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Fr, 17. April 2026, 18:36 Uhr

BASF SE

WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111

BASF auf Marketperformer abgestuft


21.06.01 15:53
GZ-Bank

Die Analysten der GZ-Bank stufen die BASF-Aktie (WKN 515100) von Outperformer auf Marketperformer ab.

Das sich entgegen der zu Jahresbeginn abgegebenen Prognosen vieler Unternehmen nun deutlich stärker als erwartet abkühlende konjunkturelle Umfeld wirke sich momentan zunehmend belastend auf die Umsatz- und Ertragserwartungen vieler Unternehmen aus. Auch die konjunktursensitiven Werte des Chemiesektors gehören dabei nach Ansicht der Analysten der GZ-Bank AGzu den besonders Leidtragenden dieser Entwicklung.

Die heute vom Ludwigshafener BASF-Konzern herausgegebene Gewinnwarnung belege, dass in den kommenden Wochen mit weiteren negativen Gewinn- und Umsatzrevisionen auch aus den zyklischen Sektoren zu rechnen sein werde. Nach Ansicht der Experten ist dabei kurzfristig weder mit einer nachhaltigen konjunkturellen Erholung auf globaler Ebene noch mit einer deutlichen Entlastung auf der Rohstoffseite zu rechnen. Die Aussage des Managements, wonach die mittelfristigen Ertragsziele nur „mit größten Anstrengungen“ erreicht werden dürften, werde daher von dem zuständigen Chemie/Pharmaanalysten geteilt.

Mit dem Verkauf der Pharmasparte an den US-Konzern Abbot Laboratories habe BASF zuletzt zwar konsequent seine Chemie-Fokussierung im Gesamtkonzern fortgesetzt, dennoch erhöhe sich dadurch zunehmend die zyklische Abhängigkeit, die den Ludwigshafenern nun Probleme bereite. Auch die globale Diversifikation, die von den Experten grundsätzlich positiv beurteilt werde, verliere aufgrund der sich in nahezu sämtlichen relevanten Märkten abspielenden Wachstumsverlangsamung aktuell an Bedeutung.

Den von BASF im Rahmen der heutigen Revidierung ihrer Prognosen in Aussicht gestellten Maßnahmen zur Kostensenkung , die unter anderem durch die Schließung von einigen Standorten und Anlagen umgesetzt werden sollen, stehen die Experten der GZ-Bank AG zwar positiv gegenüber, dennoch wird für das laufende Jahr nicht davon ausgegangen, dass sich die Einbußen aus dem operativen Geschäft dadurch mehrheitlich kompensieren lassen.

Das anhaltend schwache Branchensentiment sowie die generelle Zurückhaltung der Anleger, sich am Aktienmarkt zu engagieren, sollte darüber hinaus dem Wert in den kommenden Wochen nur unzureichend Liquidität zuführen, so dass derzeit weder fundamental noch aus der Marktpsychologie/-technik heraus deutliche Kursimpulse zu erwarten seien.

Die Analysten der GZ-Bank AG erwarten diesbezüglich zunächst keinen nachhaltigen „Dreh“ in der derzeitigen Branchenrotation, und sehen demzufolge weiterhin einen temporären Vorteil bei den defensiver ausgerichteten Branchen, die aufgrund eines deutlich konstanteren Gewinn- und Umsatzverhaltens aktuell zu Recht stärker im Anlegerfokus bleiben dürften.

Die Analysten der GZ-Bank AG stufen daher in Anbetracht der nunmehr verhalteneren Aussichten für das laufende Jahr die Aktien der BASF von Outperformer auf Marketperformer herunter.





 
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