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Do, 22. Februar 2024, 14:21 Uhr

BayWa

WKN: 519406 / ISIN: DE0005194062

BayWa Profiteur des Atomwandels


02.05.11 09:17
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von BayWa unverändert kaufenswert.

Der BayWa-Konzern sei sehr stark ins neue Jahr gestartet. Das habe Finanzvorstand Andreas Helber den Experten im Hintergrundgespräch gesagt. Treiber im ersten Quartal sei insbesondere der Bereich Agrar gewesen. "Dank des guten Wetters sind wir seit Februar auf dem Feld und profitieren von höheren Preisen." Somit dürfte das Zahlenwerk für den Quartalsbericht von dieser Sparte beflügelt werden, die traditionell ihr Hauptgeschäft erst im zweiten und dritten Quartal habe.

Für den weiteren Verlauf im Agrarsektor für das Jahr 2011 zeige sich der CFO optimistisch. Im traditionellen Energiegeschäft, im Wesentlichen die Lieferung von Heizöl, sei die Nachfrage bisher noch etwas verhalten. Das liege vor allem an den hohen Einkaufspreisen, was die Verbraucher noch zurückhalte. "Der Befüllstand liegt schätzungsweise im Schnitt bei unter 50 Prozent. Früher oder später muss geordert werden. Die Preissituation ist nach wie vor fest und wir erwarten für das Gesamtjahr ein stabiles Geschäft", erkläre Helber. Treiber dieser Sparte seien indes die Geschäfte von BayWa im Bereich Erneuerbare Energien. "Unser Feld Erneuerbare Energien bereitet uns sehr viel Freude."

Konjunkturellen Rückenwind erhalte inzwischen auch das bisherige Sorgenkind "Baugeschäft". "Aufgrund der wetterbedingt goldenen Samstage und dem frühen Frühlingsbeginn sind unsere Kunden in Gärtnerlaune. Das wirkt sich positiv auf dieses Geschäft aus." Die Einheit bekomme dennoch eine ganz "besondere Zuwendung". "Der Bau verdient seine Kapitalkosten nicht. Das soll sich ändern und ist ab einem Niveau von circa 45 Mio. Euro gegeben", habe Helber gesagt.

Ziel sei, das Geschäft operativ deutlich nach vorne zu bringen. "Das Geschäft hat viel Potenzial. Denken Sie nur an den Bereich Wohnraum und der energetischen Sanierung. Wir halten uns strategisch Optionen offen, diese Einheit eventuell auch mit einem Partner gemeinsam weiter zu entwickeln." Da der Markt in Bewegung sei, spreche quasi jeder mit jedem. Ein kompletter Verkauf stehe unverändert nicht auf der Agenda des Managements.

Durch das solide Auftaktquartal und unveränderten Rückenwind in allen Geschäftssegmenten zeige sich Helber zuversichtlich für das Gesamtjahr 2011. Als Zielregion für das EBIT nenne der CFO ein Niveau von circa 150 Mio. Euro. Das könnte konservativ sein. Der Umsatz dürfte nach Einschätzung der Experten die Marke von neun Mrd. Euro knacken und abzüglich Steuern, Zinsergebnis und Abzug von Minderheiten sollten netto circa 65 Mio. Euro verdient werden oder rund 1,90 Euro je Aktie.

Die Annahme für den Gewinn je Aktie sei ebenfalls konservativ gerechnet. Die Steuerquote beziffere der Finanzchef auf circa 25 Prozent und der Aufwand für das Finanzergebnis werde etwas höher sein als im Vorjahr. Nach eigenen Angaben erwarte Helber für 2011 Capex im Volumen von 60 bis 65 Mio. Euro sowie einen Free Cashflow jenseits von 150 Mio. Euro.

Strategisch setze die im MDAX notierte Gesellschaft verstärkt auf den Bereich Erneuerbare Energien. "Im Rahmen der aktuellen Diskussion seitens der Politik im Hinblick auf die Atomkraft haben wir auf das richtige Pferd gesetzt", habe Helber gesagt. Im Fokus stünden Solar-, Wind- und Biomasseprojekte. Bereits 2010 habe das Geschäft ein EBIT-Beitrag von 21 Mio. Euro geliefert. "Für 2011 erwarten wir aus diesen Geschäften ein EBIT von circa 30 Mio. Euro." Mittelfristig sei es das Ziel, einen Umsatz von eine Mrd. Euro zu erwirtschaften bei einer EBIT-Marge von fünf Prozent.

Zudem prüfe der Vorstand in diesem Bereich Akquisitionen. "Wir sind derzeit in intensiven Verhandlungen mit einem Unternehmen aus dem südeuropäischen Raum", ergänze der CFO. Laufe alles glatt, könnte vermutlich schon in Kürze Vollzug gemeldet werden. Zukäufe seien indes auch im Bereich Agrar möglich. "Auch hier halten wir Augen und Ohren offen." Die Objekte der Begierde würden zwischen 200 und 400 Mio. Euro umsetzen.

Für Akquisitionen stünden dem Unternehmen gut 500 Mio. Euro zur Verfügung. Inkludiert sei in dieser firepower eine Freisetzung von 200 bis 300 Mio. Euro, die durch den Verkauf von Immobilien freigesetzt werden könnten. Beispielsweise notiere der nicht betriebsnotwendige Beton mit 80 Mio. Euro in der Bilanz. Den Geschäftswert dieser Immobilien beziffere Helber auf über 150 Mio. Euro. Inklusive weiterer Zukäufe dürfte BayWa mittelfristig die Hürde von zehn Mrd. Euro Umsatz knacken. Perspektivisch traue man dem Unternehmen ein EBIT von 200 Mio. Euro zu. Diese Zahl habe Helber indes nicht kommentieren wollen.

Der knapp 1,1 Mrd. Euro schwere Konzern sei ein Profiteur der Veränderungen im Bereich Erneuerbare Energien. Die Börse habe das offensichtlich noch nicht ganz verstanden. Zumindest habe das Papier in den letzten Wochen kaum zugelegt, während der ganze Sektor der Erneuerbaren Energien stark gefragt gewesen sei. Zugegen habe die Aktie aber auch die vorherige Baisse nicht wirklich gemacht, sondern habe sich im Kurs eher verteuern können.

Summa summarum sollte BayWa nach dem Desaster in Japan und als Profiteur positiver Veränderungen im Erneuerbaren Energien-Gesetz künftig stärker im Mittelpunkt stehen. Wer eine stabile und wenig volatile Aktie in diesem Sektor suche, die von Windkraft, Solarenergie und Biomasse erheblich profitiere, sei bei den Münchenern sehr gut aufgehoben.

Die BayWa-Aktie ist unverändert kaufenswert, so die Experten von "TradeCentre.de". Zumal die Bewertung alles andere als teuer sei. Der Börsenwert liege nur marginal über dem bilanziellen Eigenkapital der Gesellschaft. (Analyse vom 21.04.2011) (02.05.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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