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WKN: A161MW / ISIN: XS1251078009

Anleihen: Der Kapitalbedarf ist hoch


25.04.20 06:50
Redaktion boerse-frankfurt.de

Unternehmen wie Staaten refinanzieren sich in größerem Stil über den Kapitalmarkt und treffen dabei auf willige Anleger. Nach dem Tief stabilisieren sich Corporate Bonds zum Teil wieder.


 


24. April 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Unternehmen und Staaten zapfen derzeit laut Händler in größerem Stil die Kapitalmärkte an und treffen dabei auf ausgesprochen viel Gegenliebe. „Für eine spanische Neuemission im Umfang von 15 Milliarden Euro lag die Nachfrage bei rekordhohen 100 Milliarden Euro“, beschreibt Arthur Brunner. Madrid zahle für die neue siebenjährige Staatsanleihe (WKN A2AWLL) einen Kupon von 1,25 Prozent. „Liquidität ist aufgrund der anlaufenden Stützungsmaßnahmen reichlich vorhanden“, stellt der ICF Bank-Händler fest.


Tragfähigkeit ausschlaggebend


„Der Kapitalbedarf vieler Unternehmen ist hoch“, stellt Rainer Petz von der Oddo Seydler Bank fest. Über die Ausgabe von drei Bonds nahm etwa Ford in dieser Woche insgesamt acht Milliarden US-Dollar auf und muss dem Händler der Oddo Seydler Bank zufolge dafür sehr tief in die Tasche greifen. Ein dreijähriger Bond (WKN A28WEV) komme auf einen Kupon von 8,5 Prozent, ein fünfjähriges Papier (WKN A28WEW) auf 9,0 Prozent. Jährliche Zinsen in Höhe von 9,625 Prozent seien für eine zehnjährige Anleihe fällig. Die Ford-Fabriken stünden wie die anderer Automobilproduzenten regional still. Zudem habe der US-Autobauer für das erste Quartal einen Verlust von 600 Millionen US-Dollar und einen Umsatzrückgang von 16 Prozent auf 34 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt.



Rainer Petz

Petz


„Netflix als Krisengewinner kommt mit einem Kupon von 3,0 Prozent für eine neue fünfjährige Euro-Anleihe (ISIN XS2166217278) im Vergleich günstig davon.“ Ein fünfjähriger Bond in einer Stückelung von 2.000 US-Dollar bringe Anlegern jährlich 3.625 Prozent Zinsen. „Beide Anleihen sind ab kommender Woche handelbar.“


Corporate Bonds machen Boden gut


Bonds kleinerer und mittlerer Unternehmen stabilisieren sich Brunner zufolge tendenziell. Beispielhaft nennt der Händler eine im November 2023 fällige Sowitec-Anleihe (WKN A2NBZ2) mit einem Kupon von 6,75 Prozent. „Nach den Verlusten notiert der Wert derzeit um 100 Prozent.“ Ebenso kostet eine 50 Millionen Euro schwere Mutares-Anleihe (WKN A254QY) mit variablem Zinssatz nach dem Einbruch auf 60 Prozent nun wieder um 88 Prozent.


Überwiegend Käufe registriert Brunner in einer bis 2022 laufenden Anleihe von Douglas (WKN A161MW) mit einem Kupon von 6,25 Prozent, die in der Corona-Krise bis auf 55 Prozent einbüßte und aktuell um 78 Prozent kostet.


Sehr gut gelaufen ist nach Beobachtung von Gregor Daniel ein im Oktober 2026 fälliger VW-Wert (WKN A2LQ6C) mit einem Kupon von 2,25 Prozent. Aus dem Tief von 85 Prozent habe sich der Bond wieder zurückgemeldet und notiert aktuell um 102,50 Prozent. „Anleger sorgen sich scheinbar nicht darum, ob VW die Anleihe zurückzahlen kann“, schätzt der Händler der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank.


Auf die guten Zahlen der FCR Immobilien reagieren Bondinvestoren Daniel zufolge mit zumeist Käufen einer bis 2024 laufenden Anleihe des Unternehmens (WKN A2TSB1), die jährlich nominal 5,25 Prozent bringt. Aktuell geht der Wert für 93 Prozent über den Tisch. Daniel hält das Aufwärtspotenzial im Immobiliensektor aufgrund der erwarteten Mietausfälle für begrenzt. „Im Einzelnen spielt natürlich die Qualität der Mieter eine Rolle.“



Daniel


Ölmarkt beunruhigt


Die Schwankungen am Ölpreis spiegeln sich Brunner zufolge in einer fünfjährigen Anleihe der Deutschen Rohstoff (WKN A2YN3Q) mit einem jährlichen Zins von 5,25 Prozent wider. Nach 60 Prozent zum Monatsbeginn notiert der Bond am Freitag um 71 Prozent.


Bad Bank für Euroraum?


Das gestern von den EU-Regierungen abgesegnete und ab 1. Juni zur Verfügung stehende 500 Milliarden Euro Hilfspaket ist für viele Analysten nur ein Anfang. Dieser sieht Förderkredite für kleine und mittelständische Unternehmen, Kredite aus dem Rettungsfonds ESM und ein europäisches Kurzarbeitergeld vor.


EU-Kommission und Europäische Zentralbank diskutieren Medienberichten zufolge zudem über die Schaffung einer Bad Bank für den Euroraum. Diese übernehme wenn nötig zahlungsgestörte Kredite – genannt Non-Performing Loans (NPL) – in Milliardenhöhe von Banken und bereinige damit ihre Bilanzen. Für Stefan Bielmeier von der DZ Bank könnte eine nationale oder europäische Bad Bank Finanzunternehmen von vermutlich steigenden NPLs entlasten und damit Platz für die Vergabe von neuen Krediten schaffen.


Erhebliche Hürden


Diese nicht ganz neue Diskussion sei bislang immer an der Frage gescheitert, wie man eine dauerhafte Vergemeinschaftung und Fehlanreize verhindern kann. Die richtigen Impulse könnten nach Ansicht Bielmeiers zeitlich befristete und zweckgebundene Instrumente geben. Das gelte für neue Anleihen, wie auch einer Bad Bank bei der EZB.


Ausgeräumt werden könnte die Angst vieler Länder vor der Vergemeinschaftung von Verlusten nach Meinung der Beratungsgesellschaft Deloitte durch eine Haftung der jeweiligen Mitgliedstaaten für ihre Banken. Europäisches Beihilferecht und die neuen Vorschriften zur Sanierung und Abwicklung der notleidenden Kredite in einem Gemeinschaftsunternehmen müssten allerdings eingehalten werden. Einige man sich, stelle die bestmögliche Verwaltung und Verwertung von Krediten aus allen Anlageklassen sowie über 20 unterschiedlichen Rechtsräumen in verschiedenen Sprachen aber eine kaum abschätzbare Mammutaufgabe dar.


von: Iris Merker


24. April 2020, © Deutsche Börse AG




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