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Mo, 8. März 2021, 16:23 Uhr

WisdomTree Broad Commodities

WKN: A0KRKC / ISIN: DE000A0KRKC6

Rohstoffe: Gute Laune


05.08.10 08:12
Redaktion boerse-frankfurt.de

Besser als erwartete Wirtschaftsdaten aus China und den USA beflügeln die Rohstoffpreise im Allgemeinen und die der Industriemetalle im Besonderen. Auf Monatsbasis können die wichtigsten Metalle für das verarbeitende Gewerbe im zweistelligen Prozentbereich zulegen. China interessiert sich für sehr viel mehr Gold als erwartet und kauft Uran für den Bau von Kernkraftwerken im eigenen Land.

    * Industriemetalle in Höchstform
    * Aluminium künstlich knapp
    * Kupfer strahlt
    * Neuer Aufwind für Gold?
    * Potenzial für Uran

Steigen die Aktien, erholen sich auch die Rohstoffmärkte. Dieser Zusammenhang hat sich aktuell wieder bewahrheitet. Dank der guten Unternehmensberichte, der positiven Konjunkturerwartungen aus den USA und der Glaube, dass China lediglich eine Abkühlung erfährt, statt eines Abschwungs, kehrt der Optimismus an die Rohstoffmärkte zurück. Abgesehen von Gold kennen die wichtigsten Rohstoffe derzeit nur eine Richtung – und die geht nach oben.

Industriemetalle in Höchstform

Basismetalle zeigen sich aktuell von ihrer besten Seite. Durchweg alle Metalle markieren mehrmonatige Höchststände. Der Risikoappetit der Marktteilnehmer sei hoch und die Aktienmärkte stiegen aufgrund guter Unternehmensberichte. „Deshalb sehen wir kurzfristig einen weiteren Schub“, prognostiziert Eugen Weinberg von der Commerzbank. Mittelfristig seien die Kapitalmärkte den guten Fundamentaldaten aber vorausgeeilt, so dass eine Korrektur an den Metallmärkten zu erwarten sei. ETCs mit einem Korb von Rohstoffen findet sich deshalb auf der Bestsellerliste bei ETF Securities, dem größten europäischen Anbieter von Exchange Traded Commodities. Gekauft wird zum Beispiel der ETFS All Commodities (WKN A0KRKC).

Aluminium künstlich knapp

Hohe Aluminiumbestände ständen dem Markt derzeit nicht zur Verfügung, weil Kapitalanleger sie an der Londoner Metallbörse besicherten. „Rund 70 Prozent der Aluminiumbestände sind zurzeit vom Kapitalmarkt gebunden“, weiß Gabor Vogel von der DZ Bank. „Diese künstliche Knappheit wird sich erst im August und September wieder auflösen, deshalb vermuten wir erst einmal einen weiteren Preisanstieg.“ Anleger sind nicht ganz so optimistisch und verkaufen mehr vom Wertpapier ETFS Aluminium (WKN A0KRJS) als sie kaufen.

Kupfer strahlt

Der Gewinner der Woche heißt Kupfer. Das Metall sei fundamental interessant, weil es in vielen Industriezweigen Verwendung finde. „Nachdem das Risiko eines Double Dip in den USA etwas eingedämmt scheint, sehen wir für Kupfer gute Perspektiven“, erläutert die DZ Bank. Aktuell sei die Nachfrage nach Kupfer besonders hoch und die Angebotsseite habe nicht Schritt halten können mit dieser rasanten Entwicklung. „Wir vermuten eine nachhaltige Erholung des Kupfermarktes“, analysiert Vogel. Ende 2010 könne der Kupferpreis die 8.000 US-Dollar überschreiten und Ende 2011 gar die 8.500 US-Dollar Marke. Auch die Anleger an der Börse Frankfurt greifen bei Kupferpapieren zu und kaufen ETFS Copper (WKN A0KRJU).

Neuer Aufwind für Gold?

Obwohl Gold aktuell deutlich unter dem Allzeithoch von Mitte Juni notiere, sieht die DZ Bank weiterhin Entwicklungschancen nach oben. Denn die Konjunktur- und Schuldenrisiken seien nach wie vor präsent. „Grundsätzlich hat sich nichts verändert“, glaubt Vogel. „Die Schuldensituation vor allem im Süden Europas ist nicht gelöst, nur weil niemand mehr darüber spricht. Außerdem haben Anleger durch die konstant niedrigen Zinsen alternativer sicherer Anlagen keine Motivation aus Gold auszusteigen.“

Auch die Commerzbank sieht für das Edelmetall mittelfristig Luft nach oben, wenn auch aus anderem Grund. Ein schwächerer Dollar und eine expansive US-Geldpolitik ließen leise Inflationssorgen aufkeimen. „Anleger nutzen Gold wieder als Schutz vor höheren Teuerungsraten“, vermutet Weinberg. „Aber auch gestiegene physische Goldkäufe, ausgelöst durch den Preisrutsch der jüngsten Vergangenheit, stabilisiert den Preis des Edelmetalls.“ So würden viele Zentralbanken, insbesondere die der Schwellenländer, ihre Goldreserven derzeit aufstocken. Außerdem habe Peru, der sechstgrößte Goldproduzenten weltweit, einen Rückgang der Goldproduktion im Juni um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr angekündigt. Deshalb könne die saisonale Schwäche des Edelmetalls schon bald wieder vorbei sein.

Passend dazu kündigte die chinesische Zentralbank an, den Goldhandel an der Shanghaier Goldbörse für ausländische Banken weiter zu öffnen. Den internationalen Geldhäusern würde es in Zukunft erlaubt, mehr Gold zu importieren und zu exportieren. Die Commerzbank sieht in diesem Schritt eher den Versuch, mehr Gold ins eigene Land zu bringen. „Obwohl China bereits der weltweit größte Goldproduzent ist, kann das Land die lokale Nachfrage nicht decken und wird erwartungsgemäß größere Mengen des Edelmetalls zusätzlich importieren“, mutmaßt Weinberg. Dies werde vermutlich zu einem Preisanstieg führen.

ETF Securities berichtet von einem Verkaufsüberhang bei Edelmetall-ETFs und begründet diesen Trend mit gestiegenem Anlegervertrauen in die europäische Wirtschaft. Veräußert wurde beispielsweise der ETFS Physical Gold (WKN A0N62G). Andere Investoren vermuten das Ende der sinkenden Preise und verkaufen zum Beispiel ETFS Short Precious Metals (WKN A0V9XR) und ETFS Short Silver (WKN A0V9X6) ETCs, die beide auf fallende Preise setzen. Gekauft wird auch das gehebelte Papier Physical Silver Euro (WKN A1EK0J) mit physisch hinterlegtem Silber. Mehr Verkäufe als Käufe registriert auch Xetra Gold (WKN A0S9GB), das Zertifikat mit physisch hinterlegtem Gold.

Potenzial für Uran

Minenunternehmen decken sich verstärkt mit Uran ein und China plant den Ausbau von Atomkraftwerken. Nach langer Durstrecke sei der Uranpreis innerhalb nur eines Monats um 10 Prozent gestiegen. „Die Chinesen füllen ihre Lagerbestände, weil sie einige neue Atomkraftwerke bauen wollen“, weiß die Commerzbank. Das Land plane immer sehr langfristig. Nicht nur deshalb könne man auf absehbare Zeit mit einem positiven Verlauf beim Uranpreis rechnen. „Insgesamt erwartet der Markt international eine Neuauflage von Atomkraft.“ Gekauft wird beispielsweise das Uran Zertifikat auf einen Aktienkorb von Urananbietern (WKN ML0BDN).


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05.02.21 , Xetra Newsboard
XETR : MARKET_RESET OD7V
Market Reset. Product ID: [52278](DE000A0KRKC6) Product State: POST_TRADING Last msg key: 16124756070393440501
24.02.20 , Xetra Newsboard
XETR : FAST_MARKET OD7V
Fast Market has been SET on Product ID: [52278](DE000A0KRKC6)
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