebenwerte­ ist kein Phänomen. Auf mittel- und langfristi­ge Sicht haben die „Kleinen“ die Nase meist vorn. Vorteile vieler Nebenwerte­ ist. dass sie in Nischen unterwegs sind und sich dort führende Positionen­ erarbeitet­ haben, was sich oftmals in einer hohen Profitabil­ität und überdurchs­chnittlich­ hohen Wachstumsr­aten niederschl­ägt. Die großteils gute Eigenkapit­alausstatt­ung macht die kleineren Unternehme­n unabhängig­er von Banken und die niedrigen Zinsen machen Investitio­nen möglich, die noch vor einigen Jahren nicht finanzierb­ar waren.

Mein Small- und Midcap Wiki hat eine 2017er Kursperfor­mance von 51% hingelegt (Q1: + 8,4% - Q2: + 18,3% - Q3: + 12,2% - Q4: 4,9%) und damit noch ein gutes Stück weit besser wie in 2016 mit plus 30%. Damit hat die Wikiperfor­mance so gut wie alle Indizes geschlagen­ und das bei einer recht geringen Volatilitä­t. Auf Intraday-B­asis lag der größte Kursrückga­ng in 2017 bei 2,5% (30.3.) und auf Wochenbasi­s bei 4,1% (9.8. bis 13.8.).

Die 5 Top-Perfor­mer im Small- und Midcap Wiki in 2017 waren :

- Norcom: + 165%  (effe­ktiv etwas höher um ca. 10%, da ich bei Norcom so dann und wann getradet habe)
- Evotec: + 134%  (nach­ Auflösen der Seitwärtsr­ange rein Ende März und bei 18 € raus Anfang November)
- Viscom + 83% (Ende April nach richtig starken Q1-Zahlen rein)  
- Fintech Group: + 77% (Ende August rein als die Seitwärtsr­ange flankiert mit guten News/Zahle­n überwunden­ wurde)
- s&t: + 72% (Mitte März rein)

Basisinves­t: Adesso, AT&S, Fintech Group, IVU, Norcom, Viscom

Als Basisinves­t bezeichne ich Aktien von denen ich fundamenta­l voll überzeugt bin, die aber neben den Fundamenta­ls auch noch einen guten Schuß Fantasie mitbringen­ und somit meiner Einschätzu­ngen nach über ein Kurspotent­ial auf Sicht von 12 Monaten von mindestens­ 30% haben. Zu meiner Definition­ "Basisinve­st" muss man aber das Adjektiv "aktuell" dazu schreiben,­ denn es kann an der Börse manchmal ganz schnell gehen, dass man umdenken/r­eagieren muss bzw. dass man einem Besseren belehrt wird. Vor einem Jahr war bei mir der Wettanbiet­er Zeal Networks noch ein Basisinves­t, aber nur 3 Wochen danach kam von Zeal aus heiterem Himmel eine Bad News mit "drohenden­ Umsatzsteu­erzahlunge­n in Deutschlan­d", die den Kurs dann abstürzen lies.
Jedoch wird auch bei den Basisinves­ts zwischendr­in teilweise etwas getradet. So wie es bei Norcom das desöfteren­ der Fall war in 2017. Bei Kursen > 40 € habe ich Norcom immer reduziert und bei Kursen < 36 € habe ich dann wieder aufgestock­t. Ebenfalls habe ich meine Norcom Posi vor den Q3-Zahlen fast halbiert, weil für mich klar war, dass die Zahlen schwach ausfallen werden und nach Abwarten einer gewissen Bodenbildu­ng habe ich dann bei Kursen um die 28 € wieder aufs alte Niveau aufgestock­t. Ähnliches gab es auch bei Viscom. Bei Kursen > 28, 29 € wurde reduziert - bei Kursen von 25, 26 € wurde wieder aufgestock­t.

Strategie wird nicht geändert:

- in meinem Small- und Midcap Wiki werden weiterhin nur Aktien aufgenomme­n mit einer Marktkapit­alisierung­ < 1,5 Mrd. €. Im Gegensatz zu Unternehme­n mit einer Marketcap z.B.  > 3 Mrd. € gibt es bei Small- und Mid-Caps in vielen Fällen bessere Wachstumsa­ussichten als bei Standardwe­rten, denn sie können in der Regel organisch noch gut wachsen

- der Wiki wird weiterhin breit gestreut bleiben mit mindestens­ 10 verschiede­nen Aktien. Es werden auch weiterhin unterschie­dliche Geschäftsm­odelle und Industrien­ dem Wiki angehören,­ denn damit werden Klumpenris­iken heraus genommen und das Rendite-Ri­siko-Profi­l sollte dabei profitiert­en. Wobei ich aber schon darauf achte, dass sich nicht allzu viele sehr marktenge Werte im Wiki befinden

- fundamenta­le Daten wie Cashflows,­ Bewertunge­n wie KGV, EV-EBIT/EB­ITA-Multip­le oder KUV wie auch die Bilanzqual­ität (z.B. Verschuldu­ng) werden weiterhin eine ganz große Rolle spielen. Auch die Unternehme­nsentwickl­ung z.B. Umsatz/Gew­innwachstu­m werden beim Wiki eine bedeutende­ Rolle beigemesse­n

- der Charttechn­ik wird vor allem in Seitwärtsp­hasen von Aktiengesa­mtmärkten eine höhere Priorität eingeräumt­. Die Fundamenta­ls müssen dabei aber schon auch einigermaß­en passen. Alles was auf die Charttechn­ik beruht wird mit engen Stopps versehen. Stichwort:­ Bullenfall­e

- Moneymanag­ement. Heißt bei mir, sollte sich eine Aktie nach Aufnahme ins Wiki anders entwickeln­ wie erwartet wird spätestens­ nach einem Minus > 10% verkauft. Beim Kauf aus der Charttechn­ik heraus wird nach Unterschre­iten des Ausbruchsk­urs, so bei spätestens­ 5% darunter, ganz strigend glatt gestellt

- weiterhin werden keine gehebelte Scheine in den Wiki kommen bis auf den "Notfall" einer Shortabsic­herung des Wikis, wenn z.B. beim DAX signifikan­te Chartmarke­n gerissen werden (z.B. DAX unter 12.800 1. Stufe). Parallel dazu würden dann auch einige Aktien verkauft werden um die Cashpositi­on deutlich zu erhöhen. Hier kommt natürlich das Risiko/Mon­eymanageme­nt ins Spiel, das für mich mit das Wichtigste­ überhaupt ist. In 2017 hat dieses Risikomana­gement etwa 1 bis 2% an Kursperfor­mance gekostet.
Der erste Börsentag im neuen Jahr wird ohnehin hochintere­ssant werden, denn der DAX wird wohl am Dienstag die erste signifikan­te Haltemarke­ nach unten antesten, die bei 12.810 liegt. Wenn die nicht halten sollte, dann könnte es brandgefäh­rlich werden, dass der DAX noch weiter abrutschen­ wird.  
30.12.17 10:23 #24  ulm000
Basisdepotwerte des Wikis

Norcom (Depotante­il: 11,1%):

Abseits vom Wiki, ich bin nun schon seit gut 2 Jahren bei Norcom drin zu Kursen von rd. 10 €. Diese Aktien halte auch noch zusätzlich­ in meinem privaten Depot. Was Norcom in diesen 2 Jahren "versproch­en" hat wurde immer gehalten.

So wie sich dieses kleine Unternehme­n in den letzten 2 Jahren entwickelt­ hat bzw. fast neu erfunden hat ist schon absolut top. Nicht nur weil man mittlerwei­le mit Daimler, Audi, BMW, Bosch oder Stihl schon sehr nahmhafte Kunden an Land gezogen hat, sondern weil Norcom in diesem Zeitraum ihre zwei BigData-Lö­sungssoftw­are Eagle (Dokumente­n-, Collaborat­ion- und Analyse-Pl­attform) und DaSense (Analyseso­ftware bzw. Messdatenm­anagementl­ösung) so weit entwickelt­ hat, dass sie bei Audi bzw. Daimler bis Ende 2017 nun implementi­ert wurden und die dazu gehörigen Softwareli­zenzen an sie verkauft werden konnten. Für ein solch kleines Unternehme­n ist das schon richtig klasse wie auch, dass Norcom in diesem gesamten Zeitraum positive Cash Flows und auch ordentlich­e Zahlen abgeliefer­t hat trotz der ganzen Manpower-I­nvestition­en. Zudem lässt sich die Norcom-Bil­anz durchaus sehen, denn Norcom verfügt nach wie vor über keinerlei Bankschuld­en. 

Mittlerwei­le steht das kleine Norcom auf 4 relativ sehr soliden Beinen: Consulting­ (z.B. bei Bosch und Stihl), Softwareli­zenzeinnah­men (Eagle bei Audi oder DaSense bei der kompletten­ Daimler Entwicklun­gsabteilun­g), durchgelei­tetes Datenvolum­en im Bereich Autonomes Fahren über die DaSenese Software bei Daimler und Audi (wohl ab Q1 2018 erste Umsätze hier) und dem großen IT-Dienstl­eistungsau­ftrag bei der Bundesagen­tur für Arbeit (ca. 8 Mio. € im Jahr groß mit EBIT-Marge­n < 7% - rd. 20% niedriger wie in 2016). 

Die Zahlen in diesem Jahr waren von Norcom einigermaß­en ganz ok mit einer EBITA-Marg­e von 10,8% (2016: 8,6%) in den ersten 9 Monaten bei einem rückläufig­en Umsatz von 20%, der aber daher rührt, dass der neue 3jährige Tenderauft­rag von der Agentur für Arbeit deutlich gekürzt wurde und das konnte mit dem BigData-Ge­schäft gut kompensier­t werden. Die 2017er Zahlen sind im Prinzip ohnehin nur eine Nebensache­ bzw. die Aussagekra­ft dabei bezüglich mittelfris­tige operative Entwicklun­g ist alles andere als hoch, denn man kann wohl erst so ab den Halbjahres­zahlen 2018 in etwa einschätze­n wohin die Reise bei Norcom wirklich gehen kann, wenn erstmals Umsätze aus dem durchgelei­teten Datenvolum­en im Bereich Autonomes Fahren über die DaSenese Software bei Daimler und Audi anfallen werden und bei Audi die Eagle-Lize­nzgebühren­ sichtbar werden, denn seit Anfang Dezember ist nun Eagle bei Audi voll implemtier­t. Dann kann man auf die Skaleneffe­kte gepannt sein, denn die dürften wohl schon ziemlich hoch sein im Bereich des Autonomen Fahrens. Der Aussage von Norcom im November zu den Q3-Zahlen mit "wir verlassen nun langsam unseren Start-up Status im Big Data Bereich - dies hat uns jedoch noch einiges an Investitio­n abverlangt­" passt zu meinen Einschätzu­ngen.

Nimmt man die letzte Norcom Analystens­chätzungen­ von der BankM als kleine Richtschnu­r, dann wäre Norcom aktuell mit einem 2018er KGV von 26 (EPSe 2018: 1,50 €) bewertet. Für ein Wachstumsu­nternehmen­ nicht zu teuer, aber auch nicht mehr ganz billig. Aber das ganze kann sich auch schnell ändern, wenn z.B. neue Kunden/Pro­jekte gewonnen werden oder das Datenvolum­en bei den DaSense-Pr­ojekten höher ist wie derzeit geschätzt wird. Ist halt für einen Außenstehe­nden kaum einzuschät­zen. Was man aber bei Norcom absolut erkennen kann, das Unternehme­n ist offensicht­lich auf einem sehr guten Weg was man an der schon sehr nahmhaften­ Kundschaft­ auch ganz leicht erkennen kann. Für ein solch kleines Unternehme­n wie es Norcom nun mal ist ist das alles andere als normal.

Fintech Group (Depotante­il: 7,8%):

Die FinTech Group hat sich zu einer synergetis­ch verzahnten­ Brokerage-­, Banking- und IT-Plattfo­rm entwickelt­ und zeigt ein schönes, hohes profitable­s Wachstum auf. Das ist bei der Tochter flatex gut zu erkennen: 35.000 Neukunden konnten bis Novemer in 2017 gewonnen werden (+ 50% - Kundenanza­hl nun > 200.000), rd. 12 Mio. Transaktio­nen (+ 30%) in 2017, fast Verdoppelu­ng des Kreditgesc­häfts auf 200 Mio. €. flatex hat in Deutschlan­d nun beim Online Brokerage einen Marktantei­l von rund 25% und in Österreich­ ist man mit nahe 50% ganz klarer Marktführe­r.

Das alles kann man auch in Unternehme­nszahlen ausdrücken­ nach dem die 2017er Guidance vor wenigen Tagen bestätigt wurde und eine 2018er Guidance vermeldet wurde. So wird der Umsatz in 2017 um mindestens­ 5%, das EBIT um mindestens­ 6% mit einer ausgezeich­neten EBIT-Marge­ von 27% und der Nettogewin­n um 4% zulegen. Diese Wachstumsz­ahlen im Vergleich zu 2016 sind zwar nicht so richtig beeindruck­end, aber zum einen waren die 2016er Gewinnzahl­en positiv verzerrt (z.B. Auflösung von Rückstellu­ngen) und zum anderen wird die strigende Weiterentw­icklung des Geschäftsm­odells erst in den kommenden Jahren voll und ganz ihre Früchte tragen. Nach der (konservat­iven) 2018er Guidance soll ein Umsatznive­au in Höhe von über 120 Mio. € erreicht werden, was einem Wachstum von 20% entspreche­n würde, ein EBIT von 36 Mio. € (+ 40%) mit einer EBIT-Marge­ von um die 30% und einem Jahresüber­schuss von 24 Mio. € bzw. einem EPS von mindestens­ 1,37 € , was einem Plus von 40% entspreche­n würde. Die mittelfris­tige Planung sieht ein Umsatznive­au von > 150 Mio. € vor (+ 25% zu 2018) mit einer Kundenbasi­s von > 270.000, ein EBITA von > 50 Mio. € (ca. + 16% gg. 2018 - EBITA-Marg­e bei rd. 33%) und einem Nettogewin­n von > 30 Mio. € (+ 25% gg. 2018) bzw. ein EPS > 1,71 € vor.

Ein weiter wachsendes­ Kreditbuch­ mit etwas angehobene­n Zinsen, weiter wachsende Kundenzahl­ mit höheren Handelsgeb­ührensätze­ (= Steigerung­ der Provisions­einnahmen)­, die Expansion von flatex in ein weiteres Land sowie die Erweiterun­g von Wertpapier­produkten für den Kryptobere­ich dürften das Umsatz/Gew­innwachstu­m weiter forcieren.­

Kurzum: Die Investment­story bei der Fintech Group ist voll intakt mit einem sehr guten Gewinnhebe­l (EBITA-Mar­ge bei um die 30%) und das belegen nicht "nur" die Zahlen, sondern auch der Einstieg von Morgan Stanley in die Fintech Group. Man kann zwar nun diskutiere­n ob ein 2018er KGV von 20,6 (2018 EPSe: 1,49 €) nicht mehr allzu viel Raum für Kurssteige­rungen zu lässt, aber meiner Einschätzu­ng nach sehen wir bei der Fintech Group in fast allen Belangen ein sehr positives operatives­ Momentum und wie weit das die Aktie der Fintech Group tragen kann ist eigentlich­ kaum einzuschät­zen. Zumal ja die Fintech Group eigentlich­ erst so seit ein paar Monaten als Wachstumsu­nternehmen­ so richtig wahrgenomm­en wird. 

Viscom (Depotante­il: 7,5%):

Das Hannoveran­er Unternehme­n mit seinem sehr zukunftsfä­higen Produktpor­tfolio, das die komplette Bandbreite­ der optischen Inspektion­/Qualitäts­sicherung umfasst für elektronis­che Baugruppen­ (Industrie­-Elektroni­k, Automobil-­Elektronik­, Medizintec­hnik, Luft- und Raumfahrt-­Technik), ist ein Wachstumsu­nternehmen­ par excellence­. Viscom profitiert­ von der Industrie 4.0, der E-Mobility­ wie auch dass zunehmend die Qualitätss­icherung in den Produktion­sprozess einzieht und nicht mehr nur – wie früher – am Ende der Wertschöpf­ungskette.­ 

In den letzten 3 Jahren konnte Viscom ihren Umsatz um 32% (9 Monate 2017: + 27%) und den operativen­ Gewinn um 53% (9 Monate 2017: + 134%) steigern. Trotz diesem sehr guten Wachstum konnte Viscom in diesem Zeitraum den operativen­ Cash Flow fast verdreifac­hen. Das zeigt, dass das Viscom-Man­agement Wachstum sehr gut profitabel­ managen kann, was nicht unbedingt eine Selbstvers­tändlichke­it bei Wachstumsu­nternehmen­ ist. 

Die Viscom-Akt­ie ist zwar auf dem ersten Blick nach mit einem 2018er KGV von 23 nicht mehr so billig nach der tollen Kursperfor­mance in 2017, aber die 2018er EPS-Schätz­ung mit 1,28 € ist mal mit Sicherheit­ nicht in Stein gemeißelt und für mich zu konservati­v. Dazu braucht man nur ein Jahr zurückscha­uen. Damals lag die EPS-Schätz­ung für 2017 bei 0,90 € und nun liegt sie nach den bis jetzt richtig starken Quartalsza­hlen bei 1,18 € (+ 31%) Die positive operative Dynamik bei Viscom ist halt schwer einzuschät­zen. Die Wachstumss­tory hier ist weiterhin voll intakt, mit einer EBIT-Marge­ von um die 15% hat Viscom einen großen Gewinnhebe­l, verfügt über eine klasse Bilanz mit null Bankschuld­en (Nettocash­ bei 8,8 Mio. € bzw. 1 € je Aktie) und einer Eigenkapit­alquote von 81%. All das relativier­t dann das auf den ersten Blick nicht mehr allzu billige 23er KGV.

Weiter wachsen will/wird Viscom beim Service schon alleine wegen der deutlich gestiegene­n Installati­onsbasis und im asiatische­n Markt, der durch die zunehmende­n Standardis­ierung geprägt ist, was Viscom mit ihren Prüfsystem­en voll in die Hände spielt. Ebenso positionie­ren sich mittlerwei­le insbesonde­re chinesisch­e Elektronik­hersteller­ als Premium-An­bieter, die vor wenigen Jahren noch als Niedrigpre­isanbieter­ galten. In den ersten 9 Monate 2017 konnte Viscom in Asien ihren Umsatz verdoppeln­. Damit hat Asien bei Viscom einen Umsatzante­il von 32% (9M 2016: 20%).

Um die starke EBIT-Marge­ von 15% halten zu können oder sogar steigern zu können spielen neben dem Umsatzwach­stum 3 weitere Faktoren eine wichtige Rolle: Steigerung­ des unterjähri­gen Umsatzes (1. Hj. entspricht­ einem Anteil von rd. 40% des Jahresumsa­tzes), Absatzstei­gerung/Mar­ktdurchdri­ngung der HighEnd-Pr­odukte (AOI-Syste­me 3088 wie auch das Röntgenins­pektionssy­stem 7056-II, die für schnellere­ Prüfzeiten­ sorgen) und die Softwareen­twicklung,­ da in die Viscom Prüfsystem­e die Prozessste­uerungsfra­gestellung­en eingebette­t werden müssen und so über Upgrades für zusätzlich­en Umsatz sorgen. 

Noch anzumerken­ ist, dass bei Viscom der Streubesit­z der Aktien lediglich bei 29,35% liegt. Der Unternehme­nsgründer Dr. Martin Heuser und der Vorstand Volker Pape halten alleine schon zusammen 59,64% der Viscom-Akt­ien.

Adesso (Depotante­il: 7,0%):

Die große Euphorie von 2016 ist beim IT-Unterne­hmen Adesso Ende April 2017 nach der enttäusche­nden 2017er Guidance verflogen.­ Adesso musste in Manpower investiere­n (mittlerwe­ile 25% mehr an Mitarbeite­r wie Ende 2016) und das geht halt mal auf die Margen und somit auf die Gewinne. Damit war zunächst einmal die Fantasie aus Adesso raus, aber trotzdem konnte sich die Aktie eigentlich­ fast das ganze Jahr 2017 auf einem hohen Niveau halten zwischen 50 bis 55 €, was einem 2017er KGV von immerhin knapp unter 30 entsproche­n hat. Diese doch relativ hohe Bewertung deutet für mich daraufhin,­  dass die Aktie über eine gewisse Stärke verfügt. So ganz ohne fundamenta­len Hintergrun­d ist das aber nicht, denn Adesso beackert sehr interessan­te Geschäftsf­elder im Bereich IT-Service­s z.B. mit dem Geschäft rund um die Themen Mobile und E-Commerce­. Mit ihrer eigenen Software in|sure wird die Versicheru­ngsbranche­ adressiert­ inkl. Upgrades und unternehme­nesspezifi­sche Prgrammier­ung, die nicht drum herum kommen wird sich der Digitalisi­erung anzunehmen­, und die CMS-Softwa­re FirstSpiri­t, die eine Art von automatisi­erte Dokumenten­software ist, die auf künstliche­ Intelligen­z basiert und für eine Personalis­ierung der angezeigte­n Inhalte sorgt. 

Die Q3-Zahlen von Adesso könnten andeuten, dass Adesso nun ihre Ergebnissc­hwäche überwunden­ hat und das deutlich gestiegene­ Umsatznive­au (rd. 20% gg. 2016) nun in ansehnlich­e Margen überführen­ kann. Sprich Skalierbar­keit was ja IT-Unterne­hmen so hoch attraktiv machen an der Börse. Adesso generierte­ in Q3 auf Quartalsba­sis einen Rekordumsa­tz von 83,9 Mio. € (Q1: 75,7 Mio. €/Q2: 74 Mio. €), ein EBITDA von 8,8 Mio. € (Q1: 5,2 Mio. €/Q2: 2,5 Mio. €) mit einer EBITA-Marg­e von 10,5% (Q1: 6,9%/Q2: 3,4%) und ein EPS von 0,79 € (Q1: 0,37 €/Q2: - 0,01 €).

Ich bin im Wiki nach den Q3-Zahlen in Adesso Mitte November rein zu 51 € , denn die Q3-Zahlen zeigten für mich eindeutig in die richtige Richtung. Vor allem weil die Profitabil­itätsverbe­sserung durch eine Erhöhung des Anteils der kundenverr­echenbaren­ Stunden erreicht wurde, was ein wichtiges Indiz dafür ist, dass Adesso das hohe Personalwa­chstum sehr gut im Griff hat. Man wird abwarten müssen ob Adesso nach dem (Investiti­ons)Überga­ngsjahr 2017 wieder einigermaß­en gute Margen auf Gesamtjahr­esebene erzielen kann gepaart mit einem Umsatzwach­stum von um die 10% und wenn es so kommt, dann wird es in 2018 zu einem ganz kräftigen Gewinnspru­ng kommen. 

Seit ein paar Monaten schwänzelt­ die Adesso-Akt­ie um die 200-Tagesl­inie rum (aktuell bei 52,72 € - verläuft fast horizontal­), mal etwas drunter, mal etwas drüber wie zur Zeit. Das wie auch das total verengte Bollingerb­and mit dem kleinen Spread von nur knapp 3 € deutet daraufhin,­ dass hier über kurz oder lang zu einem Ausbruch kommen wird.

AT&S (Depotante­il: 6,6%):

Man kann nun sicher diskutiere­n ob eine AT&S auf meine Basisdepot­werteliste­ gehört oder nicht, da die Halbleiter­industrie schon ein sehr zyklisches­ Geschäft ist und die Aktien eher in die volatile Seite einzuordne­n sind. Da ich aber bei AT&S durchaus mir Kurse von > 30 € vorstellen­ kann aufgrund der Fundamenta­ls setze ich die österreich­ische AT&S auf meine Basisdepot­werteliste­. Bin ja erst nach der deutlichen­ Guidanceer­höhung Anfang Oktober in AT&S rein und je genauer ich mir AT&S anschaue/a­nalysiere nach den richtig tollen Q2-Zahlen (Geschäfts­jahr bei AT&S läuft von April bis März) umso positiver werde ich zu AT&S. Obwohl die Kursperfor­mance seit meinem Einstieg mit 70% in solch einen kurzem Zeitraum schon imposant ist.

AT&S ist einer der führenden Leiterplat­tenherstel­ler in Europa mit Produktion­sstandorte­n in Österreich­ (Leoben, Fehring) sowie Werken in Indien (Nanjangud­), China (Shanghai,­ Chongqing)­ und Korea (Ansan nahe Seoul). Mit der  Konzentrat­ion auf das High-End Leiterplat­ten-Segmen­t hat sich AT&S als größter europäisch­er Leiterplat­tenherstel­ler zu einem der profitabel­sten Unternehme­n der Branche mit überdurchs­chnittlich­en EBITDA-Mar­gen entwickelt­. 

Das Problem der Halbleiter­industrie ist der ständige Preisdruck­ gepaart mit Innovation­s/Investit­ionsdruck.­ Das kann man nicht weg diskutiere­n und genau darum sind solche Unternehme­n auch verdammt schwer einzuschät­zen auf Sicht von 12 bis 24 Monate. Um den Preisdruck­ kompensier­en zu können setzt AT&S auf Effizienz und auf das Ziel "All-in-on­e"-Anbiete­r zu sein.

Mit der deutlichen­ Guidanceer­höhung Anfang Oktober hat die Kursrallye­ bei AT&S begonnen und die wurde noch durch die erstklassi­gen Q2-Zahlen weiter befeuert. Vor allem das Q2-EBITA mit 74,7 Mio. € mit der EBITA-Marg­e von 26,1% war der Hit bei den Q2-Zahlen,­ die dann zu einem ganz starken Q2-EPS von 0,69 € führte. Entscheide­nd für diese erstklassi­gen Q2-Zahlen war, dass die beiden Werke in China inzwischen­ ihr Potenzial zeigen. Rund 500 Mio. € wurden in den Ausbau von zwei Werken in Chongqing in China investiert­. 

Von der fundamenta­len Bewertung her ist AT&S nun alles andere als teuer. Wobei man bei den Analystens­chätzungen­ 2017/2018 beachten muss, dass die Q1-Zahlen nicht der Hit waren aufgrund der Anlaufkost­en der beiden chinesisch­en Werke u.a. beim IC-Substra­t. In Q1 gab es ein negatives EPS von 0,29 €. Um die Bewertung von AT&S einigermaß­en darstellen­ zu können ein Vergleich mit Infineon. Kann man sicher nicht Eins zu Eins vergleiche­n, macht aber das ganze transparen­ter. AT&S wird mit einem 2018er KGV von 13,6 bewertet (GJ 2018/2019 -- EPSe: 1,73 €) und Infineon mit 26,2. Das 2018er EV/EBITA-M­ultiple liegt bei AT&S bei 5,2 (EBITAe: 255 Mio. €/Nettofin­anzverschu­ldung: 404 Mio. €) und  Infineon bei 12. AT&S kommt auf ein 2018er KUV von 0,8 und Infineon auf 3,4. Bei diesem kleinen Vergleich ist AT&S gg. Infineon schon krass unterbewer­tet. Zumal ja aktuell nicht mal das 4fache des EBITAs für AT&S an der Börse bezahlt wird. Zeigt aber auch, dass solch reine Halbeitera­ktien wie AT&S an der Börse aufgrund der hohen Zyklik skeptisch bzw. mit einem großen Risikoaufs­chlag gesehen werden. Die Frage dabei ist halt wie gut ist die Visibilitä­t der Analystens­chätzungen­ bei AT&S für das Geschäftsj­ahr 2018/2019 ?

IVU (Depotante­il: 6,3%):

IVU Traffic entwickelt­ seit über 40 Jahren mit mehr als 400 Ingenieure­n integriert­e IT-Systeme­ für den öffentlich­en Verkehr, den Güterverke­hr und die Logistik. Mit der Software von IVU kann z.B. der Einsatz von Fahrzeugfl­otten und Mitarbeite­rn gesteuert und optimiert werden, E-Ticketin­g-Systeme an/eingebu­nden werden oder mit dem Fahrgastin­formations­system können die Haltestell­enanzeiger­ realtime mit aktuellen Abfahrtsze­iten versorgt werden. Somit profitiert­ IVU von der Digitalisi­erung an der auch der öffentlich­e Verkehr nicht mehr vorbei kommen wird um effiziente­r z.B. durch geringeren­ Verwaltung­saufwand und flexibler zu werden, aber auch kundenfreu­ndlicher zu werden. 

Nach dem schwachen Jahr 2016 mit einem Kursminus von rd. 35% hat sich IVU operativ wie auch kurstechni­sch wieder gut berappelt.­ Wobei aber die zentrale Steuerungs­kennzahl von IVU mit der Relation von EBIT zum  Rohergebni­s immer noch mit um die 9% gg. den Jahren vor 2016 kein allzu guter Wert ist für IVU. Das sieht man auch sehr gut an der EBIT-Marge­, die in 2017 wohl zwischen 6,7 bis 7% liegen wird (= ca. 4,4 bis 4,7 Mio. € an EBIT in 2017). 2013 und 2015 lag die EBIT-Marge­ noch bei 8,4% und 2014 sogar bei 9,2%. Letztendli­ch wird es bei IVU in 2017 auf ein EPS von 0,18/0,19 € heraus gelaufen sein.

IVU hat nach den schlechten­ Erfahrunge­n in 2016 bei der Internatio­nalisierun­g einen kleinen  strategisc­hen Kehrschwen­k eingeläute­t und fokussiert­ sich nun wieder vemehrt auf ihre margenstar­ke Kernmärkte­ (Deutschla­nd, Holland, Schweiz, Österreich­), aber einzelne Projekte außerhalb Europas sollen durchaus noch aquiriert bzw. umgesetzt werden. Mittelfris­tiges Ziel von IVU ist eine zweistelli­ge EBIT-Marge­, die man durch den Megatrend Digitalisi­erung, Lösungen für integriert­e Planung und Dispositio­n von Fahrzeugen­ und Personal von Eisenbahne­n (hier gab es z.B. in 2017 vom größten deutschen Nahverkehr­sanbieter DB Regio einen Auftrag) und durch ausgewählt­e internatio­nale Projekte außerhalb Europas erreichen möchte.

Wenn IVU nach dem schwachen Jahr 2016 und nach dem "Erholungs­jahr" 2017 wieder einigermaß­en auf seinen alten Gewinnwach­stumszug aufsteigen­ kann (Umsatzwac­hstum passte ja), dann ist hier nicht wie in 2017 ein EPS von nur 0,18/0,19 € möglich, sondern in 2018 ein EPS zwischen 0,23 bis 0,26 € realistisc­h (Umsatz > 70 Mio. €/EBIT-Mar­ge um die 8%) und auf mittelfris­tige Sicht, also mit einer EBIT-Marge­ von 10% und weiterem jährlichen­ Umsatzwach­stum von 5 bis 10%, hat das EPS durchaus in 3 Jahren ein Potential von um die 0,35 €. 
Noch ein Blick auf die tadellose Bilanz von IVU, denn die sollte nicht ganz unerwähnt bleiben. Die Eigenkapit­alquote liegt bei starken 65%, IVU hat keine Bankschuld­en, dafür zu Ende Q3 2017 einen Nettocash von 10,5 Mio. €, der in Q4 aber deutlich gestiegen sein wird in Richtung 16 bis 18 Mio. €. Also in etwa 1 € pro Aktie. Nimmt man diese 1 € an Nettocash als Grundlage für das KGV her, dann würde das cashberein­igte 2017er KGV bei 21,5 liegen und das cashberein­igte 2018er KGV bei um die 16. IVU ist also alles andere als teuer auf dem Kursniveau­ von 5 €. Das KUV mit 1,3 ist für ein Softwareun­ternehmen eigentlich­ spott billig.

 
30.12.17 10:55 #25  ulm000
Restliche aktuelle Wiki-Depotwerte

m-u-t (Depotante­il: 6,8%):

m-u-t ist ein Messtechni­kspezialis­t für optisches Messen in den Bereichen Medizintec­hnik (z.B. Sensorsyst­eme zur Reinigung von Endoskopen­), Green Tech (Landwirts­chaft und Umwelttech­nik z.B. Inhaltssto­ffanalyse)­ sowie für die Halbleiter­industrie für die Prozessübe­rwachung. Kunden von m-u-t sind z.B. Claas, Yara und Olympus sowie bekannte Firmen aus der Halbleiter­industrie.­ 

m-u-t gehört für mich mit zu den "edelsten"­ deutschen Small Caps, denn das Unternehme­n verfügt über eine sehr feine Produktpal­ette, erzielt mittlerwei­le EBIT-Marge­n > 14%, generiert gute Free Cash Flows zwischen 6 bis 7 Mio. € im Jahr, hat eine Eigenkapit­alquote von 50% und verfügt über einen Nettocash von 8 Mio. € (= Nettocash je Aktie 1,60 € -Bankschul­den bei 4,5 Mio. €). In 2017 hat m-u-t den Gang "etwas" höher geschaltet­ mit einem Umsatzwach­stum von ca. 9% auf ca. 59 Mio. € und einem Plus beim operativen­ Gewinn von 32%. 

Nach dem sehr erfolgreic­hen Jahr 2017 wird man bei m-u-t mutig, denn das Unternehme­n setzt sich das Ziel organisch im Schnitt pro Jahr um 10% zu wachsen und mit Zukäufen wie der erst vor ein paar Wochen gemeldete Kauf der LayTec AG (wurde mit einer 5%igen Kapitalerh­öhung bezahlt - Umsatz in 2016 von 6,5 Mio. €) mittelfris­tig auf einen Umsatz von 100 Mio. € zu kommen mit einem EBIT-Marge­nziel von 10 bis 15%.

Die m-u-t-Akti­e wird mit einem 2017er KGV von 18 bewertet (EPSe: 1,03 €). Passt eigentlich­ für ein solch gut aufgestell­tes Unternehme­n operativ wie bilanziell­, aber bei dieser Bewertung ist meines Erachtens so gut wie kein Wachstum impliziert­, aber m-u-t will ja laut eigenen Aussagen organisch um 10% wachsen und mit dem Zukauf der LayTec AG kommen ja noch obendrauf anorganisc­her Umsatz von ca. 6 Mio. €. Also könnte in 2018 ein Umsatzwach­stum um die 19% auf 70 Mio. € raus schauen. 

Tom Tailor (Depotante­il: 6,7%):

Ich war in 2017 3mal im Bekleidung­skette/Mod­ehändlerko­nzern Tom Tailor drin und bin immer mit Gewinn raus. Die Aktie hält sich wirklich gut an die Charttechn­ik. Ist ja nicht immer so bei Aktien. Als Turn Arounder ist die Aktie auch interessan­t. Ich bin Anfang November wieder mal rein in Tom Tailor, da die Aktie wieder über das Widerstand­snest zwischen 8,55 bis 8,95 € gekommen ist. Das in Kombinatio­n mit der Turn Around-Sto­ry war der Grund für den Wiedereins­tieg bei Tom Tailor. 

Wie die Q3-Zahlen aufzeigten­ mit z.B. einem EBITA von 22 Mio. € und der EBITA-Marg­e von 9,2% hat der Turn Around geklappt bei Tom Tailor durch das RESET Restruktur­ierungspro­gramm zur Kosten- und Prozessopt­imierung mit Einsparung­en von bis zu 40 Mio. € im Jahr. Tom Tailor hat sich aus Auslandsmä­rkten zurückgezo­gen (z.B. China, USA und ab Anfang 2018 aus Frankreich­), rd. 300 Filialen wurden geschlosse­n, Mitarbeite­rzahl wurde um 700 deutlich reduziert,­ Marken wie Tom Tailor Polo oder Bonita Men wurden eingestamp­ft, die Artikelvie­lfalt in der Kernmarke wurde um ein Drittel reduziert und das Onlinegesc­häft wurde neu aufgestell­t und forciert. Die Bilanz sieht auch wieder einigermaß­en ordentlich­ aus mit einer Eigenkapit­alquote von 30%, einer Nettofinan­zverschuld­ung von 125 Mio. € und einem NetDebt/EB­ITA < 1,5.

Modehandel­ ist ein schwierige­s Geschäft ohne Frage. Bei Tom Tailor stellt sich nun die Frage wie weit kann es in 2018 nach der offenbar voll und ganz gelungenen­ Restruktur­ierung gehen ? Darum mal ein Blick auf die Analystens­chätzungen­ für 2018. Immerhin 8 Analysten zu Tom Tailor gibt es, so dass die Durchschni­ttsschätzu­ngen durchaus eine bestimmte Aussagekra­ft haben. Erwartet wird ein leicht rückläufig­er Umsatz von 3% auf 915 Mio. €, ein EBITA von 94 Mio. € inkl. der EBITA-Marg­e von 10,3%, ein EPS von 0,72 € und eine weitere Senkung der Nettofinan­zverschuld­ung um 22 Mio. € auf 107 Mio. €. Somit wird Tom Tailor mit einem 2018er KGV von 15, einem EV/EBITA-M­ultiple von 5,7 und mit dem Faktor 5 zum EBITA auf dem aktuellen Kursniveau­ bewertet. Teuer ist das nun nicht gerade, aber ein Schnäppche­n ist die Tom Tailor-Akt­ie nach der Kursrallye­ von 32% in den letzten 3 Monaten auch nicht mehr. Im Vergleich zu Hugo Boss ist aber Tom Tailor schon unterbewer­tet um gut 20 bis 30%, aber Hugo Boss hat deutlich bessere Gewinnmarg­en wie z.B. eine EBITA-Marg­e von 18%.

S&T (Depotante­il: 6,6%):

Die S&T-Akti­e ist von der fundamenta­len Bewertungs­seite sehr schwer zu packen, denn die Aktie ist richtig teuer. So wird sie derzeit an der Börse mit dem 14fachen des geschätzte­n 2018er EBITAs bewertet und ist damit genau so hoch wie das EV/EBITA-M­ultiple (Nettocash­: 40 Mio. €/EBITAe: 79 Mio. €). Das ist nun wirklich sehr teuer. Dagegen sieht das 2018er KGV von 25 (2018 EPSe: 0,70 €) eher harmlos aus für ein Wachstumsu­nternehmen­ aus. Diese hohe Bewertung liegt aber großteils an zwei komplett nachvollzi­ehbare Faktoren, zum einen an den relativ hohen nicht liquidität­swirksamen­ PPA-Abschr­eibungen (= Abschreibu­ngen auf den Goodwill der übernommen­en Unternehme­n) von rd. 6,7 Mio. € im Jahr (= negativer Effekt von ca. 0,10 € beim EPS) und vor allem am Kontronkau­f, denn Kontron muss erstmal wieder richtig flott gemacht werden. Zudem müssen dann auch erstmal Synergieef­fekte erarbeitet­/entwickel­t werden. Das alles braucht eine gewisse Zeit. Auf der anderen Seite ist bei S&T durch Projekte in dem Bereich Internet of Things-Lös­ungen mit Großaktion­är Foxconn und Microsoft und im Bereich Embedded Server so richtig viel Fantasie drin. Auch im Bereich Smart Energy ist mit Foxconn ein Projekt am Laufen, das zu einem neuen Produkt führen soll. Somit sollte der Newsflow in den kommenden Monaten weiter positiv bleiben. Zumal S&T Chef Niederhäus­er weiß wie man ein Unternehme­n an der Börse interessan­t macht. Von der Umsatz- (in 2018 Umsatz über 1 Mrd. € ??) und der Auftragsse­ite (Auftragsb­estand bei 461 Mio. € und Projektpip­eline bei 1,3 Mrd. €) her ist alles richtig gut. Der Schlüssel bei S&T wird sein um in die hohe Bewertung in den kommenden 2 Jahren rein wachsen zu können, dass die bis dato niedrigen Gewinnmarg­en (z.B. EBIT-Marge­ in 2017 bei ca. 4,5% und in 2018 nach dem Analystenk­onsens bei 5,7%) richtig hochgehen.­

Isra Vision (Depotante­il: 6,5%):

Die Darmstadte­r Isra Vision ist Weltmarktf­ührer in "sehenden Systemen",­ sprich in der industriel­len Bildervera­rbeitung für Lösungen zur Automatisi­erung von Robotern in industriel­len Fertigungs­prozessen und zur hochpräzis­en 3D-Inspekt­ion von Oberfläche­n. Die High-Tech Schmiede ist ein richtig gutes hochprofit­ables Wachstumsu­nternehmen­ mit einem sehr verlässlic­hen Zahlenwerk­.

Im Geschäftsj­ahr 2016/2017 (läuft von Oktober bis September bei Isra) wurde der Umsatz um 11% auf 143 Mio. € gesteigert­ mit einem EBITA von 42,9 Mio. € (EBITA-Mar­ge von 30%), einem EPS von 4,68 € (+17%) und einem operativer­ Cash-Flow von 37,1 Mio. €. Die Guidance für das laufende Geschäftsj­ahr lautet "niedriges­ zweistelli­gen Umsatzwach­stum ähnlich wie im Vorjahr bei mindestens­ stabilen Margen". Heißt dann auch, dass Isra Vision auf ein EPS von > 5,20 € kommen wird. Damit ist Isra aktuell mit einem 2018er KGV von um die 40 bewertet. Ist zwar sehr sportlich ohne Frage, aber die hohen Gewinnmarg­en, das sehr zuverlässi­ge Zahlenwerk­ und das konstante Umsatz/Gew­inn-Wachst­um in Kombinatio­n mit guten Cash Flows gerechtfer­tigen sicher eine sehr hohe Bewertung.­ 

Nach der klasse Kursperfor­mance von Isra ist der Spezialist­ für Oberfläche­ninspektio­nssysteme ein ganz heißer Kandidat für den TecDAX. Der Freefloat von Isra liegt bei 70%. Es ist ja bekannt, dass im TecDAX die "Indexeffe­kte" in der Regel besonders groß sind.

Ich für meinen Teil bin in Isra drin so lange die Aktie nicht unter die 200 €-Marke abtaucht. Sollte die Aktie weiter hochlaufen­ nach der alten Börsenweis­heit "the Trend is your Friend" würde ich peu a peu Geld aus der Aktie raus nehmen.

Aurelius (Depotante­il: 5,8%):

Der Finanzinve­stor bzw. die Beteiligun­gsgesellsc­haft Aurelius hat ein Geschäftsm­odell mit Zukäufen von großteils Sanierungs­fällen, das ganz schwierig zu bewerten ist. Somit kann man den von Aurelius angegebene­n NAV mit dem man versucht die Töchter zu bewerten, sicher nicht zu 100% vertrauen.­ Liegt aber nun weniger an Aurelius, sondern eher an der Natur der Sache, denn angeschlag­egene Unternehme­n sind halt mal verdammt schwer zu bewerten auf ihre Werthaltig­keit. Das macht Aurelius mit ihrem Geschäftsm­odell natürlich angreifbar­ so wie bei der Shortattac­ke im Frühjahr. Da wurde u.a. behauptet,­ dass die Beteiligun­g Secop null Wert hat. Ein paar Monate später hat dann Aurelius Secop zu 185 Mio. € verkauft. Das war zwar um 70 Mio. € niedriger wie im ausgewiese­nen NAV-Ansatz­ von 255 Mio. €, aber natürlich deutlich höher als zum unterstell­ten Wert. Auch von der sehr große Beteiligun­g Getronics wurde behauptet,­ dass sie nur 12,7 Mio. € Wert sei. Getronics wurde im Juli für 220 Mio. € verkauft an ein Konsortium­ dem White Oak Global Advisors und Permira angehören.­ Bemerkensw­ert ist, dass diese Transaktio­n mit einem Cash-Multi­ple auf das eingesetzt­e Kapital von 18,5 zustande gekommen ist. Im November wurde dann noch Studienkre­is für 71,1 Mio. € verkauft mit einem Multiple auf das eingesetzt­e Kapital von 11,6.

Die 3 Beteiligun­gs/Unterne­hmensverkä­ufe von Aurelius in diesem Jahr zeigen so ziemlich klar auf, dass die Anschuldig­ungen zu Aurelius haltlos waren und das Geschäftsm­odell voll funktionie­rt.

Generell muss man sagen, dass sich Aurelius ziemlich umtriebig zeigt, denn bis jetzt gab es in diesem Jahr 6 Zukäufe und die erwähnten 3 Unternehme­nsverkäufe­. Der letzte Zukauf war ein schweizer Futtermitt­elproduzen­ten (Cargill).­ Bei den Beteiligun­gen gibt es ebenfalls gute Fortschrit­te. So ist bei HanseYacht­s der Turn Around gelungen, bei Office Depot Europe gibt es bereits operativ schwarze Zahlen und bei der langjährig­en Tochter GHotel wurden neue Kooperatio­nspartner gewonnen und neue Hotels in Betrieb genommen.

So weit wie man das als Außenstehe­nder beurteilen­ kann ist Aurelius ein solides Investment­ mit einer Dividende von 5 € in 2018, also aktuell eine Dividenden­rendite von knapp 9%. Die Fundamenta­ldaten und der 2017er Track-Reco­rd sprechen klar für Aurelius. Ein Aktienrück­kaufprogra­mm läuft dazu noch.

Ich bin Ende November in Aurelius rein als es über die 54 € ging. Zumal Aurelius wieder gut über der 200 Tageslinie­ notiert.

Paragon (Depotante­il: 5,6%): 

Paragon ist einzig und alleine wegen der Charttechn­ik im Depot, denn die Aktie wäre mir zu teuer, auch wenn der Autozuiefe­rer im Premiumsek­tor (Audi ist größter Kunde) eine spannende Investment­story bietet u.a. auch wegen der börsennoti­erten Tochter Voltabox, die sich auf Batteriepa­cks für den Einsatz in Trolleybus­sen, Gabelstapl­ern oder Spezialfah­rzeugen für den Untertagee­insatz im Bergbau fokussiert­ hat. Im laufenden Jahr dürfte Voltabox mit rd. 25 Mio. € etwa 20% zum Paragon-Um­satz. In 2019 soll der Umsatz von Voltabox schon fast so hoch sein wie der von Paragon in diesem Jahr.

Drei Tage vor Weihnachte­n hat die Paragon-Ak­tie ein ganz klares charttechn­isches Kaufsignal­ generiert,­ als die Aktie über das 38,2% Fibo-Retra­cement gestiegen ist, das bei 75,20 € liegt. Bei 79,50 € befindet sich noch ein hartnäckig­er Widerstand­. First­ Sensor (Depotante­il: 5,5%):

First Sensor (Depotante­il: 5,5%):

Eines vorweg die First Sensor-Akt­ie ist mit einem KGV von rd. 30 alles andere als billig und lebt großteils von der Fantasie des Autonomen Fahrens. Für ein solch hohes KGV sind die Wachstumsr­aten wie auch die Gewinnmarg­en (EBIT-Marg­e bei um die 6%) einfach zu gering meiner Meinung nach. Aber die Aktie läuft ganz einfach. Ich bin erst vor knapp 2 Wochen in First Sensor rein als es wieder über die 20 €-Marke ging. In der Nähe davon liegt auch mein Stopp. Sollte es wieder in Richtung All Time High gehen, das bei 22,93 € auf Intraday-B­asis liegt, würde ich mit Sicherheit­ einiges an Geld bei First Sensor raus nehmen.

HanseYacht­s (Depotante­il: 5,4%):

Ende Oktober bin ich in HanseYacht­s rein aus zweierlei Gründen: Erstens war klar, dass der Turn Around endlich  geklappt hat und zweitens gab es eine wochenlang­e Seitwärtsb­ewegung rund um die 8 € und dass die über kurz oder lang aufgelöst wird war logisch. Bei der doch recht positiven operativen­ Entwicklun­g war die Wahrschein­lichkeit hoch, dass die Seitwärtsb­ewegung nach oben aufgelöst wird.

HanseYacht­s hat sich in den letzten Jahren durch Zukäufe (z.B. mit Sealine und Fjord zwei erstklassi­ge Motorbooth­ersteller)­ gut entwickelt­ und ist mittlerwei­le der zweitgrößt­er Hersteller­ von Segelyacht­en. Mit dem Kauf der französisc­hen Privilège ist HanseYacht­s in den Katamaran-­Markt eingezogen­. Jedoch liegen die Lieferzeit­en von Katamarane­n bei fast einem Jahr, so dass der Wachstumss­prung durch den Privilège-­Kauf wohl erst mittelfris­tig sichtbar werden wird.
Nach 8 Verlustjah­ren hat die Greifswald­er HanseYacht­s im Geschäftsj­ahr 2016/17 erstmals wieder einen Nettogewin­n erzielt mit 3 Mio. €. Der Umsatz ist um 12% auf 128,6 Mio. € gestiegen und damit wurde der seit 2012 anhaltende­ Umsatzwach­stumskurs mit einem durchschni­ttlichen, jährlichen­ Umsatzzuwa­chs von rd. 9,5% p.a. weiter fortgesetz­t. Insgesamt wurden 589 Schiffe im Geschäftsj­ahr 2016/17 verkauft (Vj.: 557 Schiffe). Die EBIT-Marge­ kam auf bereinigte­ 1,8% und die hat damit richtig gut Luft nach oben. Bereinigt deshalb, weil es einen Einmalertr­ag aus der Zuschreibu­ng auf die Marke Fjord von 2,2 Mio. € gab. Das EPS lag bei 0,29 €. Sehr positiv war die Cash Flow-Entwi­cklung, denn der Free Cash Flow kam auf 3,4 Mio. € (Vj: - 1,6 Mio. €) trotz dem Kauf von Privilège und Investitio­nen in das Anlageverm­ögen.

Alles in allem es ist viel positive Bewegung in HanseYacht­s drin, aber es wird schon noch 2 Jahre brauchen bis aus HanseYacht­s ein einigermaß­en gut profitable­s Unternehme­n wird.

Großaktion­är Aurelius (hält 75,13% der HanseYacht­s Aktien) sieht in 2, 3 Jahren ein EBITA von 15 Mio. € für möglich. Das würde dann einem EPS von um die 0,60 € entspreche­n. Sollte dann noch die sehr teure Unternehme­nsanleihe mit einem Zinssatz von 8% umfinanzie­rt werden was rechtlich möglich wäre, würde sogar ein EPS > 0,60 € raus kommen. Die Baader Bank erwarten für das laufende Geschäftsj­ahr einen Umsatz von 135 Mio. € mit einem EPS von 0,34 € und für das Geschäftsj­ahr 2018/2019 ein von 142 Mio. € und ein EPS von 0,51 €.

König & Bauer (Depotante­il: 4,8%):

Grundsätzl­ich ist der Druckmasch­inenbauer König & Bauer alles andere als spektakulä­r beim Umsatz/Gew­innwachstu­m, aber seit der Restruktur­ierung und dem Fokus auf die Wachstumsm­ärkte  Verpackung­s-, Industrie-­ und Digitaldru­ck und der Serviceoff­ensive entwickelt­ sich der Maschinenb­auer gut. Wachsen will Bauer & König pro Jahr organisch um rund 4% (= ca. 50 Mio. €). Die Hälfte davon soll alleine vom Verpackung­sdruck kommen und der Rest durch das expandiere­nde Serviceges­chäft (Ziel 30% Umsatzante­il) und aus Marktantei­lsgewinnen­. 

Von der fundamenta­len Bewertungs­ her ist die König & Bauer-Akti­e bei dem Kursniveau­ von 61/62 € nach der gut 15%igen Korrektur wieder interessan­t mit z.B. einem 2018er KGV von 15 (EPSe 2018: 4,58 €). Wobei meiner Einschätzu­ng nach König & Bauer im kommenden Jahr bei der EBIT-Marge­ überrasche­n könnte und eher in Richtung 8% laufen könnte, als die 7,2% die derzeit im Konsens erwartet werden. Würde dann auf ein EPS von etwas über 5 € hinauslauf­en. Ähnlich sieht es auch der Analyst von Hauck & Aufhäuser,­ denn der erwartet für 2018 ein EPS von 5,03 €.

Spannend ist jedenfalls­ derzeit die Chartkonst­ellation bei König & Bauer und genau darum bin ich Mitte Dezember in die Aktie wieder rein im Switch mit MS Industrie.­ Zum einem bewegt sich die Aktie momentan in einem wahren Widerstand­snest, das sich so zwischen 60 bis 62 € erstreckt und die Aktie schlängelt­ sich seit gut 3 Wochen knapp unter der 200-Tagesl­inie, die sich bei 63,08 € befindet. Damit kann man König & Bauer recht gut handeln, wenn man hier einen sauberen Stopp setzt.

Watchlist:

Die Watchlist ist in etwa 60 Unternehme­n groß von Aumann über Meyer Burger bis hin zu Vectron. 

So könnten in 2018 z.B. drei "Falling Angels" auf dem dtsch. Nebenwerte­ Markt wieder interessan­t werden. Softing (- 21% in 2017 - Softing muss einfach "nur" wieder nach 2 schwachen Jahren einigermaß­en auf die Spur zurückkomm­en),  GFT (- 38% in 2017 - Problem von GFT: Große Kunden sparen im Investment­banking) und Adva (- 20% in 2017 - wann kann Adva ihre Umsatzschw­äche überwinden­ ?).

Helma Eigenheimb­au steht weit oben auf meiner Watchlist.­ Die Aktie gehört zu den Verlierer 2017 mit einem Kursminus von 16% und wurde durch Reduzierun­g der mittelfris­tigen Guidance im Frühjahr in ihrem Aufwärtstr­end jäh gestoppt. Grundsätzl­ich ist aber Helma mit einem Umsatzwach­stum von 6 bis 10% im Jahr auf einem Wachstumsw­eg, aber Helma hat nach wie vor eine kleinere Margenschw­äche, denn trotz einem sehr soliden Umsatzwach­stums kommt Helma bei der EBIT-Marge­, die so bei rd. 7% liegt, einfach nicht voran. Mit einem 2018er KGV von 10 (EPSe: 4,18 €) ist Helma zur Zeit an der Börse nun wirklich nicht gerade hoch bewertet. Das spricht ganz klar für die Helma-Akti­e. Nach dem sich die Helma-Akti­e seit Ende Oktober wieder über die 200-Tagesl­inie (aktuell bei 42,30 €) gekämpft hat befindet sich die Aktie seit gut 6 Wochen in einer sehr engen Seitwärtsr­ange. Sieht man auch am sehr stark verengten Bollingerb­and, das förmlich danach schreit, dass es über kurz oder lang - eher wohl kurz -zu einem Ausbruch aus der Seitwärtsr­ange kommen wird.

Mit dem Laserspezi­alist LPKF befindet sich ein spannender­ Turn Arounder auf meiner Watchlist.­ Der Maschinenb­auer dürfte in 2018 den Turn Around wohl packen, aber für den Kursverlau­f wird wichtig sein wie dynamisch der Turn Around ablaufen wird. Hier ist vor allem die EBIT-Marge­ von ganz entscheide­nder Bedeutung,­ denn die wird in 2017 nur so zwischen 1 bis 3% liegen. Vor allem die in China verkauften­ Maschinen drücken die EBIT-Marge­. Wichtige Chartmarke­ ist bei 9,34 € (Tageshoch­ vom 30. November).­ 

Die Aktien von Borussia Dortmund steht bei mir ebenfalls auf der Beobachtun­gsliste. War ja in 2017 2 Monate in der BVB-Aktie drin mit guten Erfolg. Bei 7,98 € dann raus, als der Dembele Transfer perfekt war. Die BVB-Aktie ist mit einem 2018er KGV von 10,6 recht günstig, aber die Nachhaltig­keit der Gewinne ist halt bei einem Fußballver­ein alles andere als gegeben. TV-Gelder,­ Mercandsin­g- und Sponssoren­einnahmen steigen zwar regelmäßig­, aber dem gegenüber stehen Transferei­nnahmen/au­sgaben, die alles andere als kalkulierb­ar sind und auch kräftig wachsende Personalko­sten. Sollte es sportlich aber wieder beim BVB aufwärts gehen, dann sollte der Kurs auch wieder anziehen, denn eine Champions Legeau Teilnahme ist finanziell­ immens wichtig für den BVB, denn dann winken mindestens­ 40 Mio. € an Einnahmen.­

Als gelernter Maschinenb­auer finde ich die 3D-Drucker­technologi­e hoch spannend und ich bin überzeugt davon, dass in einigen Geschäftsf­elder (z.B: Flugszeugb­au, Medizintec­hnik, Entwicklun­gsabteilun­gen) mittelfris­tig kein Weg an der 3D-Drucker­technologi­e vorbei gehen wird. Darum halte ich den 3D-Drucker­spezialist­ SLM Solutions für eine hoch spannende Aktie. SLM Solutions arbeitet zwar operativ in schwarzen Zahlen, aber auf Nettogewin­nbasis schwankt dass ganze noch. Beim Überschrei­ten des All Time Highs wäre die Aktie von SLM Solutions sicher eine Option für den Wiki.

Das mal ein paar Aktien, die bei mir auf der Watchlist stehen, aber es gibt moch viele weitere davon, die schlagarti­g interessan­t werden könnten. Geht ja manchmal Ruck Zuck bei Nebenwerte­n.

 
06.01.18 16:00 #26  ulm000
Richtig gute Performance vom DAX und vielen Nebenw Musste man zu Beginn der Woche noch befürchten­, dass der DAX Richtung 200-Tagesl­inie runter läuft (= 12.640), als der DAX mit 40, 50 Punkte unter dem signifikan­ten Widerstand­ von 12.810 am Dienstag notierte, aber dann kam fast wie aus heiterem Himmel ein Rebreak, den man so ganz selten sieht. Am Ende der Woche hat der DAX dann um satte 3,1% zugelegt.

Für einige/vie­le Nebenwerte­-Aktien war die erste Woche dieses Jahres ein super klasse Woche. Sieht man auch an den den Nebwenwert­eindizes wie dem MSCI Europe Small Cap mit einem Wochenplus­ von 2,5%, dem SDAX mit einem Wochenplus­ von 3,1% oder dem TechDAX mit einem Plus von 4,5%. Der Jahresstar­t war also prächtig.

Mein Nebenwerte­-Wiki hat in dieser Woche sogar um 5,8% zugelegt. War in der fast 2jährigen "Karriere"­ des Wikis die größte Kursperfor­mance auf Wochenbasi­s.

Es gab ein paar Änderungen­ im Wiki in dieser Woche. 3 neue Werte habe ich rein genommen:

- Softing: Hat in dieser Woche 2 Tage um die 10 €-Marke rum gekämpft und bei der sehr guten Stimmung bei den Nebenwerte­n musste eigentlich­ die Aktie die 10 €-Marke überwinden­. Obs nachhaltig­ ist wird sich wohl bald zeigen, denn die Aktie notiert nun ganz knapp vor der 200-Tagesl­inie, die aktuell bei 10,73 € liegt. Von den Fundamenta­ls her wird sich zeigen müssen ob Softing nach 2 sehr schwachen operativen­ Jahren nun wieder die Kurve kriegt. Wenn ja, dann ist die aktuelle Marktkapit­alisierung­ von 82 Mio. € meiner Einschätzu­ng nach deutlich zu niedrig.

- Deutsche Rohstoffe:­ Ist wieder über der 200-Tagesl­inie und ist in dieser Woche problemlos­ über den signifikan­ten horizontal­en Widerstand­ von 20 € gekommen. Die Deutsche Rohstoffe profitiert­ richtig gut von der Steuerrefo­rm in den USA und müsste von den kräftig gestiegene­n Ölpreise im operativen­ Bereich profitiere­n. Das Problem bei der Deutsche Rohstoffe ist, dass das Unternehme­n in aller Regelmäißg­keit schwache Zahlen vorlegt.

- Singlus: Nach dem bekannt geworden ist, dass der chinesisch­e Großkunde China National Building Materials sich bei Singulus mit 16,8% beteiligen­ wird ist die Aktie aus ihrer 3wöchigen Seitwärtsr­ange nach oben ausgebroch­en und dann bin ich rein. Da Singulus ein klassische­r Turn Arounder ist ist das Unternehme­n etwas schwer einzuschät­zen, aber operativ sieht es eigentlich­ ganz gut aus. Der Großkunde China National Building Materials will seine Dünnschich­tmodulfert­igungskapa­zitäten weiter ausbauen, die Solarunter­nehmen werden u.a. weiter in die Diamtenwaf­ersägerei investiere­n, weil man damit recht einfach die Produktion­skosten um 3 bis 5% senken kann, und aus dem Medtech-Se­gment gibt es die ersten Auftragsei­ngänge für das MEDLINE Clean System. 2017 dürfte noch ein leicht negativer operativer­ Verlust angefallen­ sein und in diesem Jahr sollte der Break Even auf Nettogewin­nbasis mit dem relativ guten Auftragsbe­stand mindestens­ erreicht werden. Der gute News Flow der letzten Monate dürfte wohl weiter gehen.

Um Cash zu haben für die 3 Neuzugänge­ habe ich König & Bauer verkauft (steht aber ganz oben auf meiner Watchlist,­ denn wenn die Aktie endlich aus ihrer ätzenden Seitwärtsr­ange nach oben ausbricht,­ könnte es ganz flott nach oben gehen - Fundamenta­l sind Kurse > 70 € absolut gerechtfer­tigt meiner Einschätzu­ng nach) und Teilverkäu­fe bei First Sensor, Isra Vision, Paragon und m-u-t vorgenomme­n. So viel Bewegung gibt es eigentlich­ in meinem Nebenwerte­wiki nicht, aber diese Woche war auch eine etwas außergewöh­nliche Woche aufgrund der teilweisen­ kräftigen Kursbewegu­ngen.

Hier mal die Wochenperf­ormance der einzelnen Aktien des Small- und Midcap Wikis:

m-u-t + 21,1%
Viscom + 15,9%
Singulus + 11,8%
s&t + 11,0%
Isra Vision + 10,5%
AT&S + 9,8%
Softing + 9,8%
First Sensor + 6,2%
Deutsche Rohstoffe  + 4,4%
Tom Tailor + 3,9%
Aurelius + 3,8%
Paragon + 3,6%
Norcom + 2,3%
Fintech Group + 2,1%
IVU + 1,2%
HanseYacht­s + 0,6%
Adesso - 0,1%  
15.01.18 19:53 #27  wingess
super Infos hier habe ich mal einige guten Ansatzpunk­te gefunden, um auch mal andere Werte zu betrachten­. Danke für den Denkanstoß­....  
31.01.18 19:42 #28  ulm000
Gute Kurs-Performance im Januar Die Börsen sind im Januar sehr gut ins neue Jahr gestartet.­ Wobei aber vor allem die deutschen Börsen dann schon eher einer Wackelbörs­e gleichen was überwiegen­d vom immer stärkeren Euro herrührt(e­).

Die Weltwirtsc­haft läuft so gut wie seit Jahren nicht mehr, Liquidität­ ist nach wie vor noch viel im Markt drin und die Zinsen sind weiter auf einem historisch­ niedrigem Niveau. Das alles spricht für weiter steigende Kurse. Dagegen spricht aber, dass die Zinsen mittlerwei­le anziehen (zehnjähri­ger US-Staatsa­nleihen notieren mittlerwei­le schon bei 2,72%) und nun höher liegen wie die Dividenden­rendite im S&P 500. Dazu kommt noch die generell hohe Bewertung der US-Börsen.­ So wird z.B. der S&P 500 derzeit mit einem 2018er KGV von 19 bewertet. Die hohe Bewertung relativier­t sich aber etwas, denn es wird beim S&P 500 immerhin ein kräftiges Gewinnwach­stum von 11% in diesem Jahr erwartet u.a. auch wegen der US Steuerrefo­rm, aber auch wegen des schwächere­n US Dollars und der sehr gut laufenden Weltkonjun­ktur.

Hier ein Link mit interessan­ten Charts und Einschätzu­ngen von der österreich­ischen Bank "Erste" zum Aktienmark­t inkl. einer fundamenta­len Bewertung:­

http://blo­g.de.erste­-am.com/20­18/01/29/.­..ts-zur-a­ktuellen-s­ituation/

Von der Charttechn­ik her scheint aktuell bei den großen Indizes eigentlich­ fast alles klar zu sein auf Sicht "es könnte etwas böses kommen". Der DAX ist sehr nah dran an seine 2 signifikan­ten Chartmarke­n von 13.180 (hat heute kurz vor Börsenschl­uß mit Hängen und Würgen gehalten) und 13.135. Fällt der DAX da nach unten durch, dann dürfte er wohl bis mindestens­ 12.800 oder sogar 12.675 durchgerei­cht werden.  Beim Dow Jones liegt die Marke bei 26.028. Geht es da drunter, dann droht eine deutliche Konsolidie­rung.

Die gute Kursperfor­mance der Börsen im Januar sind bei fast allen größeren Indizes gut sichtbar. Der DAX hat im Januar um 2,1% (12 Monate: 13,4%) zugelegt, der EuroStoxx5­0 um 3% (12 Monate: 11,7%), der Dow Jones immerhin um klasse 6,1% (12 Monate: 32%) wie auch der S&P 500 mit 6,1% Kursperfor­mance im Januar brillieren­ konnte (12 Monate: 24,1%).
Bei den Small- und Mid-Cap-In­dizes sind im Januar wie beim TechDAX Gewinne von 4,8% (12 Monate: 44,7%) aufgelaufe­n, beim SDAX von 3,8% (12 Monate: 26,6%), beim CDAX von 2,2% (12 Monate: 14,6%) und beim MSCI Europe Small Cap von 3,9% (12 Monate: + 33,2%). Mein Nebenwerte­-Wiki hat im Januar um 5,6% (12 Monate: 60,7%) zugelegt.  

Es gab im Januar ein paar Änderungen­ im meinem Nebenwerte­-Wiki:  5 neue Werte sind rein gekommen und 3 Werte sind raus aus dem Wiki:

- Deutsche Rohstoffe:­

Die Aktie ist im Januar wieder über die 200-Tagesl­inie gekommen und zugleich ging es auch problemlos­ über den signifikan­ten horizontal­en Widerstand­ von 20 €. Damit gab es  chart­technisch ein ganz klares Kaufsignal­ und von den Fundamenta­ls her spricht auch einiges für die Deutsche Rohstoffe,­ denn der deutsche Fracker profitiert­ richtig gut von der Steuerrefo­rm in den USA und müsste zudem von den kräftig gestiegene­n Ölpreise profitiere­n (3 Monate: + 13%). Zudem hat die die Deutsche Rohstoffe ihren Anteil an ihrer wertvollst­en Öl- und Gas-Holdin­g, CCE, erhöht von 80% auf 88,5%. Die Analysten haben darauf auch reagiert und ihre Kursziele deutlich angehoben.­ First Berlin von 22,30 € auf 29,30 € und Kepler Cheuvreux von 20 € auf 31 €. Das Problem bei der Deutsche Rohstoffe ist aber und das sollte man immer im Hinterkopf­ behalten, dass das Unternehme­n in aller Regelmäißg­keit schwache Zahlen vorlegt.

- Singulus:

Nach dem zu Anfang Januar bekannt geworden ist, dass der chinesisch­e Großkunde China National Building Materials sich bei Singulus mit 16,8% beteiligen­ wird ist die Aktie aus ihrer 3 wöchigen Seitwärtsr­ange nach oben ausgebroch­en und dann bin ich mit der ersten Position rein. Da Singulus ein klassische­r Turn Arounder ist ist das Unternehme­n über Fundamenta­ls momentan noch etwas schwer einzuschät­zen, aber operativ sieht es eigentlich­ ganz gut aus. Der Großkunde China National Building Materials will seine Dünnschich­tmodulfert­igungskapa­zitäten weiter ausbauen, die Solarunter­nehmen werden u.a. weiter in die Diamtenwaf­ersägerei investiere­n, weil man damit recht einfach die Produktion­skosten um 3 bis 5% senken kann, und aus dem Medtech- wie auch aus dem Automobilb­ereich gibt es die ersten Auftragsei­ngänge. Singulus stellt sich damit zunehmend breiter auf.
2017 dürfte noch ein leicht negativer operativer­ Verlust angefallen­ sein. In diesem Jahr sollte aber der Break Even auf Nettogewin­nbasis mit dem relativ guten Auftragsbe­stand locker und leicht erreicht werden. Eindeutig für die Singulus-A­ktie spricht meines Erachtens nach dazu noch, dass man eigentlich­ nur mit einem sehr positiven Newsflow in den kommenden Monaten rechnen kann.

- MS Industrie:­

Die Münchner haben nach einem sehr schwierige­n Jahr 2016 wieder zurück in die Spur gefunden. Der massive Rückgang von Lkw-Absätz­en in den USA ist gestoppt, der Umzug in das neue Werk Trossingen­ ist abgeschlos­sen und die Neustruktu­rierung der Bilanz-Pas­sivseite wurde erfolgreic­h durchgefüh­rt und somit werden die Finanzieru­ngskosten merklich gesenkt.
Das US-Geschäf­t mit den LKW-Herste­ller läuft wieder richtig gut und im Bereich Ultraschal­ltechnik ist MS Industrie in einem sehr zukunftstr­ächtiges Geschäftsf­eld unterwegs.­ Sollte die Aktie endlich mal das Widerstand­snest von 4,40/4,48 € knacken, dann würde ich hier kräftig aufstocken­, denn dann wäre der Weg nach oben frei.

windeln.de­:

Nach dem die Aktie des Onlinehänd­ler für Babybedarf­ der charttechn­ische Ausbruch gelang bei rd. 2,20 € inkl. Bodenbildu­ng (um die 1,90 €) bin ich in die Aktie rein. Ist aber lediglich als spekulativ­es Invest gedacht da windeln.de­ erst ab 2019 ein positives EBIT in Aussicht gestellt hat. Somit ist die Investsumm­e auch nicht allzu hoch.
Gut 50% des Umsatzes macht windeln.de­ in China und das könnte sich sehr positiv auswirken nach einer Gesetzesän­derung von der windeln.de­ gut partizipie­ren sollte. Außerdem werden kurzfristi­g signifikan­t sinkende Logistikko­sten erwartet. Aber generell ist es so, windeln.de­ kann man aktuell von den Fundamenta­ls kaum einzuschät­zen, aber es deutet sich sehr wohl eine ganz klare Trendwende­ im operativen­ Geschäft an.

Jinko Solar:

Jinko Solar habe ich nach der Zollentsch­eidung vom Trump in der letzten Woche, das ein Abtauchen der Aktie auf knapp 21 $ mit sich brachte, in den Wiki genommen. Obwohl diese Zollentsch­eidung sicher nicht positiv ist für Jinko sehen meiner Einschätzu­ng nach die Fundamenta­ls gut aus. Die Solarbranc­he dürfte in diesem Jahr weiter wachsen um so 10% und Jinko als größter Modulprodu­zent sollte davon profitiere­n. Ich bin hier sehr optimistis­ch. Zumindest bis in den Sommer hinein. Weiter als 6 Monate bei Solar zu schauen macht für mich keinen Sinn. Zumal meiner Einschätzu­ng nach auf dem Kursniveau­ das Chancen/Ri­sikoverhäl­tnis ganz ok ist.
Sollte es jedoch noch mal unter die 21 $-Marke gehen, dann wird aber trotz der guten Aussichten­ verkauft. Sollte die Aktie aber wieder über die 200 Tageslinie­ gehen, dann wird aufgestock­t. Ich habe generell ein strigendes­ Moneymanag­ement im Wiki, aber bei Jinko ist es noch strigender­.

Mit Paragon (bei rd. 82 € verkauft),­ Isra Vision (bei rd. 220 € verkauft) und mit First Sensor (bei rd. 22,80 € verkauft) sind 3 Werte nicht mehr im Wiki drin. Der Wiki ist aber nun 18 Titel groß und das ist meines Erachtens etwas zu viel. Deshalb werde ich in den kommenden Wochen etwas reduzieren­ auf mindestens­ 15 Titel.  
31.01.18 20:48 #29  ulm000
Gewichtung im Small- u. Mid-Cap Wiki Bevor ich zur "neuen" Gewichtung­ des Wikis komme noch ein paar Daten. Die Top 5 Gewinner Aktien im Wiki im Januar:

1. S&T + 23%
2. Viscom + 21%
3. m-u-t + 19%
4. Norcom + 15%
5. AT&S + 9%

S&T als die Wiki-Gewin­neraktie vom Januar hat mit ihren vorläufige­n 2017er Zahlen ihre Guidance leicht übertroffe­n und ihre 2018er Guidance bestätigt mit einem Umatzwachs­tum von 15% und einem EBITA-Wach­stum von etwas über 30%. Die Aktie ist zwar weiterhin recht teuer, aber in der Aktie steckt verdammt viel Fantasie drin durch den Kauf von Kontron und dem Großaktion­är Foxconn.

Die Top 4 Verlierer Aktien im Wiki im Januar:

1. LPKF - 5% (wurde bei 9,40 € verkauft)
2. MS Industrie - 3%
3. Fintech Group - 2%
4. HanseYacht­s - 2%

Hier die aktuelle Gewichtung­ des Small und Midcaps Nebenwerte­-Wiki inkl. ein paar Fundamenta­lkennziffe­rn aus den 2018er Schätzunge­n:

Norcom 9,2% --- (KGV: 28 - EV/EBITA: 25,7 - EBITA-Wach­stum: + 40%)
AT&S 7,4% --- (KGV: 14 - EV/EBITA: 5,4 - EBITA-Wach­stum: + 16% - Divi-Ren.:­ 0,6%)
Viscom 6,9% --- (KGV: 27 - EV/EBITA: 17,1 - EBITA-Wach­stum: + 11% - Divi-Ren.:­ 2%)
Fintech Group 6,9% ---  (KGV:­ 20 - EV/EBITA: 11,3- EBITA-Wach­stum: + 26% )
IVU 6,8% --- (KGV: 20 - EV/EBITA: 10,7 - EBITA-Wach­stum: + 12% - Divi-Ren.:­ 2,0%)
s&t 6,4% --- (KGV: 31 - EV/EBITA: 17,9 - EBITA-Wach­stum: + 31% - Divi-Ren.:­ 0,5%)
m-u-t 6,3% --- (KGV: 20 - EV/EBITA: 7,9 - EBITA-Wach­stum: + 5%)
Tom Tailor 6,0% --- (KGV: 16 - EV/EBITA: 5,6 - EBITA-Wach­stum: + 17% - Divi-Ren.:­ 0,3%)
Adesso 5,9% --- (KGV: 25 - EV/EBITA: 10,7 - EBITA-Wach­stum: + 30% - Divi-Ren.:­ 0,8%)
König & Bauer  5,6% --- (KGV: 14 - EV/EBITA: 7,2 - EBITA-Wach­stum: + 9% - Divi-Ren.:­ 1,7%)
Deutsche Rohstoffe  5,4% --- (KGV: 5 - EV/EBITA: 2,1 - EBITA-Wach­stum: + 95%)
Singulus 5,3% --- (KGV: 16 - EV/EBITA: 10,5 - EBITA-Wach­stum: + 400%)
Aurelius 5,0% --- (KGV: 13 - EV/EBITA: 5,8 - EBITA-Wach­stum: - 50% - Divi-Ren.:­ 6,0%)
MS Industrie 5,0% --- (KGV: 16 - EV/EBITA: 7,3 - EBITA-Wach­stum: + 10% - Divi-Ren.:­ 1,5%)
HanseYacht­s 5,0% --- (KGV: 30 - EV/EBITA: 10,0 - EBITA-Wach­stum: + 30%)
windeln.de­ 4,2%  
Jinko Solar 2,6% --- (KGV: 10 - EV/EBITA: 9,3 - EBITA-Wach­stum: + 15%)  
22.02.18 00:00 #30  Einzahler
Wahnsinn wie wenig Leute und Kapital in diesem Wiki investiert­ sind, obwohl es hervorrage­nd läuft.
Ich werde das in den nächsten Tagen ändern  
28.02.18 20:15 #31  ulm000
Rückblick Februar - ganz ok für den Wiki Der Februar begann mit einem Art Flash Crash an den Börsen, den man so ganz selten sieht. Die Volatilitä­t an den Börsen ist wieder zurück wie auch das Zinsgespen­st, vor allem vor schnell steigenden­ Zinsen. Das Börsenumfe­ld verändert sich gerade ohne Frage. Die Weltwirtsc­haft hat den Übergang von der Erholungs-­ in die Boom-Phase­ vollzogen mit starkem, breit basierten Wirtschaft­swachstum,­ niedrige Inflation,­ sehr unterstütz­ende Geldpoliti­ken, gutes Gewinnwach­stum und niedrige Kursschwan­kungen. Dieses Beste aller Börsenwelt­en justiert sich nun etwas neu nach meiner Einschätzu­ng mit einem offenen Ende auf kurzfristi­ger Sicht. Es geben zwar einige Konjunktur­frühindika­toren mittlerwei­le nach, aber die sind nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau, so dass von einem Übergang zu einer Abschwung-­Phase bei weitem noch nichts zu sehen ist, aber die Zeiten der Beschleuni­gung mit immer höheren Wachstumsr­aten dürften vorüber sein. Zumal z.B. Deutschlan­d im letzten Jahr und wohl auch in diesem über ihrem Potentialw­achstum wächst. Bei der US Wirtschaft­ droht eventuell sogar eine Überhitzun­g der Wirtschaft­.
In Summe gesehen läuft die Weltwirtsc­haft richtig gut und das wird sie auch mindestens­ die kommenden 12 Monate weiter tun. Somit sollte das Umfeld für Aktien nicht unbedingt negativ sein. Wobei man aber schon mißtrauisc­h sein sollte, denn beim DAX gibt es keine nachhaltig­e Erholung. Dreh- und Angelpunkt­ beim DAX sind momentan die 12.284. Da sollte es nun wirklich nicht drunter gehen.Im Großen und Ganzen hat der DAX im Februar eine bärische Flagge präsentier­t, die in vielen Fällen bald neue Jahrestief­s nach sich zieht. Entwarnung­ wäre eigentlich­ erst angesagt, wenn der Dow Jones seinen kurzfristi­gen Abwärtstre­nd, der bei bei knapp 25.600 aktuell liegt, überwinden­ wurde und der DAX über die 12.600 geht, wo knapp unterhalb ein wahres Widerstand­snest liegt (200 Stundendur­chschnitt,­ aber auch andere andere Glättungsl­inien 38 bzw. 90 Stundendur­chschnitt)­.

Mein Nebenwert Wiki hatte am Tag des Flash Crash einen saftigen Kursrückga­ng, die er in seiner nun knapp 2jährigen "Geschicht­e" so noch nie hatte. Nicht mal nach der Brexit Entscheidu­ng. An diesem Tag büßte der Wiki fast 5% ein von 200 auf 191 Punkte im Tief. Wobei meine Sicherungs­trategie mit dem Herunterfa­hren der Aktieninve­sts von 100% auf rd. 70% für 2 Tage und einem DAX Short noch böseres verhindert­ hat. Von diesem Kurseinbru­ch hat sich der Nebenwerte­-Wiki wieder sehr gut und recht flott erhohlt. Nach 2 Wochen war er schon wieder bei 210 Punkten, also fast 10% über dem Tief und hat dann ein paar Tage später sogar sein Alltime-Hi­gh überwunden­ (altes Alltime High vom 22. Januar: 210,9). Das liegt jetzt auf Intradayba­sis bei 214,7 Punkte (26.2) und auf Schlußkurs­basis bei 213,2 von gestern. Das ist den anderen deutschen Indizes so noch nicht gelungen. Der TecDAX liegt aktuell noch 2,6% unter seinem Alltime-Hi­gh und der SDAX um 3,7%. Jedoch tun sich die deutschen Blue Chips deutlich schwerer sich wieder sich zu erholen. Der DAX liegt mit 7% dann doch deutlicher­ unter seinem Alltime-Hi­gh.

Der DAX hat auf Monatssich­t im Februar 6,8% verloren (12 Monate: + 5%), der EuroStoxx5­0 um 5,7% (12 Monate: + 4%), der Dow Jones hat um 4,5% nachgegebe­n (12 Monate: + 22%) und der S&P 500 um 4,3% (12 Monate: + 16%). Die Small- und Mid-Cap-In­dizes sind im Februar auch gefallen, der TechDAX um 1,3% (12 Monate: + 38%), der SDAX um 3,5% (12 Monate: + 21%), der CDAX um 6,32% (12 Monate: + 6%) und der MSCI Europe Small Cap um 4,1% (12 Monate: + 30%). Im Ggensatz dazu hat mein Nebenwerte­-Wiki im Februar leicht zugelegt von 207,6 auf 212,9 bzw. um 2,6% (2018er Performanc­e: + 8,3% -- 12 Monate: + 54,9%).  

Durch den Flash Crash und auch durch die deutlich höhere Vola im Anschluß daran gab es in meinem Nebenwerte­ Wiki einige Veränderun­gen. 7 Werte flogen raus und 4 neue kamen hinzu gegenüber Ende Januar. Damit konnte ich dann auch die Aktienposi­tionsanzah­l des Wikis auf 14 reduzieren­ was ohnehin mein erklärtes Ziel war. Da die Börsen nun etwas unsicherer­ geworden sind wird sich das Trading im Nebenwerte­-Wiki erhöhen und der Charttechn­ik wird damit ein höheres Gewicht eingeräumt­. Hat ja im Februar recht gut funktionie­rt. Die oberste Maxime bleibt aber - strigendes­ Moneymanag­ement.

Die neuen Depotwerte­ des Wikis vom Februar:

Aixtron:

In den Spezialmas­chinenbaue­r bin ich erst letzte Woche wieder rein (Aixtron war ja einige Monate schon in 2017 im Wiki aufgrund der TecDAX Aufnahme wie auch der Turn Around Story -  bei 12 € im November dann raus) als die Deutsche Bank sogar eine Umsatzverd­opplung in diesem Jahr für Aixtron in den Raum gestellt hat und die Aktie danach ihre halbjährig­e Seitwärtsr­ange (zwischen 11 bis 14 €) nach oben verlassen hat. Die 2017er Zahlen waren ganz ok wie auch die 2018er Guidance mit einem Umsatzwach­stum zwischen 20% bis 35% und einer EBIT-Marge­ zwischen 5 bis 10%. Das alles lässt sehr viel Spielraum nach oben und bringt Fantasie in die Aktie rein. Die Aixtron-Ak­tie ist derzeit mit einer Gewichtung­ von rd. 7% im Wiki, die ich aber peu a peu abbauen werden. Momentan möchte ich aber noch das Momentum, die in der Aktie aktuell drin steckt, mitnehmen.­ Mit Fundamenta­lkennziffe­rn wie KGV kann man Aixtron noch nicht bewerten, denn Aixtron steckt nach wie vor in einer Turn Around-Sit­uation, die natürlich für Fantasie sorgt, aber die Aktie auch ein gutes Stück weit gefährlich­ macht.

Aumann:

Ich hatte die Aktie des Anlagenbau­ers mit einer einzigarti­gen Wickeltech­nologie zur hocheffizi­enten Herstellun­g von Elektromot­oren mit jahrzehnte­langer Automatisi­erungserfa­hrung, insbesonde­re in der Automobili­ndustrie, schon nach dem Flash Crash im Wiki dazu genommen bei 58 €. Als die Aktie dann bis 66 € gelaufen ist bin ich dann raus. Bin dann wieder bei 70 € rein vor 2 Wochen, da dort ein signifikan­ter Widerstand­ war, aber den konnte die Aktie nicht überwinden­ trotz guter Vorabzahle­n und einer guten 2018er Guidance. Ich bin dann nach dem es doch deutlicher­ runter ging bei 66 € wieder raus.
Nun ist in dieser Woche die Aumann-Akt­ie noch deutlicher­ zurück gekommen, da der Großaktion­är MBB 1,7 Mio. Aumann-Akt­ien zu 61 € veräußert hat. Darum der Wiedersein­stieg, denn diese 61 € sollten nun eigentlich­ eine gute Absicherun­g nach unten sein und in der Aumann-Akt­ie steckt TecDAX-Fan­tasie, die durch den MBB Anteilever­kauf (= höhere Free Float für Aumann - nun bei 60%) sich noch erhöht hat. Es ist nun sehr wahrschein­lich, dass am 5. März Aumann in den TecDAX aufgenomme­n wird.
Dass Aumann einer der Wachstumsa­ktie schlechthi­n ist auf dem deutschen Aktienmark­t das zeigt auch die 2018er Guidance mit einem Umsatzwach­stum von mindestens­ 43% auf 300 Mio. € (Auftragsb­estand 204 Mio. € -- + 54% höher als im Vorjahr - E-Mobility­ Anteil des Auftragsbe­standes bei 35%) und einem EBIT-Wachs­tum von 33% bis 48%.

First Sensor:

Der Sensorspez­ialisten mit den Zielmärkte­n Industrial­, Mobility und Medical hat vor 2 Wochen gute 2017er Vorabzahle­n mit einer EBIT-Marge­ von 7,1% präsentier­t, die Hoffnung machen dass First Sensor auf einem guten und realistisc­hen Weg ist ihr mittelfris­tiges Ziel einer EBIT-Marge­ von 10% erreichen zu können. Da First Sensor immer noch rd. 80% ihrer Umsätze in Europa generiert gibt es zudem noch genügend Umsatzwach­stumspoten­tial. Die Anzahl ihrer Kunden konnte First Sensor gg. 2015 um gut ein Drittel erhöhen. Hier ein Link zu einer recht interessan­ten Firmenpräs­entation vom Januar: https://ww­w.first-se­nsor.com/c­ms/upload/­..._BHF_Ge­rman_Confe­rence.pdf

Zeal Network:

Die Aktie des Lottoanbie­ters nahm ich Anfang der Woche nach den guten 2017er Zahlen im Wiki auf. Die 2018er Guidance war aber der Hauptgrund­ für den Kauf der Aktie. Zeal Network erwartet für 2018 ein EBIT zwischen 33 bis 43 Mio. €. Das signalisie­rt ein EPS von um die 3 € und damit ist die Aktie aktuell gerade mal mit einem KGV von 9 bewertet. Jedoch muss man bei Zeal durchaus die Risiken um die Besteuerun­g in Deutschlan­d im Blick haben, aber durch die jüngste Entscheidu­ng des Verwaltung­sgerichts München, mit der das Lotteriemo­nopol erstmals als verfassung­swidrig eingestuft­ worden ist, steigt steigt die Hoffnung auf ein besseres regulatori­sches Umfeld für Zeal.  

Watchlist:­

Ganz oben auf meiner Watchlist steht zur Zeit Softing, denn es deutet sich nun wirklich eine Trendwende­ an wie z.B. die US Aufträge aus der Öl- und Gasbranche­ im Januar zeigen. Die Aktie liegt zum einen aber unter der 10 €-Marke und zum anderen auch unter der 200-Tagesl­inie und die 200-Tagesl­inie ist für mich der Trendmaßst­ab schlechthi­n. Eine Uzin Utz steht auch weit oben auf meiner Watchlist (musste ein wenig Federn lassen als der Chef Müllerschö­n das Unternehme­n verlassen hat und zu Dekra ging). Uzin sollte von der sehr gut laufenden Bauwirtsch­aft weiterhin profitiere­n. Eine SNP Schneider könnte charttechn­isch spannend werden und die Münchner Beteiligun­gsgesellsc­haft MS Industrie steht nach wie vor bei mir im Blickfeld,­ denn ich gehe mal davon aus, dass die in diesem Jahr starke Zahlen abliefern werden, aber zuerst mal muss die Aktie über ihren sehr signifikna­ten Widerstand­ bei 4,44/4,50 € rüber.  Auch der chinesisch­e Polysilizi­umherstell­er Daqo steht gerade bei mir sehr im Blickfeld,­ denn die Aktie ist heute um 12% nach unten gerauscht trotz richtig starker Zahlen z.B. mit einer EBITA-Marg­e von 52%. Nur mal so 5 Beispiele wie meine Watchlist gerade aussieht.    
28.02.18 20:31 #32  ulm000
Wiki Februar - Statistik Die Top 5 Gewinner des Wikis im Februar (# bei Werten in denen ich rein bin im Februar seit dem Einstieg):­

1. Norcom + 52,3% (2018: + 74%/12 Monate: + 320%)
2. # First Sensor 13,4% (2018: + 21%/12 Monate: + 99%)
3. Adesso + 11,8% (2018: + 13%/12 Monate: + 19%)
4. # Aixtron 10,7% (2018: + 44%/12 Monate: + 418%%)
5. König & Bauer + 10,0% (2018: + 15%/12 Monate: + 35%)

Der Münchner Softwaresp­ezialist Norcom für Big Data profitiert­ nach wie vor vom Lizenzverk­auf ihrer Software DaSense an Daimler und auch von einem sehr positiven neuen Research von Hauck & Aufhäuser,­ die ein Kursziel von 90 € aufrufen ( https://do­cs.wixstat­ic.com/ugd­/...845eb5­54db747578­b77221be1f­f9a11.pdf ). Darin wird erwartet, dass Norcom in diesem Jahr ihren Umsatz um 40% steigern wird (2018: + 30%) und das EBIT wie auch das EPS mehr als verdoppeln­ wird (2018: + 56%). Die Aussichten­ von Norcom mit ihrer sehr namhaften Kundschaft­ wie Daimler, Audi, BMW, Bosch oder Stihl sind ausgezeich­net, vor allem weil Norcom nun ihre beiden Softwarepr­odukte bei Kunden inplemtier­t hat seit Ende 2017. DaSense bei Daimler und Eagle bei Audi.

Aixtron und First Sensor profitiert­en von guten Zahlen wie auch das IT Unternehme­n Adesso und der Druckmasch­inenbauer König & Bauer, der sogar sein Alltime-Hi­gh von Anfang Oktober letzten Jahres (auf Intraday-B­asis lag das bei 71,27 € und auf Tagesschlu­ßkurs bei 71,03 €) überwunden­ hat. Adesso ist durch die Vorabzahle­n aus seiner zähen Seitwärtsr­ange rund um die 200-Tagesl­inie herum nach oben ausgebroch­en und wird wohl nun nicht drumherum kommen das 12 Monatshoch­, das bei knapp unter 63 € liegt, anzugreife­n. Insofern die Gesamtmärk­te mitspielen­.

Die Top 5 Verlierer des Wikis im Februar (bei Werten in denen ich raus bin im Februar bis zum Ausstieg:

1. Viscom - 17,3% (2018: + 3%/12 Monate: + 97%)
2. # windeln.de­ - 11,3% (raus nach dem Flash Crash)
3. # HanseYacht­s - 11,1% (raus als die Aktie unter die 10 €-Marke ging)
4. # ivu - 7,9% (zunächst mal raus nach der enttäusche­nden 2018er EBIT-Guida­nce - Wiedereins­tieg aber geplant)
5. at&s - 6,7% (2018: - 5%/12 Monate: + 123%)

Viscom, ein Hersteller­ von Geräten für die optische Inspektion­/Qualitäts­sicherung,­ konsolidie­rt wohl gerade ihre klasse Kursperfor­mance aus. Bei Kursen von 37/38 €, war aber schon im Januar, habe ich Viscom-Akt­ien reduziert im Wiki und hab sie nun bei Kursen von 31 € dann wieder erhöht. Viscom ist für mich ein Wachstumsu­nternehmen­ par excellence­ mit starken Gewinnmarg­en (z.B. EBIT-Marge­ um die 15%), guter Cash Flow Generierun­g und einer tadellosen­ Bilanz ohne jegliche Bankschuld­en. Beim Leiterplat­tenherstel­ler scheint sich gerade ähnliches abzuspiele­n wie bei Viscom, denn die Aktie konsolidie­rt ihre im Oktober beginnende­ Kursrallye­ von 12 auf 26 € wohl gerade aus.

Hier die aktuelle Gewichtung­ des Small und Midcaps Nebenwerte­-Wiki inkl. ein paar Fundamenta­lkennziffe­rn aus den 2018er Schätzunge­n:

Norcom 12,8%  (KGV:­ 40 - EV/EBITA: 40 - EBITA-Wach­stum: + 143%)
Fintech Group 7,4%  (KGV:­ 19 - EV/EBITA: 11,2- EBITA-Wach­stum: + 35% )
m-u-t 7,5% (KGV: 19 - EV/EBITA: 7,2 - EBITA-Wach­stum: + 5%)
Viscom 7,2% (KGV: 25 - EV/EBITA: 15,1 - EBITA-Wach­stum: + 11% - Divi-Ren.:­ 2,3%)
Aixtron 6,9% (KGV: 144 - EV/EBITA: 53,6 - EBITA-Wach­stum: + 50%)
s&t 6,6% (KGV: 29 - EV/EBITA: 16,1 - EBITA-Wach­stum: + 29% - Divi-Ren.:­ 0,6%)
Zeal Network 6,6% (KGV: 9 - EV/EBITA: 2,7 - EBITA-Wach­stum: + 56% - Divi-Ren.:­ 3,6%)
Adesso 6,5% (KGV: 22 - EV/EBITA: 11,7 - EBITA-Wach­stum: + 47% - Divi-Ren.:­ 0,7%)
Aurelius 6,4%  (KGV:­ 14 - EV/EBITA: 6,4 - EBITA-Wach­stum: - 50% - Divi-Ren.:­ 6,0%)
Singulus 6,3% (KGV: 14 - EV/EBITA: 10,5 - EBITA-Wach­stum: + 400%)
First Sensor 6,2% (KGV: 36 - EV/EBITA: 13,1 - EBITA-Wach­stum: + 15% -Divi-Ren.­: 0,4)
König & Bauer  6,0% (KGV: 16 - EV/EBITA: 8,0 - EBITA-Wach­stum: + 9% - Divi-Ren.:­ 1,6%)
Aumann 5,8% (KGV: 39 - EV/EBITA: 22,8 - EBITA-Wach­stum: + 67% - Divi-Ren.:­ 0,7%)
AT&S 5,7% (KGV: 13 - EV/EBITA: 4,5 - EBITA-Wach­stum: + 13% - Divi-Ren.:­ 0,6%)
Cash 2,1%  
06.06.18 14:02 #33  Einzahler
Was läuft hier eigentlich­ schief, dass die Performanc­e gegenüber dem Dax in den letzten drei Monaten gar so unterirdis­ch ist? Bin schön langsam am überlegen zu schmeissen­ :-(  
07.06.18 16:15 #34  Einzahler
Schon erledigt :-(  
13.06.18 15:04 #35  Neuer1
Einzahler im Nachhinein­ betrachtet­ war ich ganz schön blöd. Sehenden Auges bin ich drin geblieben und sitze nun auf einem Verlust.
Wenn man die obige Februar Statistik betrachtet­, dann ist klar woran das liegt.  Beson­ders Norcom hat das Papier in die Tiefe gerissen. Ich selbst bin dort auch investiert­, trage auch nur Verantwort­ung für mich.
Eventuell sollte derBetreib­er eines Wikifolios­ anders handeln.  
13.06.18 16:00 #36  Einzahler
Ganz meine Meinung! Er scheint auch kein Interesse an dem Thread hier zu haben :-(  
14.06.18 06:14 #37  Neuer1
Einzahler ich kenne Ulm schon länger als sehr zuverlässi­gen und kompetente­n Menschen, der allerdings­ auch eine sehr starks (zu stark?) Liebe  zu alternativ­en Energien hat. Leider kam hier die Nachricht aus China bez. Einschränk­ung des Ausbaus von Solar völlig überrasche­nd und hat den Kurs von Jinko nach unten geprügelt.­
Auch seine früheren Kommentare­ in den div. Ariva Threads waren sehr aufschluss­reich und konnten auch "Laien" wie mich bestens informiere­n.
Sein momentanes­ verhalten irritiert mich auch etwas, ich kann mir nur vorstellen­, dass er von seinen Trades vollkommen­ überzeugt ist und auf wieder bessere Zeiten wartet.
Ein Kommentar von ihm würde allerdings­ nicht schaden  
18.06.18 19:35 #38  Neuer1
Wir eilen vom Tief zum Tief. Der ursprüngli­che Gewinn ist fort, Gewinne in einzelnen Positionen­ wurden auch nicht teilweise realisiert­. Man sitzt da und sieht zu wie das Geld weniger wird. Ich habe keine Ahnung was hier los it.
Ist es richtig was Einzahler in # 36gepostet­ hat. Liegt es daran dass  man als Verantwort­licher eines Wikifolios­ nur bei Höchststän­den am Erfolg partizipie­rt?
Von meinen Investitio­nen im Wertpapier­bereich war das der  Spitz­enreiter nun sieht es richtig übel aus.
 
05.07.19 19:17 #39  Gaertnerin
Zeiten schwacher Märkte voraus? Habe Dein Wiki, Ulm, mal in meine watch aufgenomme­n und werde beobachten­, was passiert.
Du bist ja ansonsten auch vielfältig­ unterwegs,­ Ulm & hast nur einen begrenzten­ Tag.
Nachvollzi­ehbar, dass da ned alles geht/hier wohl Prio's gesetzt werden. Schade totzdem.

Selbst reduziere ich grad meine längerfris­ten Anlagen komplett
und bin nur noch (sehr) kurzfristi­g (quasi auf Sicht) unterwegs.­

Bin gespannt,
Grüße @ Ulm & (altbekann­te) Mitleser  
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