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Mo, 8. März 2021, 16:02 Uhr

TecDAX (Performance)

WKN: 720327 / ISIN: DE0007203275

TecDAX-Abtaucher vergrault erste Optimisten


05.08.10 09:21
Redaktion boerse-frankfurt.de

Die jüngsten Kursabschläge waren für viele TecDAX-Akteuren offensichtlich tief genug, um sich von ihrem zuvor bekundeten Optimismus zu verabschieden: Sowohl private wie institutionelle Akteure suchen Zuflucht im Bärencamp.

Gar so rosarot wie noch in der Vorwoche gestaltete sich die Nachrichtenlage im Berichtszeitraum sicher nicht. Beispielsweise bot sich im übergeordneten gesamtwirtschaftlichen Kontext kein eindeutig positives Bild. Insbesondere aus Richtung USA kamen etliche schwache Konjunktursignale. Und auch die technologiebezogenen Meldungen fielen nicht ausnahmslos erbaulich aus: Die Software AG enttäuschte im zweiten Quartal – trotz höherer Ergebnisprognose – die hochgesteckten Erwartungen der Marktteilnehmer. Und die beschlossene Verlängerung eines Kreditpakets für das angeschlagene Solarunternehmen Conergy vermochte längst nicht jeden zu überzeugen. Andererseits gab es aber zugleich erneut eine Reihe von Lichtblicken: Etwa die angehobene Jahresprognose des Maschinenbauers Aixtron, der Rekordumsatz des Photovoltaik-Konzerns Solarworld oder auch die hoffnungsfroh stimmende Einschätzung einer Expertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, derzufolge der Markt für erneuerbare Energien einen regelrechten Jobboom auslösen könnte. In den kommenden zehn Jahren sei demnach mit Hunderttausenden zusätzlichen Arbeitsplätzen in diesem Bereich zu rechnen.

Der Technologie-Index selbst musste im Berichtszeitraum ein klein wenig Federn lassen: Stichtagsbezogen verlor er zwar lediglich 1 Prozent, vorübergehend war er jedoch deutlich tiefer gefallen. Der Abtaucher führte vielen Marktteilnehmern offensichtlich tief genug, um sich von ihrem zuletzt bekundeten Optimismus wieder zu verabschieden. Laut aktueller Sentimenterhebung suchen sowohl private wie institutionelle Akteure Zuflucht im Bärencamp. Während es sich im erstgenannten Fall vornehmlich um abtrünnig gewordene Bullen handelt, speist sich der Pessimistenzustrom im Falle der Profi-Investoren indes hauptsächlich aus Abwanderern von der Seitenlinie. Der Bull/Bear-Index erhält durch die jüngste Stimmungseintrübung einen deutlichen Dämpfer: Er sackt auf das niedrigste Niveau seit vier Wochen und notiert nunmehr wieder leicht unterhalb seines bisherigen Jahresmittels.

Am Gesamtausblick hat sich – trotz der doch merklichen Verschiebung im Sentimentgefüge – wenig verändert. Weiterhin ist nicht davon auszugehen, dass die befragten mittelfristigen Akteure mit nennenswerten Positionen engagiert sind. Zumindest räumen wir einem erneuten Angriff auf das jüngste Zwischenhoch nun aber ein wenig mehr Kraft ein. Doch wären sicherlich größere Schieflagen vonnöten, um das Technologie-Barometer aus seinem aktuellen Seitwärtstakt zu bringen.

Katrin Nink, cognitrend


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