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variabel Ferratum Capital Germany 19/23 auf EURIBOR 3M

WKN: A2TSDS / ISIN: SE0012453835

Anleihen: Risikoscheu nimmt zu


04.10.20 08:46
Redaktion boerse-frankfurt.de

Das positive Corona-Testergebnis Donald Trumps sorgt für Unruhe am Markt. Im Handel mit Unternehmensanleihen setzen Anleger auf Ferratum, Porr und Immofinanz, verabschieden sich unterm Strich von Grenke. Bewegung in beide Richtungen gibt es für Anleihen von Sixt Leasing sowie Argentinien.
 


2. Oktober 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Mit dem für Donald Trump positiv ausgefallenen Corona-Testergebnis erhöhte sich zumindest kurzfristig die Nervosität an den Finanzmärkten. „Sichere Anlagen sind jetzt gefragt“, beschreibt Arthur Brunner von der ICF Bank die allgemeine Lage am Morgen. Trump gehöre altersbedingt zu einer Gruppe mit hohem Risiko. Deshalb stehe die Frage im Raum, ob lediglich ein positiver Test oder gar eine Infektion vorliegt. Anleger interessieren sich vermutlich auch für das Corona-Ausmaß im direkten Umfeld des US-Präsidenten wenige Wochen vor den Wahlen.


Federal Reserve als Wegweiser?


Der jüngste Strategieschwenk der US-Notenbank weg von einem starren hin zu einem durchschnittlichen Inflationsziel könnte Schule machen. EZB-Chefin Christine Lagarde bereitete in dieser Woche verbal auf Erwägungen dies bezüglich vor, wie Solvecon-Analyst Folker Hellmeyer berichtet. Währungshüter diskutierten derzeit über eine mögliche Verpflichtung nach längeren Zeiten mit zu niedriger Inflation einen höheren Preisdruck zu tolerieren. Sofern dieses Konzept glaubwürdig umgesetzt würde, sehe Lagarde den Vorteil, die Wirtschaft in einer Phase extrem niedriger Zinsen besser stabilisieren zu können. Noch sei nichts entschieden. Die EZB-Präsidentin wolle der laufenden Strategieüberprüfung nicht vorgreifen. Klar ist Hellmeyer zufolge aber, dass ein real negativer Zins die Tragfähigkeit von Schulden erhöhen würde.


Ferratum, Porr und Immofinanz gesucht


Im Geschäft mit Unternehmensanleihen sieht der Brunner einen deutlichen Überhang an Käufen. Gesucht sei beispielsweise eine bis Mai 2022 laufende Ferratum-Anleihe (WKN A2LQLF) mit einer jährlichen Verzinsung von 5,177 Prozent. Ebenso deckten sich Anleger mit einem in 2023 fälligen Ferratum-Papier (WKN A2TSDS), das nominal 5,5 Prozent Zinsen bringt.


Eine im Februar ausgegebene fünfjährige Anleihe von Porr (WKN A28TAL)mit einem jährlichen Zins von 5,375 Prozent findet Brunner zufolge viele Abnehmer. Der Bond des größten österreichischen Bauunternehmens gewann seit Monat von gut 78 auf 84 Prozent hinzu. Porr sicherte sich den Zuschlag für ein Großprojekt zum Bau Wohn-, Geschäfts- und Büroflächen im 2. Wiener Bezirk, das in den nächsten gut zwei Jahren realisiert werden soll.


Bei einer in 2023 fälligen Anleihe von Immofinanz (WKN A2RWEN) mit einem Kupon von 2,625 Prozent griffen Kunden Brunner zufolge ebenfalls beherzt zu.


Arthur Brunner

Brunner


Neugeschäft von Grenke beruhigt kaum


Die im Raum stehenden Vorwürfe der Bilanzmanipulation gegen Grenke bewegen laut Gregor Daniel nach wie vor die Anlegergemüter. Anleihen des Leasing-Spezialisten notierten zumeist schwächer. Der Händler von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank nennt beispielhaft einen bis 2022 laufenden Wert (WKN A189PU), der seit Freitag vergangener Woche von 83,40 auf 76 Prozent nachgab. Die Grenke-Aktie habe hingegen nach bewegten Tagen kaum verloren. Die am Morgen veröffentlichen Geschäftszahlen für das dritte Quartal zeigten zwar im Vergleich zum Vorjahr ein Viertel weniger Neugeschäft. Der Konzern aus Baden Baden habe aber Corona-bedingt mit noch weniger gerechnet.


Bewegung in Sixt Leasing-Bond


Zu den meist beachteten Papieren zählt Brunner eine im Mai 2022 fällige Sixt Leasing-Anleihe (WKN A2LQKV) mit einem Kupon von 1,5 Prozent. „Wir sehen viele Käufe und Verkäufe.“ Der Händler vermutet einen Zusammenhang mit der Unsicherheit angesichts der Grenke-Diskussionen. „Sixt könnte von Anlegern in Sippenhaft genommen werden.“


Interesse an argentinischen Bonds


Nach dem Schuldenschnitt argentinischer Staatsanleihen, die sich im Besitz von Privatgläubigern befinden, verbucht Daniel Nachfrage nach den neuen Papieren des Landes. Unterm Strich verkauft würde zwar ein bis 2041 laufender Bond (WKN A28YAH) im Volumen von 1,57 Milliarden Euro und einem Zins von 0,125 Prozent. Eine in 2029 fällige Argentinien-Anleihe (WKN A282B6) mit einem Kupon von 0,5 Prozent lande hingegen überwiegend in den Depots. Im Anschluss an die Einigung Anfang August wurden Anleihen im Wert von rund 65 Milliarden US-Dollar umgeschuldet. „Seit 11. September sind die neuen Bonds mit längeren Laufzeiten im Handel.“ Rückzahlungen auf die umstrukturierten Bond beginnen erst in 2025.


von: Iris Merker
2. Oktober 2020, © Deutsche Börse AG




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