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Sa, 6. März 2021, 5:54 Uhr

Wochenausblick: Kein "Befreiungsschlag nach oben" erwartet


02.08.10 10:28
Redaktion boerse-frankfurt.de

An der Börse geht das Auf und Ab der Kurse weiter, auch in der neuen Handelswoche ist nach Ansicht der meisten Marktteilnehmer keine Besserung in Sicht. Die Bullen verweisen auf gute Unternehmenszahlen, die Bären auf Konjunktursorgen.

    * Helaba mit Konjunkturzweifeln
    * LBBW: Selbst hervorragende Zahlen nützen nicht
    * Charttechniker sehen Abwärtsgefahr

2. August 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Während die deutsche Wirtschaft derzeit positiv überrascht, bereiten die USA den Analysten Kopfzerbrechen. Auch in den Sommermonaten scheint die Reihe an ernüchternden Konjunkturdaten aus den USA nicht abreißen zu wollen, schreibt etwa HSBC Trinkaus & Burkhardt. Die Unternehmenszahlen überzeugen hingegen, und das wird nach Einschätzung der meisten Analysten auch so bleiben. Der Höhepunkt der Berichtssaison in den USA ist bereits überschritten, in Deutschland werden in den kommenden Tagen 13 weitere DAX-Unternehmen über das abgelaufene Quartal berichten. Nach einem leichten Minus von 18 Punkten in der Vorwoche liegt der DAX am Montagvormittag bei 6.212 Punkten gut 1 Prozent im Plus, der Nikkei-225-Index war mit Gewinnen von 0,35 Prozent aus dem Handel gegangen.

Helaba mit Konjunkturzweifeln

Die Helaba zeigt sich bezüglich der US-Wirtschaft ebenfalls skeptisch, warnt aber auch vor zu viel Euphorie in Sachen Deutschland: Zwar zeichne sich für das zweite Quartal hierzulande ein kräftiges BIP-Wachstum ab, das sei allerdings zum Teil auch als Gegenbewegung auf das wetterbedingt schwache erste Quartal zu werten, meint Claudia Windt. Der Konsum in Deutschland sei bislang eher verhalten, das Land weiter abhängig von der Weltwirtschaft. Damit bleibt das Umfeld für Renten in der Berichtswoche freundlich, während sich die Aktienmärkte im Gleichlauf mit den nachgebenden Frühindikatoren bewegen sollten, resümiert Windt.

LBBW: Selbst hervorragende Zahlen nützen nicht

Auch Michael Köhler von der LBBW befürchtet, dass die neue Woche nicht den Befreiungsschlag nach oben bringen wird. Die vergangenen Tage hätten gezeigt, dass selbst hervorragende Quartalsergebnisse nicht ausreichten, um den DAX auf neue Jahreshochs zu hieven. Traditionell ließen die positiven Impulse der Berichterstattung im Verlauf der Berichtssaison eher nach, gleichzeitig bleibe das Bild der US-Wirtschaft wohl nach wie vor diffus.

Charttechniker sehen Abwärtsgefahr

Charttechnisch hat der DAX laut Christian Schmidt von der Helaba in den vergangenen Tagen einen deutlichen Dämpfer erhalten. Dem Index sei es nicht mehr gelungen, die Widerstandsmarke im Bereich von 6.252 Punkten zu überwinden. Diese ersten Schwächeanzeichen seien von einer bearishen Kerze untermauert worden. Entsprechend steigt die Gefahr, dass sich die eingeleitete Abwärtsbewegung fortsetzt, urteilt der technische Analyst. Eine erste, sehr wichtige Unterstützung finde sich bei 6.084 Zählern, 6.037 und 6.005 folgten.


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