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Fr, 17. April 2026, 15:22 Uhr

Aixtron SE

WKN: A0WMPJ / ISIN: DE000A0WMPJ6

Aixtron zu teuer


27.06.01 16:10
fnet.de Research

Nach Auffassung der Börsenkenner von fnet.de Research sollte man mit einem Engagement in Aixtron (WKN 506620) noch abwarten, da die Aktien aus antizyklischer Sicht selbst nach dem Kurssturz der vergangenen Tage viel zu teuer sind.

Die Anteilsscheine würden zum 19fachen ihres Buchwertes gehandelt, das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) liege immer noch bei etwa 14. Und bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von fast 100, einem Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KVC) in ähnlicher Größenordnung, dies wohlgemerkt nach monatelanger Talfahrt, werde jedem überzeugten Antizykliker schwindlig. Doch die stolze Bewertung habe ihre Gründe. Das Aachener Unternehmen habe geschafft, was für die meisten Unternehmen am Neuen Markt ein Traum bleiben werde. In seinem Segment habe Aixtron mit einem Marktanteil von fast 60 Prozent mit großem Abstand die Position des Weltmarktführers inne.

Die Hightech-Schmiede stelle mit einem patentierten Verfahren so genannte MOCVD-Anlagen her. Diese würden für die Produktion von Verbindungs-Halbleitern benötigt. Durch ihre Materialstruktur würden diese Halbleiter Licht in Energie umwandeln können- und umgekehrt. Verwendet würden sie unter anderem in Leuchtdioden, Ampeln und Fahrbahnmarkierungen. Die Einsatzmöglichkeiten dieser MOCVD-Anlagen dürften sich künftig stark ausweiten. So könnte neue Nachfrage etwa für die Herstellung moderner Handys entstehen. Die Wachstumsaussichten des Qualitätstitels seien entsprechend positiv.

Zudem agiere Aixtron in einer Nische mit hohen Markteintrittsbarrieren. Laut Unternehmensschätzungen habe man gegenüber der Konkurrenz einen technologischen Vorsprung von drei bis vier Jahren. Die Zahlen jedenfalls seien ermutigend. Im zweiten Quartal sei der Umsatz mit 59,8 Millionen Euro überraschend hoch ausgefallen. Experten würden die Zuwachsraten beim Gewinn für die kommenden Jahre auf bis zu 80 Prozent taxieren. In diesem Jahr werde ein Gewinn von 26,8 Millionen Euro erwartet, der Umsatz solle auf 235 Millionen Euro zulegen. Im Jahr 2003 rechne das Unternehmen mit rund 500 Millionen Euro. Die Tendenz sei weiter steigend.

Für Anleger, die sich des Risikos bewusst seien, dass sie es hier mit einem hoch bewerteten Wachstumswert, allerdings mit einem aus der Kategorie "Erste Güte" zu tun hätten, sei das Papier langfristig durchaus interessant. Ein Aufschwung am Neuen Markt ohne Aixtron jedenfalls scheine nur schwer vorstellbar. Aktuell sei jedoch Geduld gefragt. Charttechnisch sei die Aktie stark angeschlagen. Sowohl der gleitende 100-Tage-Durchschnitt bei etwa 45 Euro als auch die 200-Tage-Linie bei 53 Euro seien in den vergangenen Wochen vehement nach unten durchbrochen worden. Auch die wichtige Bastion bei 30 Euro scheine nicht zu halten. Aktuell würden die Anteilsscheine bei rund 29 Euro notieren. Der Trendfolger MACD habe bereits bei Kursen um 50 Euro ein klares Verkaufssignal geliefert. Denkbar wäre jetzt ein weiteres Abrutschen bis auf die wichtige Unterstützung um die 20 Euro. Diese Marke aus dem Sommer 1999 sollte dann jedoch das Schlimmste abwenden.

Und eines mache in jedem Fall Mut, wenn es erst einmal so weit gekommen sei, dass Perlen vom Schlage einer Aixtron unter die Räder kommen würden, dann stehe der nächste Aufschwung vor der Tür. Nach den strengen antizyklischen Gesichtspunkten der Experten beurteilt, seien die Aktien von Aixtron immer noch haushoch überbewertet. Selbst ein Absturz bis in Bereiche um die 20 Euro würde daran nicht viel ändern. Wer sich dieser Tatsache bewusst sei, finde hier jedoch einen sehr interessanten Wachstumswert, der auch langfristig das Zeug dazu habe, seine Position als Weltmarktführer zu sichern. Qualität habe eben (fast immer) ihren Preis.

Anleger sollten sich nach Meinung der Börsenkenner von fnet.de Research derzeit jedoch noch zurückhalten, da das Papier zunächst einen Boden finden müsse. Ein Stopp-Loss würde sich im Bereich knapp unterhalb von 20 Euro anbieten.





 
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