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Mo, 8. März 2021, 17:08 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Markttechnik: DAX in Pattsituation


28.07.10 16:27
Redaktion boerse-frankfurt.de

Immer noch warten die Charttechniker auf den endgültigen Ausbruch nach oben. Doch die Berg- und Talfahrt nimmt kein Ende.

    * Staud: Nicht unter Haltelinien abrutschen
    * Salomon: Bei Ausbruch über Jahreshoch 7.000 Punkte möglich
    * Metzler sieht gute Chancen für den Euro
    * Euro per Jahresende bei 1,37 US-Dollar
    * Stimmung bezüglich Technologiewerten verbessert

28. Juli 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Es war wie gehabt: Abermals ging dem DAX gestern bei seinem Anlauf nach oben die Puste aus, das deutsche Aktienbarometer drehte nach mehreren Tagen mit Kursavancen nach unten. Den meisten technischen Analysten zufolge muss der DAX für einen Ausbruch nach oben aber endlich das Jahreshoch von 6.342 Punkten überwinden. Sonst drohe immer wieder die Gefahr einer Korrektur. Die Anleger sind unterdessen bezüglich der Technologiewerte optimistischer als vor einer Woche, bezüglich der DAX-Werte gibt es hingegen kaum eine Veränderung, wie die aktuelle Sentimenterhebung der Börse Frankfurt zeigt. Am Nachmittag notiert der DAX mit 6.164 Punkten leicht im Minus.

Staud: Nicht unter Haltelinien abrutschen

„Kurzfristig ausgepowert“ beschreibt Wieland Staud von Staud Research den DAX am gestrigen Dienstag. Dem Markttechniker zufolge ist zwar nicht zwingend mit dem Ende des Anstiegs zu rechnen, wohl aber mit einer Verschnaufpause, um eine analytisch gesunde Basis für weitere Kursgewinne schaffen. „Dahingehende Chance bleiben gewahrt, solange es keinen nachhaltigen Bruch der bei rund 6.100 Punkte beginnenden Haltelinien kommt“, erläutert er. Allerdings stellten Niveaus von 6.288 bis 6.341 Zähler das vorläufige Limit nach oben dar.

Salomon: Bei Ausbruch über Jahreshoch 7.000 Punkte möglich

Laut Stefan Salomon, freier technischer Analyst (www.candlestick.de), zeigt die Chartsituation derzeit eine starke Verunsicherung der Marktteilnehmer aufgrund der Ausbildung zweiter Dreiecke. „Ein Bruch der unteren Begrenzung des Dreiecks in Verbindung mit einem Bruch der 200-Tagelinie, die aktuell bei 5.900 Punkten verläuft, würde drastischen Korrekturbedarf ankündigen“, meint Salomon. Ein Ausbruch nach oben über das gestrige Hoch bei 6.253 Punkten werde hingegen wahrscheinlich einen Test des Jahreshochs zu Folge haben. Bei Ausbruch über das Jahreshoch lasse sich dann die 7.000er Marke als Kursziel ableiten. „Schnelle Richtungsänderungen sind weiterhin einzuplanen, die weißen Kerzen der letzten Woche stützen jedoch den Markt“, erklärt der Analyst.

Metzler sieht gute Chancen für den Euro

Für den Euro sieht es nach Ansicht von Özgür Atasever vom Bankhaus Metzler hingegen gar nicht schlecht aus: Beim Wechselkurspaar Euro/US-Dollar sei es in den vergangenen Wochen zu einem signifikanten Bruch des mittelfristigen Abwärtstrends gekommen, die Talfahrt gerade unter technischen Aspekten sei beendet. „Gepaart mit der positiven Indikation der Trendfolgeindikatoren wie MACD, ADX oder 55-Tage-Linie hat sich das Bild für den Euro somit beträchtlich aufgehellt“, erklärt der Charttechniker.

Nachdem dem Euro in dieser Woche abermals der Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 1,30 US-Dollar gelungen sei, gelte es nun, das mögliche Doppeltop-Szenario zu entschärfen, meint Atasever: „Sollte der Euro den Sprung über das bisherige Verlaufshoch bei 1,3028 nicht schaffen, läge das rechnerische Kursziel bei 1,2440.“ Einen wichtigen Impuls habe bereits der Japanische Yen geliefert: „Hier überbot das Wechselkurspaar gestern erstmalig die bei 113,42 verlaufende Nackenlinie einer seit drei Monaten etablierten Bodenbildungsformation.“ Dadurch könne auch der Euro zum US-Dollar Aufwind bekommen.

Euro per Jahresende bei 1,37 US-Dollar

Hier sieht Atasever als nächste Kursziele 1,3095, ein markantes Verlaufshoch vom 10. Mai dieses Jahres, beziehungsweise 1,3125, dem 38,2 Prozent-Fibonacci-Retracement der großen Abwärtsbewegung von 1,5145 auf 1,1876. Bezug nehmend auf die Fibonacci-Retracements lägen die mittelfristigen Kursziele bei 1,3511 (50 Prozent) beziehungsweise 1,3896 (61,8 Prozent). Die Jahresendprognose von Metzler rangiert mit 1,37 genau dazwischen. Weitere Indizien für das wieder gewonnene Vertrauen in den Euro sind laut Atasever die stark rückläufige spekulative Euro-Short-Positionierung und der „zusammengeschnurrte“ 10-jährige Treasury/Bund-Spread.

Stimmung bezüglich Technologiewerten verbessert

Die Anlegerstimmung hat sich gegenüber der Vorwoche lediglich bei den Technologiewerten klar aufgehellt, bezüglich des DAX ist die Laune quasi unverändert, wie die aktuelle Sentimenterhebung bei 300 aktiven Investoren ergibt. Bullish für Bluechips zeigten sich 46 Prozent der Befragten nach zuvor 43, bearish 30 gegenüber 28 Prozent in der Vorwoche. Der Bull/Bear-Index steigt nur ganz leicht von 58,3 auf 58,9 Prozent.

Bei den Technologiewerten ist die Veränderung signifikanter, hier klettert der Bull/Bear-Index von 58,6 auf 67,1 Prozent. Auffällig ist hier das kleiner werdende Bärenlager: Nur noch 26 nach zuvor 34 Prozent der Investoren zeigten sich pessimistisch. 7 Prozent der Befragten haben sich also von ihren Short-Positionen getrennt.

Für den Bull/Bear-Index werden die Optimisten ins Verhältnis zu den Pessimisten gesetzt und mit den neutral Gestimmten gewichtet. Was das bedeutet, lesen Sie heute nachbörslich bei www.boerse-frankfurt.de/sentiment.


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