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Do, 21. Januar 2021, 22:47 Uhr

Wochenausblick: Abwarten ist die Devise


23.11.20 12:21
Redaktion boerse-frankfurt.de

Blick auf Monitore im
                    Handelssaal

Eine Jahresendrallye am Aktienmarkt hängt an der Freigabe der Pandemiehilfen in Europa und einer Einigung über zusätzliche Maßnahmen in den USA. Technisch steht der DAX vor einem Ausbruch nach oben.



23. November 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). An den Finanzmärkten ist nach der Impfstoffeuphorie zunächst ein wenig Ernüchterung eingetreten. Corona wird uns wohl noch lange beschäftigen. Nachdem die zweite Welle zumindest in Frankreich, Belgien, Katalonien und Tschechien ihren Höhepunkt scheinbar überschritten hat, sorgen sich Anleger bereits um eine mögliche dritte Welle und ihre konjunkturellen Folgen. Die Verfügbarkeit eines Impfstoffes und die ausreichende Immunisierung eines Landes, um Lock-downs zurückzufahren, sind laut Robert Halver von der Baader Bank eben zweierlei. Zudem mutiere das Virus womöglich, so dass vielleicht jährlich nachgeimpft werden müsse.


Der wirtschaftliche Ausblick hat sich nach Auffassung der Commerzbank auf kurze Sicht jedenfalls eingetrübt. Die Konjunkturentwicklung im vierten Quartal werde stärker einbrechen als erwartet. Eine mögliche Stimmungsaufhellung durch die schnelle Verfügbarkeit von Impfstoffen wirke voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2021.


Der deutsche Aktienindex trat im Wochenverlauf mehr oder weniger auf der Stelle und schloss am Freitag mit 13.137 Punkten. Am Morgen startete der DAX mit 13.215 Punkten mit Gewinnen in den Handel.


Warten auf neue Impulse


Grundsätzlich sieht Milan Cutkovic vom Handelshaus Axi den Aktienmarkt durch die Impfstoff-Hoffnungen gut unterstützt. Für eine Jahresendrally aber würden frische Impulse benötigt. Diese könnten zum Beispiel in Form von weiteren Konjunkturmaßnahmen der Regierungen kommen.


Noch blockieren Polen und Ungarn die Freigabe des "Next Generation EU"-Pakets, zu dem unter anderem ein 750 Milliarden Euro schwerer Wiederaufbaufonds gehört. Auch in den USA ist keine Lösung in Sicht. Der amtierende und der künftige Präsident kommen laut Helaba auf keinen gemeinsamen Nenner. Diskutiert werde, ob einige der Pandemieprogramme gestoppt werden sollten, um die vorhandenen Mittel anderweitig zu nutzen. Dagegen protestiert wiederum die US-Notenbank.


Ausbruch nach oben möglich


Aus technischer Perspektive bewertet die Helaba die Trends auf allen Zeitebenen noch immer positiv. Dennoch raten die Analysten zu einer moderat höheren Gewichtung möglicher Risiken. Der DAX scheine derzeit innerhalb einer Trading-Range von 280 Punkten gefangen zu sein. Die untere Begrenzung bei 13.020 bzw. 13.045 Punkten sei bereits mehrfach getestet worden. Gleichzeitig habe das hiesige Aktienbarometer das bei rund 13.300 Punkten verlaufende, obere Begrenzungsband lediglich einmal angelaufen. 


"DAX in Trading-Range von 280 Punkten gefangen."


Kurzfristige Konsolidierungen würden meist nach zehn Tagen aufgelöst. Mit dem heutigen Tag bestehe daher eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dies der Fall sein werde. Sollte dies ausbleiben, steige die Wahrscheinlichkeit einer großen, 21 bis 29 Handelstage umfassenden Konsolidierung.


RCEP für Deutschland ein Gewinn


Mit der Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) zwischen 15 asiatischen Staaten – dazu gehören China, Japan, Südkorea und Australien – entsteht künftig ein Freihandelsraum, der in etwa 30 Prozent des weltweiten BIP ausmacht. Wenn sich die wirtschaftliche Lage dieser Länder durch das Bündnis verbessert, profitieren nach Ansicht von Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank auch deutsche Exporteure. Deutschland habe mit den vier RCEP-Staaten Japan, Südkorea, Singapur und Vietnam eigene Freihandelsabkommen. Einen „Big Bang“ gebe es allerdings nicht. Wenn das Abkommen in Kraft trete, würden Zölle über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren nach und nach abgeschafft.


Cyrus De la Rubia

De la Rubia


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Dienstag, 24. November


10.00 Uhr. Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex November. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Einschränkungen in vielen Ländern erwarten Analysten eine rückläufige Lageeinschätzung für die deutsche Wirtschaft. Nach 92,2 liegt der Konsens bei 90,9 Punkten. Auch die Geschäftserwartungen dürften im November zurückgegangen sein. Analysten erwarten 87,8 Punkte, im Oktober lag der Wert bei 90,3 Punkten.


Mittwoch, 25. November


14.30 Uhr. USA: Bruttoinlandsprodukt drittes Quartal. Tagesdaten zum Konsum deuten laut DekaBank an, dass dieser im Vergleich zum Vormonat trotz fallender persönlicher Einnahmen stabil ist. Der Wegfall der Fiskalhilfe dürfte demnach zu einem weiteren Rückgang der Sparquote beigetragen haben. Die Ausgaben der privaten Haushalte im dritten Quartal im Vergleich zu den Monaten April bis Juni sehen Analysten stabil um 33,1 Punkte.


von: Iris Merker
23. November 2020, © Deutsche Börse AG




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