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Do, 22. Februar 2024, 14:44 Uhr

ADVA Optical Network SE

WKN: 510300 / ISIN: DE0005103006

ADVA hofft auf Trendwende


10.05.11 09:07
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten auf aktuellem Kursniveau von einem Neueinstieg in die Aktie von ADVA ab.

Der Anbieter von Optical+Ethernet Lösungen habe seine Anteilseigner im ersten Quartal enttäuscht. Das Zahlenwerk, insbesondere die Ergebnisse, als auch der Quartalsbericht sei durchweg schwach ausgefallen. ADVA sei äußerst verhalten ins neue Jahr gestartet. "Januar und Februar waren langsame Monate, da zwei von unseren drei größten Kunden deutlich weniger bestellt haben als im Vorjahr", habe ADVA-CEO Brian Protiva den Experten im Hintergrundgespräch gesagt.

Der Firmenchef sei mit dem Q1 selbst absolut unzufrieden. Der Umsatz habe bei 70,4 Millionen Euro und das Proforma Betriebsergebnis bei 0,9 Millionen Euro gelegen. Unterm Strich habe das Unternehmen den Quartalbericht in roter Tinte verfassen müssen. Zur operativen Schwäche hätten zusätzlich noch Währungsverluste verbucht werden müssen.

Da sich eine Trendwende abzeichne, sei Protiva der Ansicht, dass die Wachstumsabschwächung nur von temporärer Natur gewesen sei. Für das zweite Quartal erwarte das Unternehmen einen Umsatz von 72 bis 77 Millionen Euro und eine bereinigte Betriebsmarge zwischen ein und vier Prozent. Nach der Enttäuschung in den ersten drei Monaten dieses Jahres habe der CEO diese Prognose bewusst konservativ getroffen. Ebenfalls erwarte Protiva bei einem nunmehr wieder besseren Geschäftsverlauf nach Erachten der Experten keine Sonderabschreibungen in der Bilanz. Die recht hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie die hohe Position der Aktivierung von eigenen Entwicklungsleistungen dürften keine Gefahr darstellen. "Unsere Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden sich auszahlen."

Sollte sich die Trendwende allerdings nicht nachhaltig fortsetzen, müsse Protiva reagieren und die Kosten anpassen. "Wir treten auf die Bremse sobald wir erkennen, dass sich die starke Erholung im Auftragsbuch in den vergangenen Wochen nicht weiter fortsetzt. Spätestens Ende dieses Quartals haben wir mehr Klarheit über die weitere Entwicklung und Visibilität für das zweite Halbjahr." Dann werde der Firmenchef den Kosten den Schwanz abschneiden, um auch bei geringeren Umsatzlevels eine bessere Profitabilität darstellen zu können. "Unsere Marge muss nach oben. Dafür werde ich kämpfen wie ein Löwe, da ich das unseren Aktionären versprochen habe." Zudem sei es das Ziel das Working Capital zu optimieren, damit der Free Cashflow im Gesamtjahr zumindest ausgeglichen ausfallen werde.

Durch den verhaltenen Jahresauftakt und die Erwartungen für das zweite Quartal seien die Annahmen der Experten für das Gesamtjahr vom März 2011 zu positiv und dürften nicht mehr erreicht werden. Anstatt einem Umsatz von mindestens 335 Millionen Euro rechne man 2011 mit Einnahmen von 310 bis 320 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge sehe man nun am unteren Ende der Einschätzungen der Experten zwischen fünf und sieben Prozent. Auf Proforma EBIT-Basis entspreche dies einem Gewinn von 16 Millionen Euro. Abzüglich für den Aufwand für immaterielle Vermögenswerte aus Übernahmen und für die aktienbasierte Vergütung von jeweils zwei Millionen Euro, dürfte sich das berichtete EBIT bei rund zwölf Millionen Euro einpendeln. Netto rechne man mit einem Gewinn von circa 7,5 Millionen Euro oder einem EPS von etwa 16 Cent.

An den mittelfristigen Aussichten habe sich laut Protiva nichts verändert. Der Spezialist für glasfaserbasierte Übertragungstechnik profitiere von einem immensen Datenaufkommen im Internet. Treiber seien beispielsweise auch Smartphones. Sodann bekräftige Protiva frühere Angaben mittelfristig mit EBIT-Margen von mindestens zehn Prozent zu wirtschaften. "An diesem Ziel arbeiten wir mit Hochdruck."

Beim Aktienkurs von ADVA sei Ernüchterung eingekehrt. Nachdem sich die Aktie erfreulich entwickelt und sich auf Kurse von über sechs und sieben Euro vorgearbeitet habe, würden die Anteilsscheine nunmehr wieder fünf Euro kosten. Man halte ADVA unverändert für interessant.

Für einen Neueinstieg in die Aktie von ADVA ist den Experten von "TradeCentre.de" das Niveau allerdings noch nicht tief genug. Bei Kursen im Bereich von 4,50 Euro seien neue Käufe zu diskutieren. Die Risikoparameter für ADVA hätten sich erhöht, weshalb investierte Anleger die Position mit Stoppkurs absichern sollten. (Analyse vom 06.05.2011) (10.05.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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