Amazon.com verkaufen
16.02.01 00:00
Nice*Letter
Das anvisierte Erreichen der Gewinnschwelle bei Amazon.com (WKN 908866) bleibt für die Analysten vom Nice*Letter weiterhin mit sehr vielen Fragezeichen versehen.
Im laufenden Geschäftsjahr solle sich die liquiden Mittel auf nur noch 650 Mio. USD belaufen. Zwar würde die Unternehmensführung mit einem Kassenbestand von 900 Mio. USD zum Ende des Jahres rechnen, wie das allerdings Realität werden solle, bleibe in Rätsel. Derzeit liege die Cash-burn-Rate bei 200 bis 300 Mio. USD. Die Tendenz solle abnehmend sein, weshalb das Management hoffe, bis zum Jahresende den Sprung in die Gewinnzone zu schaffen. Allerdings sei auch die Wachstumsrate der ausgelieferten Bücher rückläufig. Das bedeutet, für jeden neuen Kunden müssten jetzt noch mehr Mittel für Marketingzwecke ausgegeben werden.
Das neueste Vorhaben um Umsätze zu generieren, sei das Verlagen gegen eine Gebühr von bis zu 10.000 USD pro Tipp die Möglichkeit gegeben werde, den 30 Mio. Amazon-Kunden per Email zu empfehlen. Von dieser Idee zeigen sich die Experten des Nice*Letters wenig überzeugt. Dadurch werde die bisher redaktionelle Unabhängigkeit, die einen der Erfolgspfeiler des Unternehmens dargestellt habe, mehr als aufgeweicht.
Darüber hinaus habe man die Feststellung gemacht, dass sich Amazon in früheren Boomzeiten Lieferungen an andere dotcom-Unternehmen mit deren Aktien bezahlen gelassen habe. Auf Grund des massiven Kursverluste dürfte hier ein erheblicher Wertberichtigungsbedarf anstehen.
Vor diesem Hintergrund empfehle man Anlegern, die noch Positionen halten würden, diese zu verkaufen.
Im laufenden Geschäftsjahr solle sich die liquiden Mittel auf nur noch 650 Mio. USD belaufen. Zwar würde die Unternehmensführung mit einem Kassenbestand von 900 Mio. USD zum Ende des Jahres rechnen, wie das allerdings Realität werden solle, bleibe in Rätsel. Derzeit liege die Cash-burn-Rate bei 200 bis 300 Mio. USD. Die Tendenz solle abnehmend sein, weshalb das Management hoffe, bis zum Jahresende den Sprung in die Gewinnzone zu schaffen. Allerdings sei auch die Wachstumsrate der ausgelieferten Bücher rückläufig. Das bedeutet, für jeden neuen Kunden müssten jetzt noch mehr Mittel für Marketingzwecke ausgegeben werden.
Darüber hinaus habe man die Feststellung gemacht, dass sich Amazon in früheren Boomzeiten Lieferungen an andere dotcom-Unternehmen mit deren Aktien bezahlen gelassen habe. Auf Grund des massiven Kursverluste dürfte hier ein erheblicher Wertberichtigungsbedarf anstehen.
Vor diesem Hintergrund empfehle man Anlegern, die noch Positionen halten würden, diese zu verkaufen.
