AGIV Underperformer
13.09.02 10:11
Stadtsparkasse Köln
Bei Kursstärke Aktien der AGIB Real Estate AG (WKN 502820) verkaufen. Dies ist der Ratschlag von Analysten der Stadtsparkasse Köln
Nach der mehrheitlichen Übernahme durch die HBAG Real Estate AG sei AGIV auf dem Weg zu einer der größten deutschen Immobilien-Aktiengesellschaften. Zuvor habe sich AGIV in den Jahren 1999 und 2000 von allen industriellen Aktivitäten getrennt. Nun entstehe ein reiner Immobilien-Konzern. Die Gruppe arbeite in den Bereichen Gewerbeimmobilien, Bestandsaufbau und Asset-Management, Wohnimmobilien, Projektentwicklung und Internet. AGIV und HBAG Real Estate werden schrittweise zusammengeführt. Großaktionäre der AGIV seien die HBAG Real Estate AG, die Energie Baden-Württemberg AG und die BHF-Bank AG.
Mit der Eintragung in den Handelsregistern in Frankfurt und Hamburg sei die Verschmelzung von AGIV Real Estate und HBAG Real Estate rückwirkend zum ersten Januar 2002 rechtswirksam geworden. Alte AGIV-Aktien seien im Verhältnis 7:3 umgetauscht worden. HBAG-Aktionäre haben für neun Anteile elf neue AGIV-Aktien erhalten.
AGIV wolle von der Konzentration der großen Konzerne auf deren Kernbereiche profitieren. Die Unternehmen verfügen meist über erhebliches Immobilien-Vermögen, von dem sich der eine oder andere sukzessive trennen möchte. AGIV zufolge haben sich die Immobilienpreise in diesem Bereich einem realistischen Niveau angenähert. Außerdem sei die Qualität des Angebots durchweg gut. Darüber hinaus ließe die zurückhaltende Bautätigkeit die Werthaltigkeit der vorhandenen Objekte weiter steigen.
Die neue AGIV werde eine Bilanzsumme von 1,5 Mrd. Euro ausweisen und über ein Immobilienvermögen von rund 1,2 Mrd. Euro verfügen. Bis Ende 2003 solle dieses auf 2,5 Mrd. Euro mehr als verdoppelt werden.
AGIV solle zu einer führenden deutschen Immobilien-Holding ausgebaut werden. Dabei sei für den Konzern neben gezieltem Wachstum die Erwirtschaftung überdurchschnittlicher Renditen absolut vorrangig.
Der Konzernjahresüberschuss habe im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 5,4 Millionen Euro gelegen. Die Überprüfung von wirtschaftlichen Risiken sowie der Immobilienbestände habe zu Rückstellungen und Wertberichtigungen von 39,9 Millionen Euro geführt und damit zu einem negativen Ergebnis bei der Münchener Baugesellschaft. Vorjahresvergleichszahlen seien nicht genannt worden, da das Unternehmen in seiner Struktur nicht mehr mit dem des Vorjahres vergleichbar sei.
Im laufenden Geschäftsjahr wolle der neue Konzern ein positives Ergebnis im zweistelligen Mio. Euro-Bereich erzielen. 2003 solle das Vorsteuerergebnis bei 40 Mio. Euro liegen.
Der Streit mit den Kleinaktionären sei nun beigelegt worden. Zum Ausgleich des entstandenen Schadens habe AGIV eine Barkapitalerhöhung im Verhältnis 9:1 durchgeführt. Den Preis von 1 Euro je junger Aktie habe der Großaktionär HBAG übernommen. Die maßgeblichen Großaktionäre haben ihr Bezugsrecht nicht wahrgenommen.
Der Konzern befinde sich nach wie vor in einer Umstrukturierungsphase. Es bleibe abzuwarten, wie sich die neue Gesellschaft im Immobilienmarkt etablieren könne. Die zukünftige Ertragsentwicklung sei noch mit zahlreichen Unwägbarkeiten behaftet. Das Researchteam erwarte darüber hinaus keine rasche Erholung im Immobiliensektor.
Aus den genannten Gründen sowie aufgrund der unzureichenden Informationspolitik von AGIV behalten die Analysten der Stadtsparkasse Köln ihre Einschätzung "Underperformer" bei.
Nach der mehrheitlichen Übernahme durch die HBAG Real Estate AG sei AGIV auf dem Weg zu einer der größten deutschen Immobilien-Aktiengesellschaften. Zuvor habe sich AGIV in den Jahren 1999 und 2000 von allen industriellen Aktivitäten getrennt. Nun entstehe ein reiner Immobilien-Konzern. Die Gruppe arbeite in den Bereichen Gewerbeimmobilien, Bestandsaufbau und Asset-Management, Wohnimmobilien, Projektentwicklung und Internet. AGIV und HBAG Real Estate werden schrittweise zusammengeführt. Großaktionäre der AGIV seien die HBAG Real Estate AG, die Energie Baden-Württemberg AG und die BHF-Bank AG.
Mit der Eintragung in den Handelsregistern in Frankfurt und Hamburg sei die Verschmelzung von AGIV Real Estate und HBAG Real Estate rückwirkend zum ersten Januar 2002 rechtswirksam geworden. Alte AGIV-Aktien seien im Verhältnis 7:3 umgetauscht worden. HBAG-Aktionäre haben für neun Anteile elf neue AGIV-Aktien erhalten.
AGIV wolle von der Konzentration der großen Konzerne auf deren Kernbereiche profitieren. Die Unternehmen verfügen meist über erhebliches Immobilien-Vermögen, von dem sich der eine oder andere sukzessive trennen möchte. AGIV zufolge haben sich die Immobilienpreise in diesem Bereich einem realistischen Niveau angenähert. Außerdem sei die Qualität des Angebots durchweg gut. Darüber hinaus ließe die zurückhaltende Bautätigkeit die Werthaltigkeit der vorhandenen Objekte weiter steigen.
Die neue AGIV werde eine Bilanzsumme von 1,5 Mrd. Euro ausweisen und über ein Immobilienvermögen von rund 1,2 Mrd. Euro verfügen. Bis Ende 2003 solle dieses auf 2,5 Mrd. Euro mehr als verdoppelt werden.
Der Konzernjahresüberschuss habe im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 5,4 Millionen Euro gelegen. Die Überprüfung von wirtschaftlichen Risiken sowie der Immobilienbestände habe zu Rückstellungen und Wertberichtigungen von 39,9 Millionen Euro geführt und damit zu einem negativen Ergebnis bei der Münchener Baugesellschaft. Vorjahresvergleichszahlen seien nicht genannt worden, da das Unternehmen in seiner Struktur nicht mehr mit dem des Vorjahres vergleichbar sei.
Im laufenden Geschäftsjahr wolle der neue Konzern ein positives Ergebnis im zweistelligen Mio. Euro-Bereich erzielen. 2003 solle das Vorsteuerergebnis bei 40 Mio. Euro liegen.
Der Streit mit den Kleinaktionären sei nun beigelegt worden. Zum Ausgleich des entstandenen Schadens habe AGIV eine Barkapitalerhöhung im Verhältnis 9:1 durchgeführt. Den Preis von 1 Euro je junger Aktie habe der Großaktionär HBAG übernommen. Die maßgeblichen Großaktionäre haben ihr Bezugsrecht nicht wahrgenommen.
Der Konzern befinde sich nach wie vor in einer Umstrukturierungsphase. Es bleibe abzuwarten, wie sich die neue Gesellschaft im Immobilienmarkt etablieren könne. Die zukünftige Ertragsentwicklung sei noch mit zahlreichen Unwägbarkeiten behaftet. Das Researchteam erwarte darüber hinaus keine rasche Erholung im Immobiliensektor.
Aus den genannten Gründen sowie aufgrund der unzureichenden Informationspolitik von AGIV behalten die Analysten der Stadtsparkasse Köln ihre Einschätzung "Underperformer" bei.
