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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Markttechnik: DAX mit erstem Etappensieg


04.08.10 17:29
Redaktion boerse-frankfurt.de

Zwar ist das Jahreshoch noch nicht wieder erreicht, kleinkriegen lässt sich der DAX aber offenbar auch nicht. Charttechniker werten dies als positives Zeichen.

    * HSBC Trinkaus: DAX nach Kursavancen „weich gebettet“
    * Wichtige Hürden genommen
    * Positive Trendfortsetzung und erhöhte Volatilität
    * Wieder schlechtere Stimmung

4. August 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Konsolidierung ist nach Ansicht der meisten technisch orientierten Analysten mittlerweile beendet: Am Dienstagnachmittag kletterte das deutsche Börsenbarometer auf 6.310 Punkte und damit den höchsten Stand seit 21. Juni. Grund genug für Optimismus, meinen die Charttechniker – jedenfalls solange die Unterstützungen nach unten nicht durchbrochen werden. Am Nachmittag notiert der DAX bei 6.291 Punkten leicht im Minus. Die Anleger sind unterdessen wieder skeptischer als vor einer Woche, wie die aktuelle Sentimenterhebung der Börse Frankfurt zeigt. Bei den DAX-Werten rutscht der Bull/Bear-Index auf 50,6 Punkte mit einem gehörigen Schub durch neue Bären, die in der laufenden Woche short gegangen sind.

HSBC Trinkaus: DAX nach Kursavancen „weich gebettet“

Nach Einschätzung von HSBC Trinkaus & Burkhardt ist dem DAX ein erster Etappensieg gelungen. „Auf Höhe der soliden Haltezone aus dem Januarhoch bei 6.094 Punkten sowie der 90- und 38-Tages-Linie bei aktuell 6.088/6.111 Punkten ist der DAX gut aus den Startlöchern gekommen und konnte anschließend in kraftvollen Zügen den markanten Hindernisgürtel aus den Julihochpunkten bei 6.248, beziehungsweise 6.254 Punkten überspringen“, erläutert Charttechnikerin Jana Meier. Damit sei der Deutsche Aktienindex erst einmal weich gebettet und nur noch einen Wimpernschlag von neuen Jahreshochständen entfernt. Davor gilt es Meier zufolge jedoch zunächst, sich der Bastion in Form der Kreuzunterstützung aus den bisherigen Rekordständen des Jahres bei 6.331 beziehungsweise 6.342 und dem im Juli 2009 etablierten ehemaligen Aufwärtstrend bei aktuell 6.347 Punkten zu stellen. „Im Erfolgsfall winkt Spielraum bis auf das Niveau des Hochs vom September 2008 bei 6.554 Punkten“, erklärt sie. Die Kaufsignale des MACD und der Stochastik gäben dem Angriff auf die angeführte Bastion dabei Rückenwind.

Wichtige Hürden genommen

Auch Thomas May, charttechnischer Analyst von GodmodeTrader.de, sieht die jüngsten Kursfortschritte positiv: „Gestern hat der DAX die wichtige Widerstandsmarke bei 6.250 Punkten durchbrochen, auch der mittelfristige Abwärtstrend wurde nach oben überschritten“, erläutert May. Nun gelte es, das Verlaufshoch bei 6.330 Punkten anzusteuern. Sollte der Bruch dieser Marke ebenfalls gelingen, rückten 6.460 und 6.500 ins Visier. Als mittelfristige Kursziele ergäben sich 6.800 beziehungsweise, auf Sicht von einem Jahr, sogar 7.300 Punkte. Unterstützung nach unten bietet May zufolge die 6.250er-Marke. „Kursrückgänge bis auf 6.210 sind aber nicht auszuschließen und sollten das weitere Geschehen nicht beeinträchtigen“, erläutert der Charttechniker. Erst ab 6.150 Zählern trübe sich das Bild ein.

Positive Trendfortsetzung und erhöhte Volatilität


Manfred Hübner von der sentix GmbH weist darauf hin, dass die Irritation unter den Anlegern – gemessen in den entsprechenden sentix – enorm hoch sei. „Damit steht jetzt schon fest, dass eine größere Bewegung zu erwarten ist, denn eine solche psychologische Spannung wird ungern von den Anlegern ertragen“, meint er. Sobald klare Anzeichen für einen Bruch der Jahreshochs oder ein Scheitern dieses Versuchs vorlägen, würden sich die unentschlossenen Anleger positionieren.

Interessant ist laut Hübner in diesem Zusammenhang auch, dass der DAX seit Februar die Formation eines aufsteigenden Dreiecks ausgebildet habe, dessen obere Begrenzung bei 6.380 Punkten sowie untere bei 5.850 verlaufe. Lehrbuchgemäß deute dies auf eine positive Trendfortsetzung und auf erhöhte Volatilität hin. „Sollte der Markt die Barriere bei 6.380 Punkten überwinden, liegt das nächste Kursziel bei rund 6.740 Punkten“, meint Hübner.

Wieder schlechtere Stimmung

Die Anlegerstimmung hat sich gegenüber der Vorwoche wieder eingetrübt, wie die aktuelle Sentimenterhebung der Börse Frankfurt bei 300 aktiven Investoren ergibt. Bullish für Bluechips zeigten sich nur noch 40 Prozent der Befragten nach zuvor 46, bearish 39 nach 30. Damit liegen Bullen- und Bärenlager fast gleichauf. Der Bull/Bear-Index sinkt deutlich von 58,9 auf 50,6 Prozent. Immerhin 9 Prozent der Befragten sind im Vergleich zur Vorwoche short gegangen.

Bei den Technologiewerten setzen immerhin 11 Prozent der Befragten mehr auf fallende Kurse. Da das Sentiment von einem höheren Niveau kommt, steht der Bull/Bear-Index bei zuversichtlicheren 55 Punkten.

Für den Index werden die Optimisten ins Verhältnis zu den Pessimisten gesetzt und mit den neutral Gestimmten gewichtet. Was es bedeutet steht in der Analyse von Joachim Goldberg, die gegen 17 Uhr bei boerse-frankfurt.de/sentiment erscheint. In vielen Marktphasen gilt das Sentiment ein Kontraindikator, aber nicht immer und vor allem nicht bei längeren Seitwärtsbewegungen. Die Veränderungen von Woche zu Woche können aber Aufschluss über Einstiegspreise und damit auch potentielle Ausstiegspreise geben.


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