Suchen
Login
Anzeige:
Do, 25. Februar 2021, 3:20 Uhr

0,75% OMV 18/23 auf Festzins

WKN: A2RUZS / ISIN: XS1917590876

Anleihen: Einiges wird verschleppt


16.08.20 11:47
Redaktion boerse-frankfurt.de

Im spätsommerlichen Corporate Bond-Handel stehen ThyssenKrupp, TUI, K+S, Douglas und Aurelius im Vordergrund. Hilfen für Corona-geplagte Unternehmen verzögern Insolvenzen.


 


14. August 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Milliardenverluste bei ThyssenKrupp samt fehlender Aussicht auf Besserung sorgen bei Bondbesitzern für Unruhe. Die jüngsten Abgaben einer im Februar 2024 fälligen ThyssenKrupp-Anleihe (WKN A2TEDB) mit einem Kupon von 2,875 Prozent sieht Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank im Licht der Quartalszahlen. Das Papier büßte seit Mittwoch von 99 auf knapp 97 Prozent ein. Daniel kann sich gut vorstellen, dass ThyssenKrupp zu den über ein Dutzend Unternehmen gehört, die bei der Bundesregierung um weitere Staatshilfen gebeten haben.


Mögliche Rettung hebt Vertrauen in TUI


Diese wurden TUI bereits in Aussicht gestellt. Nach dem grundsätzlichen Ja zu zusätzlichen Mitteln aus Berlin stieg die Nachfrage nach einem im Oktober 2021 fälligen TUI-Bond (WKN A2BPFK) mit einem Kupon von 2,125 Prozent, wie Rainer Petz von der Oddo Seydler Bank informiert.


Neben einer Aufstockung der Kreditlinie um 1,05 auf insgesamt 2,85 Milliarden Euro, seien weitere Bundeshilfen für den Reisekonzern an einige Bedingungen geknüpft. Unter anderem gehe es um die Ausgabe einer sechsjährigen Wandelanleihe im Volumen von 150 Millionen Euro an den staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Damit könne der Bund bei vollständiger Umwandlung in Aktien künftig bis zu neun Prozent der TUI-Anteile halten. Gläubiger der im kommenden Jahr zur Rückzahlung anstehenden Anleihe müssten zudem auf eine Begrenzung der TUI-Verschuldung verzichten. Das Unternehmen habe nun Zeit bis Ende September, um die Voraussetzungen für das Hilfspaket zu erfüllen.


Vieles schlummert im Verborgenen


Die hierzulande befristete Aussetzung der Pflicht zum Insolvenzantrag und die Finanzhilfen sind für Daniel ein zweischneidiges Schwert. Es gebe Unternehmen einerseits Zeit, die Corona-Folgen zu verarbeiten. Andererseits bliebe dadurch vieles im Verborgenen. „Das große Erwachen kommt erst noch“, ist Daniel überzeugt. Experten warnen inzwischen vor einer ab Oktober hereinbrechenden Pleitewelle. Mit Überlegungen zur möglichen Verlängerung des Insolvenz-Moratoriums bis März 2021 wolle das Justizministerium angeschlagenen Firmen nun noch mehr Zeit geben.


Gregor Daniel

Daniel


K+S-Bond in die Depots


Im Handel mit Corporate Bonds beobachtet Arthur Brunner eine Tendenz hin zu Papieren mit einer geringen Restlaufzeit von bis zu zwei Jahren. Für den ICF Bank-Händler ist diese Art von Cherry-Picking - auf Deutsch Rosinenpickerei -durchaus verständlich. Eventuelle Rückzahlungsschwierigkeiten seien in einer kürzeren Spanne eher abzuschätzen.


Das treffe beispielsweise auf eine 500 Millionen Euro schwere, im Juni 2022 fällige K+S-Anleihe (WKN A1PGZ8) mit einem Kupon von 3,0 Prozent zu. „Hier haben wir einiges an Käufen.“ Unter anderem scheinen die diversen Sparprogramme sowie der künftige Fokus auf das Düngergeschäft Anleger optimistisch zu stimmen.


 


„Hier haben wir einiges an Käufen.


Douglas-Strategie überzeugt


Nach besser als erwarteten Zahlen sieht Brunner Kaufnachfrage in einer bis 2022 laufenden Anleihe von Douglas (WKN A161MW), die jährlich 6,25 Prozent Zinsen einbringt. Der Wert stieg im Wochenverlauf von 87 auf zwischenzeitlich 93 Prozent. Aktuell kostet die Anleihe gut 91 Prozent.


„Die größte deutsche Parfümeriekette konnte einen Teil der Corona-bedingten Umsatzeinbußen in den Filialen durch Online-Geschäfte kompensieren“, beschreibt Brunner. Mittlerweile hole auch der stationäre Handel wieder auf. Langfristig wolle Douglas im Online-Bereich stärker auf Drogerieartikel setzen und damit den Platzhirschen DM und Rossmann das Leben schwerer machen. In den Filialen erkenne das Unternehmen großes Wachstumspotenzial im Luxussegment.


Arthur Brunner

Brunner


Aurelius bewegt die Gemüter


Überdurchschnittlich viele Zu- und Abflüsse verbucht Brunner in einer mit jährlich 4,5 Prozent verzinsten Aurelius-Anleihe (WKN A2SAP3), die im Dezember 2024 fällig wird. „Es gab einige Abgeber von Privatanlegern, die aber problemlos bei institutionellen Investoren platziert werden konnten.“


Letztere honorierten vermutlich die Ergebnisse für das erste Halbjahr. Nach Verlusten im Vergleichszeitraum 2019 schreibt das Beteiligungs-Unternehmen nun einen Gewinn von 155 Millionen Euro und halte liquide Mittel von 395 Millionen Euro. Aurelius sieht sich gut aufgestellt, um die Pandemie-Folgen zu meistern.


von: Iris Merker
14. August 2020, © Deutsche Börse AG




Disclaimer Inhalte des Onlineangebots Die hierin enthaltenen Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Keine der hierin enthaltenen Informationen begründet ein Angebot zum Verkauf oder die Werbung von Angeboten zum Kauf eines Terminkontraktes, eines Wertpapiers oder einer Option, die zum Handel an der Eurex Deutschland oder der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen sind oder eines sonstigen Terminkontraktes, einer Emission oder eines hierin erläuterten Produktes. 

Die Deutsche Börse AG, Eurex Deutschland, Eurex Frankfurt AG, Eurex Clearing AG, FWB Frankfurter Wertpapierbörse und Börse Frankfurt Zertifikate AG haften nicht dafür, dass die folgenden Informationen vollständig oder richtig sind. Infolgedessen sollte sich niemand auf die hierin enthaltenen Informationen verlassen. Die Deutsche Börse AG, Eurex Deutschland, Eurex Frankfurt AG, Eurex Clearing AG, FWB Frankfurter Wertpapierbörse und Börse Frankfurt Zertifikate AG haften nicht für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden. 

Zum Handel an der FWB zugelassene Wertpapiere sowie Eurex-Derivate (mit Ausnahme des DAX®Future-, STOXX® 50 Future-, EURO STOXX® 50 Future-, STOXX 600 Banking Sector Future-, EURO STOXX Banking Sector Future- und Global Titans Future-Kontrakts und Eurex Zinssatz Derivaten) stehen derzeit nicht zum Angebot, Verkauf oder Handel in den Vereinigten Staaten zur Verfügung noch dürfen Bürger, die den US-amerikanischen Steuergesetzen unterliegen, diese Wertpapiere anbieten, verkaufen oder handeln. 

Die in XTF Exchange Traded Funds® gelisteten Fondsanteile sind zum Handel an der FWB Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Nutzer dieses Informationsangebotes mit Wohnsitz außerhalb von Deutschland weisen wir darauf hin, dass der Vertrieb der in XTF Exchange Traded Funds gelisteten Fondsanteile in diesem Land möglicherweise nicht zulässig ist. Die Verwendung der Informationen geschieht auf eigene Verantwortung des Nutzers. Verweise und Links Bei direkten oder indirekten Verweisen auf fremde Internetseiten ("Links"), die außerhalb des Verantwortungsbereiches des Autors liegen, würde eine Haftungsverpflichtung ausschließlich in dem Fall in Kraft treten, in dem der Autor von den Inhalten Kenntnis hat und es ihm technisch möglich und zumutbar wäre, die Nutzung im Falle rechtswidriger Inhalte zu verhindern. Der Autor erklärt daher ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung keine illegalen Inhalte auf der verlinkten Seiten erkennbar waren. 

Der Autor hat keinerlei Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung und auf die Inhalte der gelinkten/verknüpften Seiten. Deshalb distanziert er sich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten /verknüpften Seiten, die nach der Linksetzung verändert wurden. 

Diese Feststellung gilt für alle innerhalb des eigenen Internetangebotes gesetzten Links und Verweise sowie für Fremdeinträge in vom Autor eingerichteten Mailinglisten. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde, nicht derjenige, der über Links auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich verweist. Rechtswirksamkeit des Disclaimers Dieser Disclaimer ist ein Teil des Internetangebots, von dem aus auf diese Seite verwiesen wurde. Sofern einzelne Teile oder einzelne Formulierungen dieses Textes der geltenden Rechtslage nicht, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen sollten, bleiben die übrigen Teile des Dokumentes in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit davon unberührt. Einbindung von weiteren Inhalten Dritter Es ist möglich, dass innerhalb unserer Website Inhalte Dritter unter anderem im Form von sog. iFrames eingebunden werden. Die Anbieter dieser Inhalte werden technisch bedingt Ihre IP-Adresse erfahren, um ihre Inhalte an ihren Browser zu senden, eventuell Cookies setzen wollen oder Analyse-Tools einsetzen. Für den datenschutzgerechten Umgang mit ihren Daten sind diese Drittanbieter eigenverantwortlich. Zu den Kontaktmöglichkeiten des Anbieters, dessen Datenschutzbestimmungen und eventuell eingeräumte Widerspruchsmöglichkeiten verweisen wir auf das Impressum und die Datenschutzerklärung des jeweiligen Drittanbieters.




powered by stock-world.de


pfp Advisory: "Ein Jahre nach dem Corona-Sturz h [...]
Fondsmanager Peeters fasst das Jahr nach den Pandemieeinbrüchen ...
Wochenausblick: Vorübergehendes Unwohlsein
Inflationssorgen und steigende Anleiherenditen dämpfen die Erwartungen der Anleger. ...
Neuer WisdomTree-ETF auf Xetra: Covid-19-Anleihe [...]
WisdomTree bietet jetzt Anleihen der EU-Covid-19-Hilfsprogramme in einem ...
Blumenroths Goldkommentar: „Woche zum Vergesse [...]
Höhere Renditen der US-Staatsanleihen setzen den Goldpreis ...

 
Werte im Artikel
96,50 plus
+1,85%
99,10 plus
+0,32%
102,44 minus
-0,01%
102,53 minus
-0,07%
98,15 minus
-0,11%
Anleihen: Einiges wird verschleppt
Im spätsommerlichen Corporate ...
Anleihen: Zurückhaltung vor G20-Gipfel
Angesichts des mit Spannung erwarteten Treffens zwischen Donald Trump und Xi Jinping steuern Anleger vermehrt ...
1 Milliarde Euro für OMV
Der österreichische Energiekonzern OMV hat zwei neue Unternehmensanleihen begeben mit einem Gesamtemissionsvolumen ...