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Anleihen: Bundesanleihen werden grüner


22.12.19 10:24
Redaktion boerse-frankfurt.de

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Die Vorweihnachtszeit nutzen Anleger unter anderem für Gewinnmitnahmen und generelle Aufräumarbeiten. Politische Entspannungstendenzen setzen Bundesanleihen zu.



20. Dezember 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die politische Beruhigung etwa im Brexit-Verfahren und Zollstreit zwischen China und den USA setzen Händler zufolge Bundesanleihen unter Druck. Im Wochenverlauf verliert der Euro-Bund-Future von 172,15 auf 171,13 Prozent. Anleger greifen lieber zu US-Staatsanleihen verschiedener Laufzeiten, wie Arthur Brunner von der ICF Bank feststellt. Das liege vor allem am Renditevorsprung von US-Treasuries. Zehnjährige Papiere kämen aktuell gegenüber vergleichbaren deutschen Staatsanleihen auf einen Mehrertrag von 2,17 Prozent. „Als Beimischung sind die US-Bonds für Anleger attraktiv.“


Bund setzt auch auf Nachhaltigkeit


Die von der Bundesfinanzagentur geplanten Emissionen für das kommende Jahr enthalten Brunner zufolge erstmals grüne Bundeswertpapiere, die für das zweite Halbjahr vorgesehen seien. „Mal sehen was da kommt.“ Zu den Anleihen im Volumen von insgesamt 210 Milliarden Euro plane Berlin zwischen 6 und 8 Milliarden Euro über inflationsindexierte Papiere aufzunehmen.


Arthur Brunner

Brunner


Notenbanken zum Jahresende aktiv


Eine zuvor angekündigte zweite Erhöhung des Reposatzes um 25 Basispunkte auf 0 Prozent in Schweden samt einer verbalen Absage an weitere Anhebungen in den kommenden Jahren kam laut HSBC für Anleger wenig überraschend. Die norwegische Norges-Bank beließ zwar den Leitzins zunächst bei 1,5 Prozent, habe aber Zinserhöhungen in 2020 nicht kategorisch ausgeschlossen. Auch die Bank of England hielt am bisherigen Leitzins von 0,75 Prozent fest. Zwei Mitglieder des Entscheidungsgremiums hätten sich aber erneut für eine Zinssenkung ausgesprochen. „Wir rechnen im Mai kommenden Jahres tatsächlich mit einer Senkung der Bank Rate um 25 Basispunkte“, schreiben die HSBC-Analysten.


Die chinesischen Währungshüter beließen am Morgen den Leitzins entgegen der Erwartungen bei 4,15 Prozent. Investoren hätten mit einer leichten Senkung um 5 Basispunkte gerechnet. Weitere Lockerungen werde es vermutlich im kommenden Jahr geben.


Douglas-Zahlen überzeugen


Im Handel mit Unternehmensanleihen informiert Rainer Petz von der Oddo Seydler Bank über Interesse an Douglas. Nach der gestrigen Verkündung der Jahresergebnisse hätten sich Anleger zunächst etwa von einer in 2023 fälligen Douglas-Anleihe (WKN A161WQ) mit einer jährlichen Verzinsung von 8,75 Prozent getrennt und damit den Kurs bis auf 67 Prozent gedrückt. „Im Anschluss kletterte die Nachranganleihe wieder auf 73 Prozent.“


Brunner spricht von Nachfrage nach einer bis 2022 laufenden Anleihe der größten deutschen Parfümeriekette (WKN A161MW) mit einem Kupon von 6,25 Prozent. Auch hier hätten Anleger zunächst verkauft und seien im Nachgang wieder eingestiegen. Derzeit ist der Bond für 99,17 Prozent zu haben.


Nach 290 Millionen Euro Verlust im Vorjahr, verbucht Douglas in diesem Jahr wieder einen Gewinn von 17 Millionen Euro. Damit ist nach Meinung von Konzernchefin Tina Müller das Fundament gelegt, das Unternehmen künftig erneut an die Börse zu bringen, falls der Finanzinvestor CVC als Eigner das so entscheidet. Für das wachsende Online-Geschäft stellt sich Müller einen eigenen Online-Marktplatz vor, der Händlern wie Zalando Konkurrenz machen könnte.


Peugeot-Bonds nicht gefragt


Auf die gestrige Zustimmung der Aufsichtsräte zur Fusion von Fiat Chrysler und PSA reagierten Anleihe-Investoren laut Gregor Daniel der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank eher mit Skepsis. Eine mit jährlich 2,375 Prozent verzinste Peugeot-Anleihe (WKN A18Z7V) sei überwiegend rausgegangen.


Kaufnachfrage verbucht Daniel nach einem im Oktober 2026 fälligen VW-Wert (WKN A2LQ6C) mit einem Kupon von 2,25 Prozent. Ebenso positionierten sich Anleger immer mal wieder in einer bis November 2025 laufenden Semper idem Underberg-Anleihe (WKN A2YPAJ) mit einer jährlichen Verzinsung von 4 Prozent. „Kurz vor dem Jahresende beschäftigen sich Investoren traditionelle intensiver mit Portfolioanpassungen und Glattstellungen von Positionen.“


Deutsche Rohstoff, Hertha BSC und IMAXX gesucht


Eine junge fünfjährige Anleihe der Deutschen Rohstoff (WKN A2YN3Q) mit einem jährlichen Zins von 5,25 Prozent kommt bei Anlegern gut an und lande zumeist in den Depots, wie Brunner beobachtet. „Der Wert wurde zu 100 Prozent ausgegeben und notiert aktuell um 102 Prozent.“


Das Kaufinteresse an einer Hertha BSC-Anleihe (WKN A2NBK3) mit einem Kupon von 6,5 Prozent schreibt Brunner dem Klinsmann-Effekt zu.


Gute Umsätze und überwiegend Käufe registriert der Händler in einer fünfjährigen, mit jährlich 5,5 Prozent verzinsten Eyemaxx Real Estate-Anleihe (WKN A2YPEZ).


Von: Iris Merker


20. Dezember 2019, © Deutsche Börse AG

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