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AT & S

WKN: 922230 / ISIN: AT0000969985

AT&S bekräftigt Jahresprognose


15.11.11 10:52
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten auf aktuellem Kursniveau in die Aktie von AT&S einzusteigen.

Nach einem schwächeren Jahresauftakt im Startquartal der Wirtschaftsperiode 2011/2012 (per Ende März), habe der Leiterplattenhersteller eines der besten Quartale für ein Q2 präsentiert. Bei Einnahmen von 131,4 Mio. Euro sei ein EBIT von 15,2 Mio. Euro gezogen worden. Das entspreche einer stattlichen Marge von 11,5 Prozent.

Für das erste Halbjahr würden sich ein Umsatz von rund 242 Mio. Euro und ein EBIT von fast 20 Mio. Euro errechnen. Die EBIT-Marge betrage 8,1 Prozent. Im Halbjahr sei ein Profit von 13,9 Mio. Euro erzielt worden. "Wie erwartet sind einige neue Applikationen im Mobile Device Bereich in den vergangenen Monaten auf den Markt gekommen. Damit haben wir eine gute Auslastung in unserem Werk in Shanghai erzielt. Auch bei unseren Automobilkunden waren wir erfolgreich und konnten in diesem Bereich weiter wachsen. Aufgrund der Unsicherheiten auf den Finanzmärkten ist der Geschäftsverlauf im Industriesegment von Zurückhaltung geprägt", fasse AT&S-Chef Andreas Gerstenmayer den Erfolg in der ersten Jahreshälfte zusammen.

Wie den Experten der CEO im Hintergrundgespräch mitteile, dürfte auch das "Weihnachtsquartal" stark laufen. "Die jetzigen Monate sind stets die besten im Jahresverlauf". Sehr wahrscheinlich, dass in diesem Quartal die Zahlen nochmals besser ausfallen würden als in Q2. Unsicherheit herrsche aus heutiger Sicht über den Verlauf des Schlussquartals.

Nach eigenen Angaben habe sich die Visibilität im Zuge der weltwirtschaftlichen Entwicklungen reduziert. In Europa habe sich das Industriegeschäft schon etwas abgeschwächt. Aus China, dem wichtigsten Markt für AT&S, herrsche Nervosität. "Unser Werk in Shanghai produziert auf einem sehr hohen Niveau. Die Disponierung erfolgt allerdings kurzfristiger und die chinesische Wirtschaft reagiert sensibel auf die Entwicklung in Europa". Gut möglich, dass die Nachfrage im "Consumer-Bereich" abkühle. "Es gibt sicherlich Risiken. Wir kämpfen darum, unsere Prognose für das Gesamtjahr zu erfüllen", so Gerstenmayer.

Erwartet werde ein Umsatz zwischen 535 und 550 Mio. Euro. Die EBIT-Marge werde bei mindestens neun Prozent erwartet. Auf Basis von 25,9 Mio. Aktien würden die Experten einen Gewinn je Aktie von circa 1,50 Euro erwarten. Aufgrund der Unsicherheiten würden sie darauf einen Sicherheitsabschlag von rund zehn Prozent nehmen. Das EPS werde sich sodann auf mindestens 1,35 Euro belaufen.

Mittel- bis langfristig sei der Wachstumsmotor der Gesellschaft absolut intakt. "Der Bedarf ist da. Da machen wir keine Sorgen." AT&S beliefere im Bereich Mobile Devices acht der zehn größten Hersteller von Mobiltelefonen. Nicht auf der Kundenliste vertreten sei Nokia und Samsung. Eine vermutlich rückläufige Nachfrage des Blackberry-Herstellers Research In Motion (ISIN CA7609751028 / WKN 909607) könne AT&S vor allem durch Neukunden aus Asien kompensieren. So sei beispielsweise jüngst ein Vertriebsbüro in Taiwan eröffnet worden, um näher an Kunden zu sein.

Investieren werde die in Leoben ansässige Gesellschaft in diesem Wirtschaftsjahr zwischen 100 und 130 Mio. Euro. Der Löwenanteil der Investitionen fließe in das Werk in Shanghai. Die Produktionsstätte sei bis Jahresende komplett ausgebaut. Inzwischen baue AT&S ein zweites Werk im chinesischen Chongqing. Das Werk solle im Q1 des Jahres 2013 hochgefahren werden und erfordere in der ersten Ausbaustufe Investitionen von circa 130 Mio. Euro.

Aufgrund der hohen Capex müssten Anleger noch eine Weile warten, bis die Free Cashflows kräftig sprudeln würden. Immerhin: Bei EBITDA-Margen von über 20 Prozent könne das Unternehmen knackige operative Cashflows generieren. In diesem Wirtschaftsjahr könnte sich der operative Cashflow auf bis zu 100 Mio. Euro summieren und damit fast die gesamten Investitionen decken. Fahre AT&S die bisher hohen Capex auf ein Normalniveau zurück, würden perspektivisch Free Cashflows zwischen 30 und 60 Mio. Euro winken! Das müsse das Ziel für die nächsten zwei bis vier Jahre sein.

Sodann sei die jüngste Bekanntgabe einer Anleihe im Volumen von circa 80 Mio. Euro nicht dafür gedacht, um die Investitionen zu stemmen. "Wir wollen unsere Fremdkapitalseite etwas optimieren und kurzfristige Bankverbindlichkeiten damit ablösen und langfristig sichern. Eine deutliche Erhöhung unserer Fremdverschuldung ist nicht geplant", erkläre Gerstenmayer. Details zur Emission der Anleihe könnten in den nächsten Wochen folgen.

Auf aktuellem Kursniveau werde das Unternehmen lediglich mit 240 Mio. Euro kapitalisiert. Mit einem KGV zwischen sieben und neun sei die Aktie ein Schnäppchen. Selbst wenn sich der Gewinn im kommenden Jahr erneut um zehn bis zwanzig Prozent reduziere, im Falle einer scharfen Rezession, wäre das Papier mit einem KGV von zehn immer noch günstig.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten auf aktuellem Kursniveau zum Einstieg in die AT&S-Aktie. (Analyse vom 14.11.2011) (15.11.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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