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Sa, 6. März 2021, 4:59 Uhr

Goldpreis

WKN: 965515 / ISIN: XC0009655157

Rohstoffe: Gefahr zweiter Pandemiewelle befeuert Goldpreis


18.07.20 10:05
Redaktion boerse-frankfurt.de

Der Goldpreis steigt weiter und nähert sich mittlerweile seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2011. Der rasante Ölpreisanstieg aus dem Mai hat sich hingegen nicht fortgesetzt, die vor-Corona-Niveaus sind in weiter Ferne.



16. Juli 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Gold bricht derzeit alle Regeln. Normalerweise sinkt der Goldpreis, wenn die Aktienkurse steigen – derzeit bewegen sich die Krisenwährung Gold und die als Risikoanlagen geltenden Aktien im Gleichklang. Analysten begründen das mit den beispiellosen Liquiditäts- und Konjunkturprogrammen der Notenbanken und Regierungen und der gleichzeitig anhaltenden hohen Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie.


Vergangene Woche ist der Preis für eine Feinunze Gold erstmals wieder über die Marke von 1.800 US-Dollar geklettert, am Donnerstagmorgen sind es 1.808 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit neun Jahren, das Allzeithoch von 2011 bei knapp 1.902 US-Dollar ist nicht mehr weit. In Euro war der Preis schon im Mai auf ein neues Allzeithoch von über 1.600 Euro geklettert, aktuell sind es mit 1.586 Euro kaum weniger.


„Gefahr einer zweiten Pandemiewelle befeuert Rally“


Auch ETC-Anleger interessieren sich derzeit vor allem für Gold. Das Edelmetall beherrschte den ETC-Handel der vergangenen Wochen klar, wie Mobeen Tahir von WisdomTree berichtet. „Die Gefahr einer zweiten Pandemiewelle und die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China haben die Rally befeuert.“


Der Bestand von Xetra-Gold (WKN A0S9GB) klettert weiter auf neue Hochs, aktuell liegt er bei 225 Tonnen. Viel gehandelt an der Börse Frankfurt werden neben dem ewigen Spitzenreiter Xetra-Gold auch der Xtrackers Physical Gold mit und ohne Währungsabsicherung (WKN A1EK0GA1E0HR), der WisdomTree Physical Gold mit und ohne Währungssicherung (WKN A1RX99, A0N62G), der Invesco Physical Gold (WKN A1AA5X) und der Gold Bullion Securities (WKN A0LP78).


Goldpreisprognosen bis 3.000 US-Dollar


Über die längerfristige Goldpreisentwicklung gehen die Meinungen weiter auseinander. Bank of America hatte Anfang des Monats geäußert, dass in den kommenden anderthalb Jahren ein Goldpreis von 3.000 US-Dollar möglich sei. ABN Amro geht nicht ganz so weit, hat aber vor kurzem die Goldpreisprognose von 1.700 auf 1.900 US-Dollar zum Jahresende angehoben. Die Commerzbank ist da skeptischer: „Kurzfristig dürfte das Kaufinteresse aufgrund der steigenden Zahl an Neuinfektionen vor allem in den USA hoch bleiben“, meint Analystin Barbara Lambrecht. Aber weil es ansonsten überall an Nachfrage fehle, könne es bald eine Korrektur geben.


Lambrecht


Auch Silber hebt immer weiter ab


Auch der Silberpreis ist wieder gestiegen, aktuell wird die Feinunze zu 19,26 US-Dollar gehandelt. Im März-Tief war der Preis bis auf 11,72 US-Dollar gefallen. Bei Silber-ETCs überwogen in den vergangenen Wochen ebenfalls die Zuflüsse, wie Tahir meldet. „Das liegt an der Korrelation von Silber zu Gold.“ Umsatzstark waren an der Börse Frankfurt vor allem der WisdomTree Physical Silver (A0N62F) und der Xtrackers Physical Silver (WKN A1E0HS).


„Silber profitiert von Korrelation zu Gold.“


„Gewinnmitnahmen bei Öl“


Der Ölpreis tritt hingegen auf der Stelle. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet aktuell 43,46 US-Dollar, nur etwas mehr als vor einem Monat. Dem vorausgegangen war ein rasanter Anstieg: Ende April hatte das Barrel nur noch knapp 21 US-Dollar gekostet. Bei Öl-ETCs setzen sich die Abflüsse laut Wisdom Tree fort. „Das dürften wohl Gewinnmitnahmen sein“, meint Tahir.


Webinar am 17. August, 12 Uhr

Rohstoffanalyst Michael Blumenroth von der Deutschen Bank gibt eine Einführung in den Ölmarkt, seine unterschiedlichen Preise und was diese beeinflusst, wie Anleger in Öl investieren können und wer es wann vielleicht besser lassen sollte.


Nach Einschätzung der DekaBank ist mit einem weiteren Ölpreisanstieg vorerst nicht zu rechnen. „Die weltweite Nachfrage nach Rohöl wird im Jahr 2020 aufgrund der schnellen Ausbreitung des Coronavirus und der weltweiten Rezession das erste Mal seit 2009 sinken“, stellt Analystin Dora Borbély fest. Zugleich werde das Ölangebot – trotz der Produktionskürzungen seitens der Opec-Länder sowie des Rückgangs der US-Schieferölförderung – nicht im gleichen Ausmaß sinken. „Die daraus resultierenden enorm hohen Lagerbestände werden bis in das Jahr 2021 hinein Ölpreisanstiege auf die Vorkrisenniveaus verhindern.“ Führende Mitglieder des Verbunds Opec haben im Übrigen diese Woche angekündigt, die Förderung ab August wieder spürbar zu erhöhen.


„Hohe Lagerbestände verhindern Ölpreisanstieg bis 2021.“


Trotz der Seitwärtsbewegung gehören Öl-ETCs wieder zu den Umsatzspitzenreitern an der Börse Frankfurt. Besonders viel um ging in den vergangenen vier Wochen im WisdomTree WTI Crude (WKN A0KRJX) und im WisdomTree Brent Crude Oil (WKN A1N49P),


“Optimismus bei Industriemetallen überzogen”


Deutlich verteuert haben sich zuletzt die Industriemetallpreise. So ist der Kupferpreis über das Vor-Corona-Niveau auf in der Spitze 6.596 US-Dollar geklettert, am Donnerstagmorgen sind es 6.392 US-Dollar. Entsprechend entwickelt hat sich der WisdomTree Copper (WKN A0KRJU). „Nun droht mit Chinas wirtschaftlicher Erholung aber ein wesentlicher Preistreiber zu ermüden“, erklärt Barbara Lambrecht. „Der Optimismus an den Industriemetallmärkten ist überzogen, wir erwarten mittelfristig eine Preiskorrektur.“


„Wesentlicher Preistreiber für Industriemetalle ermüdet“


von Anna-Maria Borse
16. Juli 2020, © Deutsche Börse AG




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