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Mo, 8. März 2021, 16:33 Uhr

Wochenausblick: Risikoscheu kehrt zurück


16.08.10 11:01
Redaktion boerse-frankfurt.de

Die gesenkte Konjunkturprognose der US-Notenbank vom vergangenen Dienstag, die nach wie vor enttäuschende Entwicklung am US-Arbeitsmarkt sowie schwache Zahlen aus China haben an den Börsen zu Ernüchterung geführt.


 


    * Unicredit: Fehlende Treiber


    * Helaba: Abschwächung der Konjunktur


    * DAX charttechnisch „verausgabt“




16. August 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Konjunktursorgen, fallende Aktienkurse, ein schwächelnder Euro – nach dem Höhenflug des DAX vor zehn Tagen sind die Marktteilnehmer wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. „Die Risikoaversion lässt grüßen“, kommentiert etwa Klaus Stabel von ICF Kursmakler. Die Konjunktursorgen gelten allerdings nicht Deutschland: „Verkehrte Welt“, nennt Claudia Windt von der Helaba das: Angst vor einer erneuten Rezession in den USA und „amerikanische“ Wachstumsraten hierzulande. Deutschland konnte im abgelaufenen Quartal nämlich ein Plus von 2,2 Prozent beim BIP erzielen. Der DAX kann sich den Vorgaben aus den USA aber dennoch nicht entziehen: Nach Verlusten von 2,4 Prozent in der Vorwoche liegt das deutsche Aktienbarometer am Montagvormittag bei 6152 Punkten, der Nikkei-225-Index war mit Verlusten von 0,61 Prozent aus dem Handel gegangen.


 


Unicredit: Fehlende Treiber


 


Nach Einschätzung von Christian Stocker von der Unicredit Group wird sich in den kommenden Tagen am Aktienmarkt nicht viel tun. „Die Earning Saison geht zu Ende, wichtige Makrodaten gibt es nicht, es fehlen die Treiber“, meint der Aktienstratege. Der DAX werde sich in der neuen Handelswoche daher mehr oder weniger auf dem Niveau vom Freitag bewegen.


 


Helaba: Abschwächung der Konjunktur


 


Markus Reinwand von der Helaba rechnet mit mehr Gegenwind für die Dividendentitel: „Trotz ausgesprochen magerer Renditen bei den gängigen Anlagealternativen bleibt bei Aktien vorerst eine ausgesprochen defensive Positionierung angezeigt“, meint er. Nach Abschluss der Berichtssaison werden seiner Ansicht nach nämlich die Konjunkturdaten wieder einen stärkeren Einfluss auf das Marktgeschehen haben. „Dabei kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass sich nach einem dynamischen ersten Halbjahr die Konjunktur weltweit sichtbar abschwächen wird“, befürchtet er.


 


DAX charttechnisch „verausgabt“


 


HSBC Trinkaus & Burkhardt zufolge haben sich die Aussichten für den DAX auch charttechnisch kurzfristig eingetrübt. Der Anlauf auf den ehemaligen Abwärtstrend seit Juli 2009 bei 6.402 Punkten sei gescheitert und die markante Haltezone bei 6.253/6.248 unterschritten. „Bei einem nachhaltigen Fall unter die Juni- und Januarhochs bei 6.114/6.094 Punkten droht ein schnelles Wiedersehen mit der massiven Unterstützung aus der 200-Tage-Linie und dem Aufwärtstrend seit Februar bei aktuell 5.931/5.913 Zählern“, mahnen die Analysten.


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