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Sa, 6. März 2021, 5:28 Uhr

Wochenausblick: Warten auf neue Impulse


20.07.20 11:34
Redaktion boerse-frankfurt.de

Nach einer weiteren Woche mit Gewinnen gilt es für den deutschen Leitindex nun, die Marke von 13.000 zu überwinden. Ob die DAX-Bullen die Kraft dazu haben, ist für Charttechniker noch offen. Aus fundamentaler Sicht spricht für Marktexperten mittelfristig vieles für weiter steigende Kurse.



20. Juli 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Bislang ist von Sommerpause an den Aktienbörsen wenig zu spüren. "Die Märkte zeigen sich nach wie vor überraschend robust“, beschreibt Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer. Der deutsche Aktienindex legte seit Monatsbeginn gut 5 Prozent zu. Vergangene Woche arbeitete sich der deutsche Bluechip-Index mit einem Plus von 2,1 Prozent in Richtung 13.000 Punkte-Marke und eröffnete am Morgen mit 12.928 Punkten leicht im Plus.


Entspannung ist spürbar


Für viele Investoren scheint die Pandemie trotz weltweit weiter steigender Infektionen im Griff und die Rezession Schnee von gestern, wie Metzger feststellt. Zu den größten Treibern der Aktienmärkte gehörten nach wie vor die staatlichen Konjunkturpakete und Maßnahmen der Notenbanken. Dadurch würden die Märkte in quasi unbegrenztem Ausmaß mit neuem Geld geflutet. Trotz bestehender Risiken wurde Metzger zufolge dadurch die relative Attraktivität von Dividendenwerten im Vergleich zu anderen Anlageklassen nochmals erhöht. „Zudem dürften die Maßnahmen langfristiger gelten und wirken als die Einschränkungen der Wirtschaft durch Corona anhalten.“


Viele Anleger hätten im Übrigen bislang vom Aufschwung an den Märkten nicht profitiert. „Es ist also noch genügend Angst und damit Kapital vorhanden, das nur auf Rückschläge wartet um investiert zu werden.“ Auch wenn die Luft nun langsam dünn werde, sollte dies die Märkte nach Auffassung Metzgers weiterhin stützen.


Nervenprobe um EU-Aufbaufonds


Über das zähe Ringen der EU-Staats- und Regierungschefs um die Ausgestaltung des 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds zeigt sich kaum einer überrascht. Die Verhandlungen gehen heute in die Verlängerung. Die Nord- und Südländer kämpfen wie erwartet hart um die Verteilung, wobei sich die Teilnehmer Medienberichten zufolge mittlerweile auf Zuschüsse von 390 statt der bislang angedachten 500 Milliarden Euro zubewegen.


Kaum Spielverderber


Den gelungenen Auftakt in die US-Berichtssaison für das zweite Quartal wertet Christian Apelt von der Helaba überwiegend positiv. „Das ist zwar mehr mit vorher stark reduzierten Erwartungen als mit robusten Gewinnen zu erklären.“ Dennoch würden Aktien davon voraussichtlich profitieren.


Auch die Analysten von M.M.Warburg erwarten eine Fortsetzung der aktuellen Hausse. Marktteilnehmer gingen hinsichtlich der Unternehmenszahlen ohnehin bereits vom Schlimmsten aus. „Analysten rechnen derzeit mit einem Gewinnrückgang um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“ Eine Anpassung der Prognosen aufgrund der vielerorts verbesserten Wirtschaftsdaten habe es hingegen nicht gegeben. "Von daher halten wir es für sehr wahrscheinlich, dass es den meisten Unternehmen gelingen wird, die in sie gesetzten Erwartungen zu übertreffen." Das gelte für die USA und Europa.


Christian Apelt

Apelt


Einzelne Branchen hart getroffen


„Lediglich in einzelnen Sektoren könnten die desaströsen Prognosen, mit denen Analysten derzeit jonglieren, tatsächlich eintreffen“, schätzt M.M.Warburg. Etwa würden der europäische Ölsektor und die Automobilbranche vermutlich herbe Verluste verkünden. „In den USA könnten zyklische Branchen schlechte Zahlen abliefern.“ Wichtiger als das Zahlenwerk seien allerdings die Ausblicke der Unternehmen.


Die Hürden sind hoch


Aus technischer Perspektive stellen die aktuell erreichten Widerstände beim deutschen Leitindex nach Ansicht von Christoph Geyer eine Belastung dar. „Der DAX hat sich unter der Marke von 13.000 Punkten festgebissen“, beobachtet der Commerzbank-Charttechniker. Zwar bestehe weiterhin die Chance auf einen Ausbruch nach oben. Diese werde aber zunehmend geringer. Die Indikatoren gäben keinen Hinweis auf die weitere DAX-Reise. Eine Richtungsentscheidung falle vermutlich noch in dieser Woche. Geyer rechnet unter anderem aufgrund saisonaler Faktoren mit einem Trendbruch.


von: Iris Merker
20. Juli 2020, © Deutsche Börse AG




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