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AT & S

WKN: 922230 / ISIN: AT0000969985

AT&S will kräftig wachsen


24.01.11 10:23
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Aktie von AT&S Kursschwächen zum Einstieg zu nutzen.

Der Leiterplattenhersteller aus Österreich sei auf dem besten Wege, die Ziele für das Wirtschaftsjahr 2010/2011 per Ende März zu erfüllen. "Unser Geschäft entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich. Derzeit sehen wir keine Anzeichen für eine Abschwächung der Nachfrage". Das sage den Experten Vorstandschef Andreas Gerstenmayer im Hintergrundgespräch. Für das Gesamtjahr erwarte der CEO einen Umsatz zwischen 470 und 500 Millionen Euro. Die EBIT-Marge solle sich auf mindestens neun Prozent belaufen.

Operativ würden die Experten einen Gewinn von circa 45 Millionen Euro erwarten. Auf Basis von 25,9 Millionen Aktien könnte ein Gewinn von 1,15 bis 1,30 Euro realisiert werden. Netto entspreche dies einem Überschuss von mehr als 30 Millionen Euro. Vom Gewinn werde das Unternehmen wie in den Jahren zuvor eine Dividende ausschütten, sage Gerstenmayer. Zur Höhe habe der Firmenchef allerdings noch keine Angaben machen wollen. Nach Erachten der Experten werde die Dividende pro Aktie zwischen zehn und 20 Cent liegen.

Die Werke von AT&S seien voll ausgelastet. Um weiteres Wachstum zu erzielen, baue das Unternehmen die Kapazitäten aus. Dafür würden 100 bis 120 Millionen Euro in diesem Wirtschaftsjahr investiert. Das Geld fließe in den Ausbau der Werke in China und zu einem kleineren Teil nach Indien. Nach Abschluss dieser Investitionsphase wolle der Vorstand weiter Kapazitäten ausbauen. "Unsere Investitionen werden sich zumindest in den nächsten zwei Jahren nicht wesentlich verringern. Wir prüfen den Bau einer weiteren Produktionsstätte", so Gerstenmayer.

Zielregion für den Bau eines neuen Werks sei Asien. Offen sei allerdings, ob in China weiter gebaut werde, oder in einem anderen asiatischen Land. Die hohen Investitionen müssten finanziert werden. Bisher gelinge dies über Fremdkapital und operative Cashflows sehr gut. Auf der Hauptversammlung im vergangenen Sommer habe sich das Unternehmen alle nötigen Instrumente zur weiteren Finanzierung inklusive Kapitalerhöhung genehmigen lassen. "Derzeit sehen wir den Bedarf als nicht vordringlich". Um weitere Mittel zu erhalten, dürfte AT&S die Aktien im Eigenbestand verkaufen. Die 2,6 Millionen Anteile hätten aktuell einen Wert von fast 50 Millionen Euro. "Das ist eine Option, die wir nicht ausschließen. Aktuell gibt es für den Verkauf dieser Aktien allerdings keinen Beschluss".

Aufgrund des Ausbaus der Kapazitäten werde AT&S im Wirtschaftsjahr 2011/2012 deutlich zweistellig wachsen. Ein Umsatzvolumen von 600 Millionen Euro sei durchaus realistisch, kommentiere der CEO die Schätzung der Experten. Die EBIT-Marge solle in den zweistelligen Bereich ausgebaut werden. Bei einer operativen Marge von mindestens zehn Prozent würden operativ 60 Millionen Euro in der Firmenkasse klingeln. Abzüglich des Finanzergebnisses und einer Steuerquote von circa 25 Prozent dürften unterm Strich circa 40 Millionen Euro hängen bleiben oder 1,50 Euro je Aktie.

Der größte Ergebnistreiber für AT&S sei das starke Wachstum von Smartphones. Zum Kundenkreis zähle unter anderem Apple, was Gerstenmayer nicht habe kommentieren wollen. Insgesamt würden zahlreiche Hersteller von Smartphones auf die hochwertigen Leiterplatten der in Leoben ansässigen Firma zurückgreifen. Mittelfristig werde das Unternehmen signifikant vom boomenden Tablet-PC Markt profitieren. Auch hier solle AT&S auf der Lieferantenliste von Apple für das iPad stehen. Da viele PC-Firmen in den kommenden Monaten ähnliche Produkte wie das iPad am Markt anbieten wollten, könnte AT&S weitere Kunden gewinnen. "Wir befinden uns in vielen Gesprächen für den Tablet-Markt".

Einen hoch interessanten Markt habe sich AT&S perspektivisch selbst erarbeitet. Als erster Leiterplattenhersteller sei die Embedded Component Packaging-Technologie auf den Markt gebracht worden, die eine weitere Miniaturisierung der Endprodukte ermögliche. Es sei eine höchst effiziente Technologie zur Einbettung von aktiven und passiven elektronischen Komponenten in eine Leiterplatte.

Neben der Möglichkeit neue Produktgenerationen mit dieser Technologie für bereits bestehende Kunden zu realisieren, habe sich in den vergangenen beiden Jahren gezeigt, dass dieser Ansatz besonders revolutionär für die Halbleiter-/Chip-Industrie sei. Das bedeute für AT&S ein komplett neues Marktsegment. Ein Markt indem der CEO mittelfristig einen Umsatz im oberen zweistelligen Bereich einfahren wolle. Einen ersten Kunden habe die neue Technologie bereits überzeugt: Texas Instruments.

Der Altfavorit der Experten, AT&S, habe sich fantastisch entwickelt. Wer der Kaufempfehlung der Experten zu 5,80 Euro im November 2009 gefolgt sei, habe seinen Einsatz inzwischen verdreifacht. Auch ihre Kaufhinweise bei Kursen zwischen 9 und 11 Euro hätten sich prächtig bezahlt gemacht. Mit einem KGV von zwölf für das Wirtschaftsjahr 2011/2012 sei das rund 460 Millionen Euro schwere Unternehmen nicht zu teuer.

Kursschwächen könnten für nicht investierte Anleger zum Einstieg genutzt werden, so die Experten von "TradeCentre.de" zur AT&S-Aktie. (Analyse vom 24.01.2011) (24.01.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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