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Fr, 17. April 2026, 21:19 Uhr

4MBO O.N.

WKN: 548780 / ISIN: DE0005487805

4MBO skeptisch


12.11.01 09:58
Der Anlegerbrief

Bei 4MBO (WKN 548780) waren die Analysten von "Der Anlegerbrief" zu Recht sehr skeptisch.

Das Unternehmen habe es versäumt, sich rechtzeitig auf margenstarke Konsumentenprodukte zu konzentrieren, was sich nachteilig auf das operative Geschäft ausgewirkt habe. Daneben habe bereits der fortdauernde Kursverfall auf eine tiefere Krise hingedeutet, obwohl 4MBO offiziell mit einem geschätzten 2002er Kurs-Gewinn-Verhältnis von weit unter 10 gehandelt worden sei. Dies sei in den allermeisten Fällen ein sicheres Indiz dafür, dass der Markt falsch liege, der Kurs also entweder zu niedrig sei oder aber die Prognosen schlichtweg unrealistisch seien.

4MBO biete eine umfangreiche Stafette aus dem Bereich Konsumentenelektronik an. Die Produkte würden in Lebensmittel-Discountern, Supermärkten und Fachmärkten verkauft, aber auch im Versandhandel angeboten. Das Manko sei die Exponation in margenschwache Sektoren wie beispielsweise in der Telekommunikationsindustrie. Schon zur Halbzeit dieses Jahres sei bei 4MBO ein Fehlbetrag angefallen, der aber eigenen Angaben zufolge einmaliger Natur hätte bleiben sollen.

Mit der Anfang letzter Woche vorgebrachten Umsatz- und Gewinnwarnung sei die Luft raus. Der Umsatz solle im laufenden Geschäftsjahr nun nur noch knapp 294 Mio. Euro betragen, zuvor sei 4MBO von 330 Mio. Euro ausgegangen. Die Prognose der Experten von 300 Mio. Euro sei also deutlich näher dran. Die bis zum Jahresziel erforderlichen Umsätze seien weit gehend durch den vorliegenden Auftragsbestand gedeckt. Das EBIT nach neun Monaten liege bei -8,5 Mio. Euro. Zum Jahresende solle es sich auf -3,6 Mio. Euro reduzieren. Darin enthalten seien Wertberichtigungen in Höhe von fast 6 Mio. Euro auf Vorratsvermögen.

Diese Zahlen würden belegen, dass bei 4MBO das Geschäft alles andere als rund laufe. Jetzt sollten die üblichen Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramme Abhilfe schaffen, mit denen sich erhebliche Einsparungspotentiale eröffnen sollten. Das bleibe erst einmal abzuwarten. Da es mit Gericom, Medion und IPC Archtec gleich drei profitable Marketing-Dienstleister am Neuen Markt gebe, sei 4MBO zu Recht bei Investoren unten durch gefallen. Die Plochinger müssten in den nächsten Quartalen erst beweisen, wie viel das Restrukturierungsprogramm wert sei – im letzten Quartal jedenfalls habe 4MBO enttäuscht, obwohl schon zur Jahresmitte auf Grund des operativen Minus "Besserung" versprochen worden sei.

Daher sind die Analysten von "Der Anlegerbrief" gegenüber 4MBO weiterhin skeptisch.





 
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