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BMW AG St

WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003

BMW kaufen


22.03.01 00:00
BfG Bank

Die im Jahr 2000 vollzogene Trennung von Rover und Land Rover, sowie die strategische Neuausrichtung des Unternehmens mit den Marken BMW (WKN 519000) und MINI (hinzu kommt Rolls-Royce ab dem Jahr 2003) auf ausschließlich die Premium﷓Marktsegmente, ist der Ertragsentwicklung des BMW﷓Konzerns gut bekommen, so die Analysten der BfG-Bank.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern sei kräftig um 50 % von 1.111 Mio. € im Vorjahr, auf 1.663 Mio. € gestiegen und übertreffe damit den bisherigen Rekordwert von 1.293 Mio. € aus dem Jahr 1997 deutlich. Unter Berücksichtigung der in 2000 gebildeten weiteren Rückstellung für die Altautorücknahme in Höhe von 112 Mio. €, sowie im Vorjahr angefallener einmaliger Erträge im Finanzergebnis von rd. 200 Mio. €, falle die Verbesserung der operativen Ertragskraft sogar noch stärker aus. Mit den in 1999 und 2000 gebildeten Rückstellungen in Höhe von insgesamt 240 Mio. € habe BMW für die zukünftige Entsorgung von Altautos bereits heute schon vollständige Vorsorge getroffen.

Auch der Jahresüberschuss erreiche mit 1.026 Mio. € einen neuen Rekordwert. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis von 663 Mio. € vor außerordentlichem Ergebnis (3,15 Mrd. € im Zusammenhang mit der Trennung von Rover) ergebe sich ein Anstieg von 54,8 %. Die Steuerquote habe sich in 2000 von 40,3 % im Vorjahr, auf 38,3 % ermäßigt. Das DVFA﷓Ergebnis pro Aktie sei um 61,4 % von 1,01 € in 1999 auf 1,63 € gestiegen. Aufgrund der erfreulichen Ergebnisentwicklung werde der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende pro Stammaktie um 15 % auf 0,46 €, sowie pro Vorzugsaktie um 14,3 % auf 0,48 € vorgeschlagen.

Die bedeutendste Ergebnisquelle in der BMW Group, das Geschäftsfeld BMW Automobile, habe trotz hoher Entwicklungsaufwendungen für den neuen MINI (Markteinführung Sommer 2001) sowie der diesem Segment zugeordneten Rückstellung für die Rücknahme von Altautos in Höhe von 240 Mio. € das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 13 % auf 2.380 Mio. € steigern können. Die letztmals angefallenen operativen Verluste von Rover und Land Rover bis zu den jeweiligen Verkaufszeitpunkten hätten insgesamt 762 Mio. € betragen.

Im Jahr 2000 hätten die Auslieferungen der Marke BMW mit über 822.000 Fahrzeugen einen neuen Höchstwert erreicht. Der Absatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr betrage 9,4 % und sei im wesentlichen der erfolgreichen 3er﷓Reihe zu verdanken. Erstmals sei über eine halbe Million 3-er in den Varianten Limousine, Coupe, Cabrio, touring und compact verkauft worden. Mit einem Anteil von rd. 60 % an den gesamten Auslieferungen sei die 3-er Reihe das „Brot und Butter Auto" für den bayerischen Automobilhersteller.

Erfolgreich sei auch das erste vollständige Kalenderjahr für das geländegängige Freizeitfahrzeug BMW X5 verlaufen. Weltweit seien von diesem Modell 38.000 Einheiten ausgeliefert worden, fast drei Viertel davon auf dem US﷓Markt. Die 5er﷓Reihe habe mit 193.000 verkauften Einheiten, dank neuer 6﷓Zylinder Benzinmotoren und eines Facelifts, den Vorjahresabsatz nur knapp um 4,3 % verfehlt. Einen Absatzrückgang in der Endphase seines Modellzyklusses, der mit minus 9,6 % auf knapp 39.000 Fahrzeuge allerdings moderat ausgefallen sei, habe die 7er Reihe verzeichnet. Auf der IAA im September 2001 werde das Nachfolgemodell vorgestellt. Mit knapp 40.000 Einheiten seien vom Z3 Roadster und Z3 coupe deutlich weniger Fahrzeuge als im Vorjahr (51.000 Einheiten) verkauft worden.

Mit einem Auslieferungsvolumen von über 240.000 BMW Fahrzeugen bleibe das Inland mit einem Anteil von knapp 30 % an den gesamten Auslieferungen der wichtigste Absatzmarkt für den BMW﷓Konzern. Zweitwichtigster Absatzmarkt mit einem Verkaufsanteil von 23 % seien die USA gewesen, wo die Auslieferungen im vergangenen Jahr kräftig, um 21,4 % auf 189.000 Einheiten, anzogen hätten.

Trotz eingetrübter Absatzperspektiven für die Automobilmärkte in Westeuropa und Nordamerika sei der BMW-Konzern gut ins laufende Jahr gestartet. In den ersten beiden Monaten des Jahres hätten die Kundenauslieferungen weltweit um rd. 10 % zugelegt. Unternehmenschef Prof. Dr. Milberg habe sich zuversichtlich gezeigt, dass der BMW﷓Konzern seine positive Entwicklung bei Absatz, Umsatz und Ertrag bei einer erwarteten Konsolidierung des Weltautomobil﷓ und Motorradmarktes fortsetzen werde.

Ein großer Teil der für das laufende Jahr erwarteten Gewinnverbesserung werde allein schon durch den Wegfall der operativen Verluste von Rover erreicht werden. Angesichts hoher Entwicklungsaufwendungen für neue Modelle (1-er, 6-er, Coupe und Cabrio, Rolls﷓Royce) seien im Geschäftsfeld BMW-Automobile im laufenden Jahr trotz anhaltend starker Nachfrage nach den Modellen der 3er﷓Reihe und dem X5 kaum größere Ergebniszuwächse zu erwarten. BMW befinde sich damit in einer ähnlichen Situation wie der Sportwagenhersteller Porsche, der im laufenden Geschäftsjahr die hohen Entwicklungsaufwendungen für das neue sports utility vehicle Cayenne zu schultern habe.

Mit der Konzentration auf Premium﷓Marktsegmente, die in Zukunft von der unteren Mittelklasse (l-er, MINI) bis zur Oberklasse reichen würden, dürfe der BMW﷓Konzern gegenüber Nachfrageschwankungen weniger empfindlich sein als Volumenhersteller. Obwohl sich die Konkurrenzsituation durch neue attraktive Modelle von Wettbewerbern, wie z.B. dem Audi A4 oder dem Jaguar X﷓type verschärft habe, werde auch in diesem schwierigen Automobiljahr eine Absatzsteigerung aufgrund der weltweit hohen Wertschätzung der Marke BMW für möglich gehalten.

Anlässlich der nun veröffentlichten Ergebniszahlen würde die Schätzung für den Gewinn pro Aktie 2001 von bisher 2,00 auf 2,12 € erhöht. Für 2002 werde ein weiterer Anstieg des Gewinns pro Aktie auf 2,54 € erwartet. Auf Basis der Gewinnschätzungen pro Aktie für 2001 und 2002 werde die BMW﷓Aktie mit einem KGV von 16,3 bzw. 13,6 bewertet. Die Konzentration auf die Premium﷓Bereiche der jeweiligen Marktsegmente mit entsprechend üppigeren Gewinnspannen rechtfertige auch einen höheren Gewinnmultiplikator im Vergleich zu reinen Automobil﷓Massenherstellern wie z.B. VW, Renault oder PSA Group (IBES﷓Durchschnitts﷓KGV für 2001 bei rd. 9).

Wegen der hervorragenden Positionierung der Marke BMW (Synonym für sportliches Fahren) und der hohen Profitabilität (Umsatzrendite vor Steuern von 8,8 %) solle sich die Bewertung näher an der von Porsche (IBES﷓KGV 2000/01 21,1, KGV 2001/02 17,7) orientieren. Auch im historischen Vergleich sei die BMW﷓Aktie derzeit eher niedrig bewertet.

Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute daher kaufen.





 
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