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Di, 21. April 2026, 1:53 Uhr

ABIT AG O.N.

WKN: 512250 / ISIN: DE0005122501

ABIT Marketperformer


15.01.04 15:14
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die ABIT-Aktie mit "Marketperformer".

ABIT habe die gesamte Prozesskette des Kredit- und Forderungsmanagements auf Basis netzzentrierter Anwendungen realisiert. Kernstücke der Produktpalette seien die Anwendungen ABIT Kredit.net und ABIT Recht.net sowie das Portal ABIT e.POS, das Anwendungen, Spezialwissen und externe Dienstleistungen für den gesamten Geschäftsprozess des Debitoren- und Forderungsmanagements biete und sich an Mittelständler, Großunternehmen und Finanzdienstleister richte. Zudem diene das Portal als Kommunikationsplattform bei Outsourcing-Projekten. Zahlreiche Bestandskunden seien auf die neuen Softwareversionen migriert worden. Die neuen Produkte würden sich an der in der Kreditwirtschaft gestiegenen Erfordernis nach einer transparenten und effizienten Abwicklung des gesamten Kreditprozesses orientieren. Darüber hinaus habe sich ABIT als Spezialberatungshaus für den Marktbereich Debitorenmanagement positioniert.

Potenzial biete der in der Kreditwirtschaft herrschende Trend zur Auslagerung der standardisierten Abwicklung von Krediten auf Kreditfabriken. Solche Outsourcing-Projekte könne ABIT mit Software und Dienstleistungen unterstützen. Die Konjunkturaussichten hätten sich in den letzten Wochen wieder leicht verbessert, die Erholung dürfte aber nur mit geringer Dynamik verlaufen. ABIT sei von der Konjunkturschwäche aufgrund der Zurückhaltung bei IT-Investitionen einerseits negativ betroffen. Aufträge würden aufgeschoben, auf ein Mindestmaß reduziert oder auf mehrere Teilaufträge zeitlich gestreckt. Andererseits würden die gesunkene Zahlungsmoral und steigende Forderungsausfälle die hohe Bedeutung des aktiven Forderungsmanagements verdeutlichen.

Firmenseitig sei es infolge der konjunkturellen Schwäche zu insgesamt 39.700 Insolvenzen gekommen, ein Anstieg von 5,5% gegenüber 2002. Innerhalb der letzten zehn Jahre habe sich die Zahl der Insolvenzen mehr als verdoppelt. 60.100 Verbraucher und ehemals Selbstständige möchten sich im Rahmen eines Insolvenzverfahrens entschulden, ein Anstieg von 28,7% gegenüber 2002 (Quelle: Creditreform). Erfahrungsgemäß dauere es einige Zeit, bis sich eine Konjunkturbelebung in einem Rückgang der Insolvenzzahlen niederschlage. Die Bedeutung des Forderungsmanagements dürfte daher weiter zunehmen. Damit steige auch der Bedarf an standardisierten und automatisierten Lösungen für das Kredit- und Forderungsmanagement.

Im dritten Quartal 2003 habe ABIT den Umsatz gegenüber dem um das US-Geschäft bereinigten Vorjahreswert um 53% auf 3,892 Mio. Euro gesteigert. Damit sei das dritte Quartal beim Umsatz das bisher stärkste in 2003 gewesen. Das EBITDA sei mit 0,422 Mio. Euro zum vierten Mal hintereinander positiv ausgefallen, nachdem noch im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 0,955 Mio. Euro angefallen sei. Der Konzerngewinn habe gegenüber dem zweiten Quartal von 0,035 Mio. Euro auf 0,146 Mio. Euro gesteigert werden können, im Vorjahreszeitraum sei noch ein Verlust von 1,968 Mio. Euro verbucht worden. Durch einen weiterhin positiven Cash-flow sei der Finanzmittelbestand im dritten Quartal von 6,031 auf 8,096 Mio. Euro gestiegen. Dazu beigetragen habe ein Mittelzufluss in Höhe von 1,132 Mio. Euro aus der von MCS gezeichneten Kapitalerhöhung.

Für die ersten neun Monate ergebe sich bei einem Umsatz von 10,934 Mio. Euro ein EBITDA von 0,814 Mio. Euro sowie ein Konzernverlust von 0,251 Mio. Euro. Das EBUT habe mit 0,276 Mio. Euro im Minus gelegen. Die erfolgversprechende Turnaround-Strategie führe auch bei potenziellen Kunden zum Aufbau von Vertrauen in die langfristige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Die außerordentliche Hauptversammlung der ABIT AG habe der Verschmelzung der phinware AG auf die ABIT AG sowie der Erhöhung des Grundkapitals um 2,972 Mio. Euro auf 8,388 Mio. Euro zugestimmt. Auch die Aktionärsversammlung der phinware AG habe der Verschmelzung zugestimmt. Die 100%ige Tochter der GFKL gehe mit 35,4% in der ABIT AG auf. Nach Abschluss der Transaktion werde die GFKL 49,83% am erhöhten Grundkapital der ABIT AG halten. Im Vorfeld der Fusion habe die GFKL eine Einlage von 2,5 Mio. Euro in die Rücklage von phinware geleistet.

Mit der Fusion würden die beiden Unternehmen ihre komplementären Marktstärken zusammenführen und dadurch die Stellung des neuen Unternehmens im Gesamtmarkt ausbauen wollen. Synergien sollten insbesondere in der Markterschließung, der Kundenbetreuung sowie der Produktentwicklung generiert werden. Sämtliche Aktivitäten zur Neu- und Weiterentwicklung der Software von ABIT und phinware sollten zukünftig zusammengeführt werden. Hierzu würden auch der Vertrieb, die Schulung und die Wartung der Softwareprodukte zählen. Durch die Zusammenführung sollten redundante Softwareentwicklungen vermieden sowie vertriebliche, technische und operative Synergien genutzt werden. Die Online-Portale OptiMahn und ABIT e.Pos würden zusammengeführt.

Als Folge der konsequenten Konsolidierungsstrategie habe ABIT mit dem vierten positiven operativen Ergebnis und dem zweiten positiven Konzernergebnis in Folge den Turnaround vollzogen. Die Restrukturierung der vergangenen beiden Jahre und die Konzentration auf das Kerngeschäft und den Kernmarkt Deutschland würden damit bereits positive Auswirkungen auf das Ergebnis zeigen. Im zweiten Quartal sei erstmals seit dem Börsengang Anfang 2000 ein positives Konzernergebnis vorgelegt worden. Dieser positive Trend habe im dritten Quartal fortgesetzt werden können.

Da durch die Fusion von ABIT und phinware Synergien aufgrund der sich ergänzenden Produktpalette und Kundensegmente generiert werden könnten, erscheine die Transaktion aus strategischen Gesichtspunkten attraktiv. Insgesamt dürfte die Fusion zu einem beschleunigten Umsatz- und Ergebniswachstum ab dem kommenden Jahr führen. Zusätzliches Potenzial im Geschäft mit dem Ankauf und der Abwicklung von Forderungen eröffne die Zusammenarbeit mit dem neuen Großaktionär GFKL Financial Services. Zudem dürfte die Stellung des fusionierten Unternehmens im Wettbewerb gestärkt werden.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre "Marketperformer"-Einschätzung für ABIT.





 
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