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Activision Blizzard

WKN: A0Q4K4 / ISIN: US00507V1098

Ubisoft, Activision Blizzard, Electronic Arts – Gamer aufgepasst


04.06.19 08:54
Feingold-Research

Ein kontinuierliches Wachstumsfeld in der Unterhaltungsindustrie stellt das Geschäft mit Computer-, Konsolen- und Smartphone Spielen dar. Dabei geht die Spielerfahrung auf dem Smartphone mittlerweile weit über simple Apps hinaus und kann Spielekonsolen die Stirn bieten. Cross- Plattform-Gaming zum Beispiel ermöglicht es Spielern mit verschiedenen Endgeräten zusammenzuspielen. Was sind die Treiber für das Wachstum und wie lässt sich damit Geld verdienen? Anleger greifen zur Aktienanleihe VF5ZCY auf Activision Blizzard, Electronic Arts, UBISOFT Entertainment und einem Kupon von 10 Prozent. 


Das Geschäft mit dem Verkauf von Spiellizenzen ist längst nicht mehr der größte Umsatzreiber für die Produzenten, man setzt vermehrt auf Abonnement Modelle und den Entertainment Faktor. Videospiele begeistern immer mehr Menschen und dabei geht es nicht nur um das Spielen selbst, sondern auch das Zuschauen. So zählen Streamer, die in Echtzeit ihr Spielerlebnis mit anderen teilen, zu den erfolgreichsten YouTubern und können sich auf eine wachsende Zuschauerbasis stützen. Neben Online-Streams erfreuen sich auch E-Sports Veranstaltungen wachsender Beliebtheit. Hier messen sich Spieler in Turnieren miteinander. Dabei ist der E-Sport längst vergleichbar mit traditionellem Profisport. Professionelle Gamer müssen jeweils mehrere Stunden pro Tag trainieren, damit sie den Anschluss an die Weltspitze nicht verlieren.


E-Sports Teams sind professionell aufgestellt und können hunderte von Mitarbeitern beschäftigen. Laut einer Studie des Vontobel Investment Office konnten 2018 im E-Sports rund 906 Mio. USD umgesetzt werden. Beachtlich sind auch Sponsorenverträge mit Daimler, DHL oder Intel, so wie diese konnten viele weitere große Firmen für die E-Sports-Industrie begeistert werden. Die Sponsorenerträge nahmen um 53% gegenüber dem Vorjahr auf 359 Mio. USD zu, Tendenz steigend. Auch mehrere Fußballvereine stellen eigene Teams zusammen um von dem Trend zu E-Sports zu profitieren, denn die Preisgelder im E-Sport erreichen enorme Höhen. Epic Games veranstaltet eine eigene Weltmeisterschaft zu seinem erfolgreichsten Spiel Fortnite, der Preispool liegt bei 100 Mio. USD. Vergleichbare Summen gibt es allenfalls noch im Fußball zu gewinnen, beim Golfturnier US Open hingegen belaufen sich die Preisgelder im Vergleich nur auf 12 Mio. USD. Dies verdeutlicht wie groß der entstandene Markt für Videospiele und E-Sports ist. Im Folgenden stellen wir Ihnen 4 aktuelle Profiteure des Hypes um E-Sports vor.


Electronic Arts

Der ehemalige Marktführer im Bereich Computer- und Videospiele wies im letzten Jahresabschluss einen Umsatz von 5,18 Mrd. USD, aus. Mit dem jährlich erscheinenden Klassiker Fifa und der beliebten Battlefield-Reihe bedient der Hersteller eine große Fangemeinde. Bekannt wurde das Unternehmen vor allem für seine Sportspiele, es publiziert aber auch Titel in diversen anderen Themengebieten. Die meisten Spiele sind zu einem festen Preis erwerbbar, können aber später gegen Zuzahlung um zusätzliche Inhalte erweitert werden. So kann ein Titel über mehrere Jahre kontinuierlich Spielspaß bieten, da er sich über Updates und Erweiterungen anpassen lässt. Außerdem betreibt Electronic Arts eine Onlinevertriebsplattform namens „Origin“ auf welcher Spiele verschiedener Herausgeber angeboten werden. Die Plattform fungiert als eine Art soziales Netzwerk für die Spieler.


Activision Blizzard

Seit einer Fusion mit Vivendi Universal Games ist Activision Blizzard der umsatzstärkste Gaming Konzern und gleichzeitig mit über 500 Millionen Spielern das größte Spielenetzwerk. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 7,5 Mrd. USD. Die Ergebnisse im ersten Quartal übertrafen die Erwartungen, die Erträge lagen bei 1,85 Mrd. USD. Schon früh setzte man hier auf das Geschäftsmodell Umsätze mit Abonnements zu generieren, und zwar mit dem bekannten Titel World of Warcraft. Weitere bekannte Marken des Konzerns sind die Call of Duty Reihe, ein jährlich erscheinender und vielfach prämierter Ego-Shooter (Schießspiele aus der Spielerperspektive) oder auch die beliebte App Candy Crush. Das Unternehmen zeigt ein starkes Engagement im E-Sports, betreibt eigene Ligen und plant einen weiteren Ausbau dieser Sparte. Außerdem sollen weitere Titel auch mit Smartphone Versionen ausgestattet werden. Die Margen in dem Geschäft sind gewohnt hoch, so erzielte der akquirierte Bereich King Digital Entertainment, zu welchem Candy Crush gehört, eine operative Marge von 34%. Apps wie diese sind für die Nutzer grundsätzlich kostenlos, bieten aber viele Anreize In-App-Käufe zu tätigen.


Ubisoft

Der französische Spieleentwickler gehört ebenfalls zu den weltgrößten Videospielfirmen und entwickelt mehrere eigene erfolgreiche Reihen, wie zum Beispiel Assassin’s Creed oder Far Cry. Laut Branchenzeitschriften gehört Ubisoft zu den führenden Entwicklern im Bereich des Kopierschutzes für Digital erworbene Spiele und arbeitet aktuell an Cloud Gaming Lösungen. Viele Spieler benötigen häufig teure Computer mit den neuesten Nvidia Grafikkarten um den Anforderungen neuer Spiele gerecht zu werden und das Spieleerlebnis voll zu genießen. Dafür möchte Ubisoft eine Lösung bieten: Über eine Cloud soll das Spiel nur auf den eigenen Rechner gestreamt werden, so ist es möglich auch mit einem Laptop oder Tablet hochaufgelöst und flüssig zu spielen.


Die Finanzziele für das abgelaufene Quartal wurden erreicht, die operative Marge lag laut Reuters bei 82,9%. Dies lässt sich dadurch erklären, dass das Unternehmen stark von Skaleneffekten profitiert und die Kosten für zusätzlich verkaufte Kopien verschwindend gering sind gegenüber den hohen Fixkosten, die die Spieleentwicklung verschlingt. Im Gegensatz zu den beiden vorher genannten Herstellern unterliegt Ubisoft stärkeren zyklischen Schwankungen, da es weniger Titel herausbringt und diese zumeist direkt nach der Veröffentlichung von einer starken Nachfrage profitieren. 2018 veräußerte der Medienkonzern Vivendi seine Anteile an Ubisoft für ca. 2 Mrd. EUR und der chinesische Internetgigant Tencent sicherte sich eine 5-prozentige Beteiligung.


Quelle: Vontobel



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