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Do, 25. Februar 2021, 3:23 Uhr

Grüner Fisher: „Vertrauen im frühen Bullenmarkt“


27.09.20 13:55
Redaktion boerse-frankfurt.de

Grüner erinnert an den "grundlegenden Trend zu globalem Wachstum", allerdings brauche es auch viel Vertrauen in dieser Marktphase.



25. September 2020. FRANKFURT (Grüner Fisher). In frühen Bullenmarktphasen herrscht der Pessimismus des Unglaubens. Der vorangegangene Bärenmarkt ist in den Köpfen der Anleger immer noch präsent, was auch im Falle der Corona-Krise absolut zutreffend ist. Die viel zitierte zweite Welle sorgt für große Bedenken, dass sich der neu gestartete Aufwärtstrend wirklich nachhaltig und substanziell entwickeln kann. So konzentriert sich die Mehrheit der Anleger auf mögliche Negativszenarien, dagegen werden positive Einflussfaktoren tendenziell kleingeredet. Aktienmärkte blicken in die Zukunft, und es ist zugegebenermaßen nicht immer einfach, die eigene Überzeugung mit diesem Blickwinkel in Einklang zu bringen.


Zuversicht fehlt

Es braucht eine gesunde Portion Vertrauen in die globale Wirtschaft, um an eine bessere Welt nach dem schnellsten Bärenmarkt der Geschichte zu glauben – mit oder ohne Corona. Es braucht das Vertrauen in die Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft, auch mit gravierenden Problemstellungen umgehen zu können. Eine Eigenschaft, welche die globalen Märkte in ihrer langen Historie jedoch immer wieder bewiesen haben. Nur: Wo soll dieses Vertrauen in dieser Phase herkommen?

Schlechtes Image

Die Aktienkultur in Deutschland ist seit jeher verkümmert, und die Schlagzeilen bewirken immer wieder, dass sich daran auch nicht viel ändert. Denn Aktienmärkte machen keine Schlagzeilen damit, dass sie langfristig überlegene Renditen möglich machen, das Rampenlicht gehört den Skandalen. VW verstrickt sich im Abgasskandal, Wirecard versenkt sich durch einen unvorstellbaren Bilanzbetrug selbst, Grenke sieht sich massiven Vorwürfen ausgesetzt, das US-Unternehmen Nikola befindet sich im Visier der amerikanischen Börsenaufsicht und die Deutsche Bank ist seit vielen Jahren Dauergast bei groß angelegten Finanz-Skandalen. Wie soll man angesichts dieser Machenschaften Vertrauen in die börsennotierten Unternehmen schöpfen? Mit einer rationalen Herangehensweise an Aktieninvestments!

Nicht zu kompliziert

Einer der vielen Ratschläge von Warren Buffett lautet: „Ich kaufe nur, was ich verstehe.“ Dagegen könnte man argumentieren, dass diese Ansicht „altmodisch“ ist und gerade die zukunftsweisenden Technologien, deren Geschäftsmodell eben nicht von jedem Marktteilnehmer vollumfänglich durchschaut wird, die größten Wachstumschancen am Markt bieten – künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und vieles mehr. Die Wahrheit liegt – wie so oft – in der gesunden Mitte. Auf der einen Seite sollte man als Anleger darauf achten, dass man sich vor Zukunftsthemen nicht verschließt, auf der anderen Seite sollte eine Portfoliokonstruktion nicht die „Suche nach dem nächsten großen Ding“ bedeuten. Wer seinen Investmentstil flexibel an die Entwicklungen im Marktzyklus anlehnen kann und die Geschäftsmodelle einzelner Unternehmen so rational wie möglich überprüft, begibt sich in eine erfolgsversprechende Position. Und wer schützt die Anleger vor den schwarzen Schafen? In letzter Instanz niemand, deshalb beinhaltet eine rationale Portfoliokonstruktion auch eine gesunde Diversifikation.

Fazit

Aktienmärkte bieten langfristig erfolgsversprechende Investitionen, weil der grundlegende Trend zu globalem Wachstum eine schier unaufhaltsame Kraft darstellt. Allerdings braucht es insbesondere in der frühen Bullenmarktphase Vertrauen in diese Robustheit. Leider tragen typische Schlagzeilen nicht zu dieser Vertrauensbildung bei – es bleibt also den rational agierenden Anlegern vorbehalten, in dieser frühen Phase dabei zu sein.


© 25. September 2020, Grüner Fisher Investment


Über den Autor


Thomas Grüner ist Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder, nicht die der Redaktion von boerse-frankfurt.de. Sein Inhalt ist die alleinige Verantwortung des Autors.




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